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Dienstag, 9. Juni 2020

Schwierige Zeiten

Fronleichnamsprozessionen sind verboten. In unserem Dorf wird es daher einen Segensgang mit dem Allerheiligsten geben, mit einem Eucharistischen Segen im "oberen Ortsteil" und einem im "unteren Ortsteil". Der Diakon mit dem HERRN und zwei Ministranten (Geschwister) mit ihren Eltern.
Das ist wenig - traurig - aber besser als Nichts. Und es ist verantwortungsvoll. Manche unserer treuesten Gottesdienstbesucher können weder mit "Maske" noch mit "social distance" umgehen, gerade beim Singen oder Beten in der Messe wird die Maske heruntergenommen. Spricht man sie nach der Messe darauf an, sind sie "taub" - es hat keinen Effekt. Auch mahnende Worte des Zelebranten nutzen nichts.

Schön finde ich dann solche Ideen, wie sie hier auf der Internet-Präsenz unseres Bistums vorgestellt werden (Quelle):
"ab dem Fronleichnamstag am Donnerstag, 11. Juni, bis einschließlich Sonntag, 14. Juni, werden in ganz Lengfeld Impulszettel mit spirituellen Texten, kleinen Geschichten und Denkanstößen hängen. Bislang sind nahezu 180 Stationen im Ort geplant. Erkennbar sind sie an gelb-weißen Fähnchen. Rund um die Kirche Sankt Lioba und das Ökumenische Zentrum wird es auch Stationen speziell für Familien mit Kindern geben."
Allerdings finde ich denSchlusssatz einfach nur doof (wenn ich nicht Synkretismus unterstelle):
"Die Menschen sind zudem eingeladen, [...] aus Blüten und Naturmaterialien Mandala auf dem Gehweg zu gestalten."
Ein Mandala ist ein buddhistisches Meditationsbild. Gemeint war vermutlich eher sowas:

Dienstag, 12. Mai 2020

Außen

Außen an der Kirche hängt jetzt ein neues Informationsblatt:
Das ist doch deutlich sympathischer.
Und wir dürfen wieder Gottesdienste feiern. Aber nur ohne Eucharistie. Das einzige, was gestattet ist, ist eucharistische Anbetung.
Der Ministerpräsident hat Gottesdienste - auch die Heilige Messe - wieder erlaubt. Aber der Bischof, mein Bischof nicht.
Enttäuschung, Trauer, Zorn. "Christenverfolgung" würde ich es nicht nennen - aber es steht ein seltsames Eucharistie-Verständnis dahinter, wenn seine Exzellenz begründet:
"Aber genau deshalb, weil sie solch ein hohes Gut ist, ist sie auch zu schützen. Denn als Bischof geht es mir um die Bewahrung der Feiergestalt der Eucharistie. Wenn in der  Feier  der  Eucharistie  nur  der  Priester  kommuniziert,  die  anwesenden  Gläubigen aber  vom  Empfang  der  Kommunion  ausgeschlossen  sind,  legt  es  sich  nahe,  keine öffentlichen Eucharistiefeiern anzubieten."
Den Begriff "Feiergestalt" habe ich recherchiert - kannte ich nicht. Scheint auch irgendwie ziemlich selten zu sein. "Opfer", "Gedächtnis" oder "Auferstehung" kam in dem Zusammenhang nicht vor. Nur "Mahl".

Und das habe ich gefunden (Quelle):
"In der Liturgie "vollzieht sich das Werk unserer Erlösung" (Zweites Vatikanisches Konzil, Sacrosanctum Concilium, 2). Wie Christus vom Vater gesandt ist, so hat er selbst die Apostel gesandt, um die Erlösung zu verkünden und um "das von ihnen verkündete Heilswerk zu vollziehen durch Opfer und Sakrament, um die das ganze liturgische Leben kreist“ (ebd., 6)."
Die eigentliche Bedeutung ist doch: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit“.

Das Opfer Christi und die daraus folgende Erlösung, die Verheißung der Auferstehung, all das fehlt. In der Christus-Biographie von Joseph Ratzinger (papa emeritus) heißt es, dass der "Mahl"-Charakter der Eucharistie schon in der Urkirche verschwand; erst mit der Reformation wieder aufgetaucht sei.

