Montag, 31. August 2009

Im Überfluss ...

Gestern war ich seit längerem mal wieder in "unserem" Baggersee schwimmen. Auf dem Wasser trieben flauschige Samen, abgestorbene Blätter. Und auf den Blättern - auf den meisten - saßen Libellen, wie schimmernde blaue Edelsteine. Hin und wieder sprang ein Fisch aus dem Wasser. Wunderschön.

Und gleichzeitig: Was für ein Überfluss in der Schöpfung. Keine zwei Blätter sind identisch; jedes hat ein individuelles Muster an Blattrippen, keine zwei Fische sind genau gleich, und auch bei den Libellen gibt es individuelle Unterschiede. 6,8 Milliarden Menschen gibt es - und alle sind verschieden (selbst bei genetisch identischen eineiigen Zwillingen gibt es Unterschiede!). Welch ein Überfluss, was für eine Verschwendung! Aber alles Gott zu Ehren.
Danke für die Schöpfung.

Durch das Wort ist alles geworden ... [Joh. 1]

Sonntag, 30. August 2009

Was Jesus nicht sagte:

(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Markus 7,1-8.14-15.21-23
Die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, hielten sich bei Jesus auf. Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?
Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.
Dann rief er die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage:
Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft.
All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.

Samstag, 29. August 2009

Ein schönes Bild von Maria


Magdalena habe ich auf dem Blog von Thomas Matterne entdeckt. Danke!

Donnerstag, 27. August 2009

Au weia ...

Über Elsas Blog und dann über Scipios bin ich bei einem Bot gelandet. Meine Güte, ist der doof!

Human: Hi
godsbot: Hello there.

Human: where are you?
godsbot: I am in God's home in God's Country. Where are you?

Human: at home.
godsbot: I have no idea where that is. Tell me a little about your life in at.

Human: home
godsbot: Do you want to go home?

Human: no, I am at home.
godsbot: Gosh! Why are you at.

Human: why do you have blue eyes?
godsbot: God gave it to me.

Human: why are you on the beach?
godsbot: I don't have to explain everything to you, do I?

Kommentar zu Seiner Exzellenz

Nachdem Robert Kardinal Zollitsch auf seinem Blog ein ähnliches Problem hat, wie ich es auch hatte (keine Kommentarfunktion), möchte ich dennoch auch meinen Senf dazu geben. Wenn nicht dort, dann eben hier. In seinem letzten Beitrag von seiner Nigeria-Reise schreibt er:
Auf dieser Strecke habe ich verstanden wie viele Freikirchen, Pfingstler, Baptisten und andere Gemeinschaften es hier gibt, wie stark sie sind, aber auch wie sie versuchen, christliches Leben zu dominieren. “Christ Authority Church” lese ich auf Schildern, am “Halleluja-Shop” fahren wir vorbei, [...]
Die große Sorge ist der erstarkende Fundamentalismus einiger Freikirchen. Von 46 christlichen Universitäten erzählt Erzbischof Felix, fast alle von Freikirchen. “Wer dort aufgenommen wird, muss nachweisen, dass er regelmäßig den Gottesdienst besucht hat. Der Druck ist hoch”, so Erzbischof Felix. Und er ergänzt: “Was sollen wir als Katholiken dagegen halten – auch Druck aufbauen?” Mich lassen die Schilderungen nachdenklich zurück. Mich bewegt die Frage: Was müssen wir als Kirche tun, um dieser Entwicklung zu begegnen? Ich spüre in Ibadan: Solidarität ist keine Worthülse, sondern eine hohe Erwartung.
Nun, das Prinzip ist alt: Wes' Brot ich ess, des' Lied ich sing. Und die "anderen" sind in der Mehrheit. Einige Beiträge zuvor ist zu lesen: Katholiken 14 %, Andere Christen 25 %. Ist es "Druck", wenn ein Kegelverein sein Vereinsheim nur für Mitglieder öffnet? Ist es "Druck", wenn eine Gruppierung verlangt, dass die eigenen Mitglieder sich an die eigenen Regeln halten?

Wenn die katholische Kirche in Nigeria eine Universität unterhielte (ich weiß nicht, ob sie es tut), dann wäre es ihr gutes Recht, die Studienplätze vorrangig an Katholiken zu vergeben. In Deutschland läuft es an kirchlichen Schulen ja auch so, dass "religionslose" nicht aufgenommen werden, Religion ein Pflichtfach ist, soziales Engagement honoriert wird.

Was die katholische Kirche tun kann, um sich wohltuend von den "Freikirchen, Pfingstler, Baptisten" zu unterscheiden, ist, das Wort des Herrn zu befolgen:
15 Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? 17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. 18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte bringen. 19 Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. (Mt. 7; Elberfelder Übers.)
Das ist es woran die Kirche krankt: Die guten Früchte werden nicht gezeigt; den Wölfen reißt niemand den Schafspelz herunter - und die (Außen-)Wirkung ist fatal. Dabei hatte Exzellenz doch schon in seinem gestrigen Beitrag etwas wesentliches festgehalten:
Hier wird Unterstützung für die Bevölkerung konkret – und immer, so lerne ich, gehört das Gebet als wesentlicher Bestandteil dazu. Am ersten Abend in Afrika verstehe ich: das Gebet führt die Gläubigen zusammen, aus der Kraft des Gebetes leben sie. Das ist schön – und zeigt, wie unsere Religion über Grenzen und Kontinente hinweg im Gebet miteinander verbunden ist.
Warum sollte es dann falsch sein, es den "
Freikirchen, Pfingstler, Baptisten" nachzuahmen, dass Betende - Gottesdienstbesucher - als Erste von den kirchlichen Einrichtungen profitieren? Ist das "Druck"? Und wenn ja - ist "Druck" was schlimmes? Beim Blutdruck ist "Null" jedenfalls deutlich schlimmer als "zweihundert" (ja, ich weiß: Nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich).

Firmung?

Ein Anruf aus dem Pfarrbüro. "Ihr Kind ist doch Erstkommunions-Jahrgang 2004. Die gehen im nächsten Jahr zur Firmung. Natürlich nur diejenigen, die sich anmelden!"

Was spricht dafür? - Das Kind würde zusammen mit seinen Freunden, die es z. T. schon aus Kindergartenzeiten kennt, gefirmt. Das Kind kann die 7 Gaben des Heiligen Geistes bestens brauchen, davon kann man eigentlich gar nicht genug bekommen.

Was spricht dagegen? Die anfragende Gemeinde ist nicht (mehr) die eigene, die Wohnortgemeinde. Im Dorf (Wohnort) werden die 2004-er Erstkommunikanten erst in der siebten Klasse gefirmt und nicht schon in der sechsten, wie in der Stadt. Das Kind ist zu jung - es ließe sich vielleicht nicht aus eigener Überzeugung firmen, sondern weil es den Eindruck hat, den Eltern einen Gefallen zu tun.

Entscheidung der Mutter: "Du gehst erst nächstes Jahr zur Firmung, und zwar hier im Dorf!" Diese Entscheidung gefiele mir besser, wenn ich nicht genau wüsste, was dahinter steht: Die Mutter verlässt sich darauf, ihrem Kind nicht erklären zu müssen, was "Firmung" bedeutet - schließlich steht es in der 7. Klasse auf dem Lehrplan; der Lehrer wird's schon richten.