Und nun hat der Bischof verfügt, wegen des "Mahl"-Charakters nur nicht-öffentliche Eucharistiefeiern zuzulassen ... ich könnt' heulen. Die Regensburger Lösung, auf die Kommunionspendung zu verzichten, aber öffentliche Eucharistiefeiern zuzulassen, gewährt den Gläubigen die Hilfe, die sie gerade in dieser Zeit benötigen.

Ich hab' gut Reden - unsere Priester lassen mich gelegentlich an ihren nicht-öffentlichen Messen teilnehmen. Aber die meisten anderen, die nicht als Pfarrgemeinderatsmitglied ein "Repräsentant" der Gemeinde sind oder schlicht zu bescheiden sind, unsere Priester darum zu bitten - die sind außen vor.

Ich hoffe, dass Bischof Franz von Würzburg bald anders entscheidet.

Montag, 13. April 2020

Innen?

Der Himmel weint. De Aushang an der Kirchtüre ist ganz nass getropft.


Ich krieg' die Krise! "Liebe Gottesdienstbesucher*Innen"
Total falsch. Alles total falsch.
  • Gottesdienst? Ist doch alles abgesagt ... kein gemeinsamer Rosenkranz, keine Heilige Messe, kein Kreuzweg, keine Wallfahrtsandachten ... kann man also gar nicht "besuchen" und schon gar nicht feiern. Es ist zum Heulen.
  • * Stern? Seit wann ist * das Zeichen für katholisch? christlich? Nein, das richtige Zeichen ist das Kreuz.
  • Innen, Hä? Das Ganze Pamphlet ist doch ein einziger Rausschmiss. Nix "innen" - draußen sind wir, angewiesen auf "streaming", Fernseh-Gottesdienste, Notbehelfe. 
  • Das erste Wort "Liebe" ist ergo auch gelogen: liebloser als so geht's kaum.
Ergebnis: Gottesdienstbesuch-Kreuz-Außen. Und nicht mal mehr das stimmt: Seit einem Sturm im August hat dieser Kirchturm nicht mal mehr ein Kreuz, und die im Sturm zu Bruch Fensterscheiben sind mit Brettern und Klebeband notdürftig geflickt. Es ist zum Heulen, ich weine mit dem Himmel mit.

Achso, das "*Innen" nennt sich "gendergerecht" - dazu hatte sich Papst Franziskus doch erst vor einem Jahr sehr ablehnend geäußert; LINK."gender" spricht man "schänder" aus. Ja, es sind Sprach-Schänder, die diesen Sternchen-Blödsinn machen. Gibt es weltweit einen einzigen Menschen, der dadurch besser behandelt wird, wenn man die Sprache mit Sternchen und Großbuchstaben im Inneren eines Wortes verschandelt? Wie soll man so einen Mist laut lesen? Kirchenbesucher-stern-groß-innen - da möchte ich am liebsten laut schreiend wegrennen!

Ich habe es schon als Jugendliche verabscheut, wenn man mich als "Christin" bezeichnet hat. Standard-Antwort: "Nein, bin ich nicht, Kristin ist die Freundin vom Rainer, ich bin Mariechen!"  Zugegeben, das ist albern. Aber noch alberner finde ich es, wenn Apostelbriefe bewusst falsch übersetzt werden "Liebe Schwestern und Brüder" - das hat Petrus definitiv so nicht geschrieben. Nur - das werde ich so bald in dieser Kirche nicht mehr hören. Mit vier Ausrufungszeichen der Rausschmiss "bis vorerst 20. April".

Hat die bayerische Staatsregierung überhaupt das Recht "private Gebetskreise" zu untersagen? Und welcher Trampel hat das so allgemein formuliert, dass man meinen könnte, das Verbot stamme vom Pfarrer und nicht vom Ministerpräsidenten bzw. vom Bischof, der das alles abgenickt hat? Unsere Priester hätten so ein Verbot sicherlich nicht so restriktiv gehandhabt - die leiden selbst drunter. Abgesehen davon: Das Tischgebet im Kreise der Familie ist auch ein "privater Gebetskreis" - das zu "untersagen" ist absurd. Sicher müssen unsere Priester dem Bischof gehorsam sein. Und seine Exzellenz sollte Diener der Kirche sein - und die bedarf der Sakramente. Ich bin mal gespannt, wie der Bischof es unserem HERRN erklären will, dass er die Gemeinde von den Sakramenten trennt.