Eine knappe Woche ist der Gedenktag für Pius X. erst her - der Papst, der einen möglichst frühen Zugang zu den Sakramenten förderte, das Erstkommunionsalter auf 7 Jahre herabsetzte. Und da kommt das große ja, ABER! Die Disposition muss stimmen - und die entsprechende katholische Erziehung sollte vorausgesetzt werden können. Und diese Voraussetzung ist heute häufig nicht mehr gegeben. Wie soll die Kirche hierzulande weiter bestehen, wenn die Mütter - aus der Befürchtung heraus, ihren Kindern etwas falsches zu sagen, ihnen gar nichts mehr über den Glauben sagen? Nicht einmal mit ihnen beten? Himmel hilf!

Mittwoch, 26. August 2009

Nach der Merkelschen Papst-Schelte ...

meldet sich nun auch der Bundeswirtschaftsminister zu Wort - allerdings nicht ungebeten. Bei Cicero nimmt er Stellung zur letzten Papst-Enzyklika. Stellt sich nur die Frage: Meint er das, was er sagt, oder ist das Wahlkampf?
Ich hoffe ja, dass er sich kein Beispiel an Frau Ypsilanti nimmt; dann doch lieber an Adenauer ("was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Nichts hindert mich, weiser zu werden".) Immerhin - die Weisheit Benedikts hat er erkannt.

Dienstag, 25. August 2009

Beichte ...

... bei zunehmendem Priestermangel:

Wachstum ...

Die Zahl der katholischen Blogs bzw. katholisch-affinen nimmt zu (oder ich finde einfach immer mehr). In meiner Liste sind es mittlerweile mehr als 70 - wobei auch ein paar umgezogene/aufgegebene dabei sind. Einige "alte Bekannte" wie Phil hatte ich noch gar nicht auf der Liste (und seinen alten Blog finde ich nicht wieder :( ).
Und manchmal findet man ja bei den Uralt-Bloggern auch noch Interessantes. So z. B. bei Scipio in einem Beitrag von 2002 einen Link zur "Kardinal-Ratzinger-Seite" - und der Link funktioniert sogar noch! (der andere hingegen nicht mehr)

Montag, 24. August 2009

Doch keine Liturgiereform?

Wie bei sponsa agni und einigen anderen Bloggern nachzulesen, soll es eine Reform der Liturgiereform geben - und Radio Vatikan dementiert gleich wieder. Sollte es sich um die Diskussion über ein älteres Dokument von Josef Kardinal Ratzinger handeln? Wohl nicht.

Und nur, weil eine päpstliche Kommission einen Vorschlag gemacht hat, heißt das noch lange nicht, dass der Vorschlag päpstlicherseits auch umgesetzt wird. Bevor Paul VI. die Enzyklika "humanae vitae" veröffentlichte, gab es auch anders lautende Stimmen.

Sonntag, 23. August 2009

Was Jesus nicht sagte:

(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Johannes 6,60-69.
Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?
Jesus erkannte, daß seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß?
Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wußte nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.
Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.
Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?
Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.

Samstag, 22. August 2009

Marsch für das Leben

Mal wieder ein "geklauter" Text:

Marsch für das Leben in Berlin geplant

Seit 1974 wurden in Deutschland 4,5 Millionen Kinder im Mutterleib getötet.

Seit 1974 wurden in Deutschland 4,5 Millionen Kinder im Mutterleib getötet.

Berlin (idea) – „Gegen das Unrecht der Abtreibung“ will der Bundesverband Lebensrecht (Berlin) ein Zeichen setzen. Er ruft zur Teilnahme an einem „Marsch für das Leben“ am 26. September in der Bundeshauptstadt auf.

Die Demonstration beginnt mit einer Kundgebung am Neptunbrunnen an der Marienkirche im Stadtteil Mitte und endet mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der St. Hedwigs-Kathedrale. Nach Angaben des Bundesverbandes sind seit der „faktischen Freigabe“ der Abtreibung 1974 in Deutschland rund 4,5 Millionen Kinder im Mutterleib getötet worden. Dies seien mehr Menschen als Berlin Einwohner habe (3,4 Millionen). Dabei sei die Abtreibung in Deutschland „genau genommen verboten“. Sie bleibe nur unter bestimmten Bedingungen straffrei. Der Bundesverband Lebensrecht, der Dachverband der Lebensrechts-Organisationen in Deutschland, verweist auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1993. Der Zweite Senat habe damals festgestellt: „Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben zu schützen. Zum menschlichen Leben gehört auch das ungeborene.“ Deshalb müsse der Staat sich schützend vor dieses Leben stellen. Mit dem Marsch will der Bundesverband Lebensrecht seiner Forderung Nachdruck verleihen, dass der Gesetzgeber „endlich seiner Nachbesserungspflicht nachkommt“. Wer an der Demonstration nicht teilnehmen kann, dem empfehlen die Lebensrechtler, während dieser Zeit zu beten.

(Quelle)

Weitere Termine:

10.10.2009: Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben” in München

18.10.2009: „1000 Crosses for Life” in London

25.11.2009: 150. Vigil für das Leben in München

28.11.2009: 10. Jahrestag der Vereinsgründung der „Helfer Deutschland e.V.”

1.-9.12.09: Gebetsnovene „Mutter des Lebens für Europa” in Heroldsbach
(parallel zur großen Gebetsnovene im Nationalheiligtum ULF von Guadalupe
in Mexico-City)

19.12.2009: Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben” in Prag


Maria Königin ...

Damit verbinde ich zuallererst eine Jugenderinnerung: Maria Regina Martyrum in Berlin. 1977 war ich dort und 1980 zum Katholikentag. Beide Male verbunden mit einem Besuch in Plötzensee. Besonders beeindruckt hat mich damals eine stacheldrahtig-dornige Skulptur; sehr abstrakt. Leider finde ich weder meine eigenen Fotos davon, noch Bilder im Netz (nein, nicht dies).
Bei meinem letzten Berlinbesuch (beruflich bedingt, Anfang dieses Jahres) war für einen Ausflug dorthin keine Zeit. Dafür habe ich es gonossen, ohne Grenzkontrollen, Zwangsumtausch und bohrende Fragen einfach so zur Hedwigskathedrale zu spazieren. Als Orientierungshilfe hatte ich meinen alten Stadtplan dabei - Gott sei Dank. Denn die netten Polizisten, die ich nach dem Weg fragte, hatten absolut keine Ahnung, dass es a) eine katholische Kirche in Berlin gibt und diese b) auch noch eine (Erz!-)Bischofskirche ist und c) wo die nun steht.
Nach einem längeren Besuch beim Allerheiligsten bin ich dann noch ein wenig durch die Seitenräume der Unterkirche gewandert. Neben der Schatzkammer befindet sich dort auch eine Grabstätte. Erkennen konnte ich nichts - bis auf eine Kerze war der Raum sehr dunkel. Aber intuitiv wusste ich: Ich stehe am Grab eines Heiligen.
Zitat:
handelt vielmehr nach dem strengen Gebot Jesu Christi: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!"

Maria Königin - Königin der Märtyrer (aber nicht nur).

Freitag, 21. August 2009

Energieversorgung ...

Bei meinem Abendspaziergang ergab sich ein wunderschöner Aus- bzw. Anblick, den ich niemandem vorenthalten möchte:
Und das gleiche noch einmal, mit etwas anderen Einstellungen:
Drei "Energiequellen", von oben nach unten: Sonne, Kraftwerk und Kirche. Aber nur eine ist echt. Zwei mal dürft ihr raten ...