Nächster Satz: Soviel der Verfasser dieses "Schänder"-Plakates auch um Verständnis bittet - bittet man neuerdings mit Ausrufungszeichen? - meines bekommt er nicht.

Jetzt noch zum letzten Absatz: Natürlich sehe ich es ein, dass ich als Christ-Kreuz-Außen Verantwortung trage (nicht "habe") - aber wo bleibt die Verantwortung der bischöflichen Hirten für das Seelenheil ihrer Schäfchen? Der Metzger, wo auf 4 m² Verkaufsraum zwei Kunden stehen, ist "systemrelevant" - aber der werktägliche Rosenkranz, wo sich 10 bis 15 Personen im mehrere hundert m² großen Kirchenschiff verlieren, ist so brandgefährlich, dass man ihn unbedingt unterbinden muss, Sakramentenempfang sowieso, alles klar. Aber Hauptsache, in "inklusiver" und "gendergerechter" Sprache.

Es geht auch anders:
Danke dafür.

Samstag, 1. Juni 2019

Statistiken

Eben habe ich bei "destatis" vorbeigeschaut. Die Abtreibungszahlen für das erste Quartal 2019 sind noch nicht veröffentlicht, wohl aber die Gesamtzahl für 2018: Es waren 100.986; wobei die Statistik nie alle Fälle erfasst, die Zahl also immer zu niedrig angegeben wird.

100.986, das sind rund 2,3 % mehr als 2016, wo die Zahl der Abtreibungen mit 98.721 angegeben wird. Warum 2016 als Vergleich? Für 2016 sind die "normalen" Sterbestatistiken - also die der geborenen Menschen - bereits veröffentlicht; es gab 910.902 Sterbefälle.

Geboren: 10-fache Lebenswahrscheinlichkeit!

Bei insgesamt rund einer Million Tode (geborene und ungeborene Menschen) wird also jeder zehnte Tod (genauer gerechnet: 9,78 %) durch eine Abtreibung verursacht. Durch "Transportmittelunfälle" starben 3.547 Personen, durch Gift 947 Personen und durch "tätlichen Angriff" nur 372 Personen. Der Tod durch Abtreibung ist also rund 28 Mal häufiger als ein Tod durch Verkehrsunfall; mehr als 100 Mal häufiger als eine Vergiftung und mehr als 265 mal häufiger als Mord und Totschlag.
(Bildquelle)

Freitag, 24. Mai 2019

Vermeidbare Tragödien

Aachen, 1968. Viel Zeit habe ich auf dem großen Spielplatz Ecke Brabantstraße - Luisenstraße verbracht. Es gab da einen Rollschuhplatz mit einem Geländer drumherum, auf dem ich oft gesessen habe. Man konnte von dort aus in einen benachbarten Hof schauen. Dort war - ebenfalls ein Spielplatz. Von unserem "erlaubten", öffentlichen, durch einen hohen Zaun mit scharfkantigen Spitzen am oberen Ende getrennt, vielleicht auch mit Stacheldraht, so genau weiß ich das nicht mehr. Hinüberklettern war jedenfalls strengstens verboten.

Dieser andere Spielplatz war nicht für uns, Der war für "die Bekloppten" und für die "Krüppel" - so die Sprechweise auf dem "erlaubten" Spielplatz. von der Straße aus führte ein Torweg dorthin; ein schmales Blechschild zeigte ein Mädchen mit einem Faltenrock; im Rücken die große Hand eines Erwachsenen. "Lebenshilfe" stand darunter. Eine eigenartige Faszination ging für mich von diesem verbotenen Spielplatz und seinen Kindern aus.

Einmal saß ich wieder auf dem Geländer und war damit beschäftigt, hinüber zu schauen und einen Kranz aus lauter Gänseblümchen zu flechten, da sprach mich ein Mädchen an. Eine von den "Bekloppten" - heute würde man wohl sagen, ein Kind mit Down-Syndrom; damals hieß das noch "mongoloid". Sie wollte auch ein paar Blumen - hinter dem Zaun war die Wiese gemäht, da wuchsen keine. Sie bekam welche. Gänseblümchen, Klee, Löwenzahn .... Das war der Anfang. Sie hieß Luise.