Donnerstag, 20. August 2009

Beim statistischen Bundesamt

hier, entdeckte ich diese Grafik:
Die Geburten pro Frau haben sich also seit 1993 nicht nennenswert verändert bzw. in den "neuen Bundesländern" zugenommen. Klickt man das Bild an, ergibt sich ein Diagramm über einen deutlich längeren Zeitraum:
Deutlich zu erkennen: Der "Pillenknick" Mitte der 60-er Jahre. Seit 1972 waren Schwangerschaftsabbrüche in der ehemaligen DDR legal - hier knickt die (hellere) Kurve noch einmal deutlich ab.
In der ehemaligen DDR gab es wegen der rückläufigen Geburtenentwicklung in den 1970er Jahren umfangreiche staatliche Fördermaßnahmen für Familien mit Kindern. Diese führten zunächst zu höheren Geburtenzahlen vom Ende der 1970er bis Mitte der 1980er Jahre. Dann ging auch hier die Zahl der Geburten allmählich wieder zurück. (Quelle)
In den alten Ländern gab es ab 1976 die sogenannte "Indikationsregelung" und ab 1993 die "Beratungsregelung". Die rechtliche Regelung musste nach der Wiedervereinigung 1989 überarbeitet werden, um einheitliches Recht zu schaffen. Die derzeit geltende Rechtslage besteht daher erst seit 1993. Um den lebensschützenden Effekt der Beratung zu überprüfen, mussten alle Schwangerschaftsabbrüche dem statistischen Bundesamt gemeldet werden - "brauchbare" Daten liegen seit 1996 vor (Abbrüche im Ausland z. B. werden nicht erfasst). Mit diesen Daten habe ich mal selber eine Kurve gebastelt:
Sämtliche Daten beziehen sich auf ganz Deutschland - auch vor der Wiedervereinigung. Der Verlauf der blauen Kurve (lebend geborene Kinder) sieht etwas anders aus, weil ich bei meiner Quelle nicht für jedes Jahr einen Wert gefunden habe. Die "Lücke" in der blauen Kurve zeigt die Wiedervereinigung - und markiert gleichzeitig den Zeitpunkt, ab dem mir jährliche Daten vorliegen.

Im Vergleich zu den oberen (amtlichen) Kurven sinken meine ab: Denn ich habe absolute Zahlen verwendet, und nicht die Werte pro Frau. Heißt: Wenn die Zahl der Frauen "im gebärfähigen Alter" zwischen 15 und 40 abnimmt, nimmt auch die Zahl der Geburten ab.

Die Zahl der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche geht zwar leicht zurück (Verlauf der roten Kurve) - würde man aberdie Zahl der Schwangerschaftsabbrüche pro Frau berechnen, ergäbe sich ein Anstieg. Und vergleicht man die Anzahl der Lebendgeborenen plus der abgetriebenen Kinder, so ergibt sich für 1996 ein ähnlicher Wert wie Anfang der 70-er.

Mittwoch, 19. August 2009

Umzug

Da bei meinem (bisherigen) Blog die Kommentarfunktion nicht funktioniert, zieht jetzt alles um - hierher:
http://das-mariechen.blogspot.com/

Sonntag, 16. August 2009

Was Jesus nicht sagte:


(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Johannes 6,51-58.
Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.
Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht eßt und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich ißt, durch mich leben.
Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit.

Samstag, 15. August 2009

Warum sind Sie gegen Abtreibung?

Das wurde ich neulich gefragt. Und ich fand keine Antwort - denn es waren derart viele Antwortmöglichkeiten, die mir durch den Kopf schossen, dass ich mich kaum entscheiden konnte. Dann habe ich - ziemlich platt und wenig überzeugend - was von "Recht auf Leben" dahergeschwatzt. Au weia. Warum fällt es mir nur so schwer, Farbe zu bekennen?

Dass für mich als Katholik das Gebot "Du sollst nicht töten" gilt, wäre schon ein besseres Zeugnis gewesen. Aber das ist auch nur ein Aspekt. Mein "warum" liegt in meiner eigenen Vergangenheit.

Ich hatte eine Freundin aus den Augen verloren, die nach der 10. Klasse die Schule verlassen hatte; ich nenne sie mal Mia. Als ich bei ihrer Familie anrief, hieß es nur "Die ist nicht da." Dabei habe ich mir nichts weiter gedacht. Eine Weile später fragte ich eine Bekannte, die im selben Stadtteil wohnte, nach Mia. Antwort: "Die wohnt nicht mehr hier." Ein neuerlicher Anruf bei den Eltern. "Mia ist in der Klinik", hieß es da. In welcher? Kann ich sie besuchen? Nein, Besuche nicht erlaubt, weitere Fragen offensichtlich unerwünscht. Kann ich wohl nichts machen, dachte ich mir und habe nicht weiter darüber nachgedacht.

Zufällig traf ich Monate später eine gemeinsame Bekannte, und wir kamen ins Plaudern (oder sollte ich besser sagen: Tratschen?); das Gespräch kam irgendwann auf Mia. Sie sei völlig durchgedreht, habe versucht, jemanden umzubringen und sei jetzt in der "geschlossenen", so erfuhr ich.
Das passte überhaupt nicht zu dem, wie ich Mia in Erinnerung hatte. Das konnte nicht sein. Mit diesen "Hintergrundinformationen" wollte ich mich auch nicht an die Eltern wenden "Sagen Sie mal, hat Ihre Tochter wirklich versucht, jemanden zu töten?" Unmöglich.

Irgendwann sagte eine gemeinsame Bekannte mir, Mia sei tot - Selbstmord durch Drogen. Warum? Was sie (in Andeutungen) erzählte, hat mir sehr zu schaffen gemacht. Warum habe ich mich nicht stärker bemüht, den Kontakt mit Mia zu halten? Hätte ich ihr helfen können? Hatte ich als Freundin nicht völlig versagt? War ich nicht mit schuldig an ihrem Tod?

Ohne nun genau zu wissen, was wirklich geschehen ist (ich weiß es bis heute nicht), habe ich mir damals einiges von der Seele geschrieben:

Brand in der A.-Straße
Gestern mußte die Feuerwehr in die A.-Straße ausrücken; Nachbarn hatten bemerkt, daß Qualm aus einem der Fenster drang. Nach nur einer Stunde hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Zwei Frauen, 42 und 17 Jahre alt, beide Bewohnerinnen des Hauses, konnten verletzt geborgen werden. Die Brandursache war vermutlich ein Selbstmordversuch der 17-jährigen.

Mörderin
(Tagebuchnotizen der G.; psychiatrische Landesklinik, geschlossene Abteilung)

Ich hatte ein Kind. Es ist tot. Ich habe es töten lassen. Ich habe es umgebracht. Warum? Weil sein Vater es so wollte, der Feigling. Schwanger? Er will kein Kind, und mich auch nicht mehr, zum schlucken zu blöde, dumme Kuh. Tot. Weil meine El­tern es wollten, diese Spießer. Mensch Mädchen, deine Zukunft, die Schule, dein Studium, du bist doch selber noch fast ein Kind, das Gerede, die Leute, Dein guter Ruf! Und was wollte ich? Weiß nicht. Sie haben mich überrollt. Druck gemacht. An die Wand gequatscht. Zugesülzt, die reinste Gehirnwäsche. Was wollte ich? Wollte ich was? Totales Durcheinander, nichts mehr auf die Reihe gekriegt, war froh, dass die anderen entschieden haben: Abtreibung.

Ich kann und will nicht mehr. Ich habe mein Kind getötet. Umbringen lassen. Zukunft, Ausbil­dung, selbst noch Kind sein? Vergiss es. Ich habe die Nase voll, alles Heuchelei. Ich mach mir nichts mehr vor. Ich habe erst kapiert, was abgegangen ist, als mein Kind schon tot war: Ich sollte es nicht sehen, sie wollten es mir nicht zeigen. In einer Stahlschüssel, zerfetzt, zerrissen, ein blutiger Klumpen, aber ein­deutig ein kleiner Mensch. Ermordet. Mein Baby. Kein Baby mehr. Tot. Und ich bin schuld. Ich habe es zugelassen. Warum lebe ich noch? Warum leben die noch?