Im Laufe der Zeit lernte ich mehr Kinder von der "anderen Seite" kennen. Andi, eigentlich Andreas, hatte keine richtigen Arme, die Hände fingen fast direkt an der Schulter an. Trotzdem konnte er eine Schleife binden oder Blumen flechten - mit den Füßen. Und er konnte erzählen. Von Blumen, Ameisen und Schmetterlingen, Märchen, Geschichten, ausgedachte oder nacherzählte. Jeden Tag mit schönem Wetter saß ich nun unter dem Gebüsch am Zaun und wir redeten. Mittags wartete Andi, bis ich aus der Schule kam. Er ging nicht in die Schule. Bei schlechtem Wetter durften Andi und die anderen nicht raus. Ich schon - das war egal, ich war ja ein Schlüsselkind und niemand achtete tagsüber darauf, ob ich nachmittags nun drinnen oder draußen war.

Nach einer längeren Regenphase war dann der "andere" Spielplatz wieder bevölkert - aber Andi war nicht da. Luise erzählte mir, er sei im Krankenhaus. Einige Tage später berichtete sie, Andi sei jetzt im Himmel. Immer noch habe ich Luises Worte im Kopf: "Hör auf flennen. Geh du auch Himmel." Kurze Zeit danach sind wir umgezogen, in einen anderen Stadtteil, weit weg von dem Spielplatz.

Andi war ein "Contergan-Kind". Die Fehlbildung seiner Arme wurde durch "Contergan", ein Medikament mit dem Wirkstoff Thalidomid verursacht, das seine Mutter während der Schwangerschaft eingenommen hatte. Heute kennt man die schädigende Wirkung - und dennoch werden immer wieder "Contergan-Kinder" geboren. Denn der Wirkstoff wird z. B. als Lepra-Medikament in Südamerika eingesetzt.

Da die Rate der Analphabeten dort  in manchen Bevölkerungsschichten hoch ist, missverstehen viele Frauen das Etikett mit einer durchgestrichenen schwangeren Frau auf der Verpackung als Antibabypille oder "Pille danach". Dadurch gibt es immer wieder in Südamerika schwer fehlgebildeter Kinder - auch heute noch; wenn die Medikamente unkontrolliert weitergegeben werden, wie ich von einer Pharmazie-Studentin erfahren habe.

Was tun? Bei Misereor oder Adveniat gibt es beispielsweise Projekte, die sich Bildung und Alphabetisierung in Südamerika zum Ziel gesetzt haben.


Mittwoch, 8. Mai 2019

Asia Bibi hat Pakistan verlassen

und sie ist in Kanada angekommen. Hoffentlich findet sie dort Frieden, gemeinsam mit ihrer Familie. Doch es sind noch viele Christen wegen "Blasphemie" in pakistanischen Gefängnissen. Und auch in anderen Teilen der Welt gibt es Christenverfolgung, nicht nur in Asien.
(Bild: St. Sebastian, Sri Lanka, am Ostermorgen)

Beten wir für die verfolgte Kiche.
Immer noch habe ich die Bilder im Kopf, wie das Meer sich rot färbt, als die 21 koptischen Christen in Libyen ermordet wurden. Von der facebook-Seite von Sabatina James:

 "Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche!" - Tertullian 

Die radikalen Muslime schickten uns durch die grausame Hinrichtung der Christen eine ins Blut geschriebene Nachricht an die Nation des Kreuzes. Wir schicken somit eine mit Furchtlosigkeit geschriebene Nachricht an die Nation des islamischen Hasses: Wo immer ihr Christen wegen ihres Glaubens tötet, werden Tausende neue Christusnachfolger entstehen! Denn das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche! Jesus Christus ist unser Glaube! Die gegenwärtige Welt ist unsere Pilgerschaft und der Himmel unser zu Hause! Wir haben keine Angst! Wir sind Christen!

Heilige Märtyrer, bittet für uns!

Donnerstag, 4. April 2019

Kreuz

Nachdem im Großraumbüro meiner Arbeitsstätte schon ein Kreuz an der Wand hängt (jenes, das mein Sohn zur Erstkommunion bekam und nicht mitgenommen hat, als er ausgezogen ist), hängt jetzt auch ein Kreuz im Labor. Eigentlich ein Kruzifix, ca. 30 cm hoch, aus Holz, mit einem metallenen Korpus, es ist kaum zu übersehen. Es stammt aus dem Schlafzimmer meiner Großmutter, ist also auch ein Stück Kindheit für mich. Nach ihrem Tod hat meine Patin den Raum als Gästezimmer genutzt - wie oft habe ich unter diesem Kreuz übernachtet!

Und jetzt begleitet es meine Arbeit. Keiner von meinen Kollegen nutzt dieses Labor. Dennoch ist dieses Kreuz jetzt zu einem Stein des Anstoßes geworden. Schade, dass ich nicht da war; eine Kollegin hat mir berichtet. Wir hatten eine Delegation aus Dänemark zu Besuch - die empfanden es als Zumutung, mit Blick auf ein solches Kruzifix arbeiten zu müssen; erst Recht im Hinblick auf die Kundschaft, die sich dadurch in ihrer Religionsfreiheit beeinträchtigt fühlen könne.
Von meiner Kundschaft hat sich allerdings noch keiner darüber beschwert - die Resonanz war teils positiv, teils überrascht. Und Neukunden, die nehmen den "status quo" einfach hin: "Isso".

Dienstag, 22. Oktober 2013

Gott sei Dank!

Eben erreicht mich eine Pressemitteilung per Mail:

Münster, den 22.10.13

Positives Signal aus dem Europaparlament

Umstrittener Estrela-Bericht zu „Sexuellen und reproduktiven Rechten und Gesundheit“ wird heute überraschend eindeutig vom Europaparlament zurückgewiesen

Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr nimmt dazu in Münster Stellung:

„Nach einer sehr lebhaften und kontroversen Plenarsitzung wurde heute der Estrela-Bericht mit einer Mehrheit von 351 zu 319 (bei 18 Enthaltungen) seitens der Europa-Abgeordneten in den federführenden Frauen-Ausschuss zurückverwiesen. Damit bewiesen die EU-Abgeordneten, dass die Beschlussvorlage des Berichtes unter der Leitung der portugiesischen Abgeordneten Estrela in der jetzigen inhaltlichen Gestaltung einer Abstimmung durch das Plenum unwürdig ist. Frau Estrela und ihre Mitstreiter zeigten sich von dieser unerwarteten Niederlage mehr als überrascht.
Durch ein klares, kritisches Votum zeichneten sich erfreulicherweise die CDU/CSU-Abgeordneten aus, denen wir dafür sehr danken.

Familien- und Lebensschutzinitiativen in allen EU-Mitgliedsstaaten hatten massiv gegen die Berichtsvorlage protestiert. Unter anderem waren Vertreter der EU-Bürgerinitiative „On of us“ und auch Mitglieder der Christdemokraten für das Leben gestern in Straßburg vor dem Parlament mit einer unüberhörbaren Demonstration aktiv. Diese europaweiten, spontanen Proteste und die schnelle Aufklärung über die tatsächlichen Inhalte des Berichtes zeigen nun erste Wirkung. Der Frauenausschuss muss sich nun erneut mit diesem Bericht beschäftigen.
Die Annahme eines neuen Berichts wird nun unwahrscheinlicher,  Ende Mai 2014 wird ein neues Parlament gewählt.
Den Ausschuss-Mitgliedern bleibt auch freigestellt, die Aussetzung der Prozedur bis auf weiteres zu entscheiden, also den Bericht in dieser Legislaturperiode nicht mehr weiterzuverfolgen.  

Das ganze Procedere sowie der Inhalt des EU-Berichts stellt den Versuch dar, politischen Druck zur Anerkennung eines "Rechts auf Abtreibung" aufzubauen.  Darüber kritisch aufzuklären und dafür neue Sensibilität in die Öffentlichkeit und das Parlament zu tragen, ist unser erstes gemeinsames Protestziel gewesen. In dieser Richtung werden wir weiter mit allen in Europa zusammenarbeiten