Sonntag, 9. August 2009

Was Jesus nie dachte:


(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Johannes 6,41-51.
Da murrten die Juden gegen ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
Und sie sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen?
Jesus sagte zu ihnen: Murrt nicht! Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens.
Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.
So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon ißt, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.

Freitag, 7. August 2009

Ferienzeit - Urlaubszeit

Für rund zwei Wochen bin ich jetzt weg vom Fenster bzw. Rechner und verabschiede mich nun vorübergehend - zu Urlaubszwecken. Allen meinen Lesern wünsche ich einen gesegneten Festtag (Mariae Himmelfahrt am 15.08.)!

Mittwoch, 5. August 2009

gefunden?

Einen weiteren katholischen Blogger, der mit mir ziemlich auf einer Linie zu liegen scheint, habe ich gefunden: Benedikt. Er wird gleich in meiner Linkliste landen. Ich wüßt' ja gern, ob es sich um einen alten Bekannten handelt. Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen - schaffe es dummerweise hier aber nicht, die Kommentarfunktion zu aktiveren.

Im verlinkten Forum bin ich jedenfalls als "Magdalene" per PN zu erreichen.

Sonntag, 2. August 2009

Gebetsinitiative zum Priesterjahr

Im Diskussionsforum wurde die Idee eines Gebetszettels zum Priesterjahr geboren.
Die Umsetzung erfolgte im Gebetsnetz
Und so sieht der Gebetszettel aus:
Wer ihn bestellen möchte, findet ihn bei http://popesown.de/

Deutliche Worte

fand ich in der gestrigen Zeitung (aus Gründen des Urheberrechts gekürzt).
Joachim Kardinal Meisner
Das Recht der Kinder zählt nicht

Neuerdings wird wieder einmal das Adoptionsrecht für homosexuelle Lebensgemeinschaften zum Thema gemacht, diesmal von der SPD. Dieses Thema wird regelmäßig als eines der letzten Hindernisse beim Kampf gegen die Diskriminierung von homosexuell orientierten Menschen genannt. Nun ist auch die katholische Kirche gegen jede Diskriminierung von homosexuellen Menschen. Der Katechismus betont dies ausdrücklich.

Doch beim Adoptionsrecht geht es nicht um die Rechte hetero- oder homosexueller Paare. Beim Adoptionsrecht geht es ausschließlich um das Recht und das Wohl der betroffenen Kinder. Das gilt besonders deshalb, weil diese Kinder ganz ohne eigenes Verschulden anderen Kindern gegenüber benachteiligt sind, weil sie nicht in einer natürlichen Familie mit ihrer eigenen Mutter und ihrem eigenen Vater aufwachsen können.

[...]

In der derzeitigen Debatte über das Adoptionsrecht redet man aber nicht vom Recht des Kindes, sondern immer nur vom Recht - homosexueller - Erwachsener. Und genau das ist das Problem. In vielen Bereichen leben die heutigen Erwachsenen inzwischen auf Kosten künftiger Generationen, vor allem der jetzt lebenden Kinder. [...] Und nun versucht man auch, das Wohl der zu adoptierenden Kinder - politically correct - dem Wahlstimmenfang zu opfern.

Die Debatte um das Adoptionsrecht muss aber als Debatte über die Rechte der Kinder geführt werden. Die Kirche steht hier eindeutig auf Seiten der Kinder.

Danke, Eminenz!

Samstag, 1. August 2009

Was Jesus nicht sagte:


Passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Johannes 6,24-35.

Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?
Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.
Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?
Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat.
Sie entgegneten ihm: Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du?
Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.
Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot!
Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

FÜSSCHEN-KAMPAGNE: MARSCH FÜR DAS LEBEN FÜSSCHEN 10 WOCHEN NACH DER EMPFÄNGNIS

Was Jesus auch nicht sagte: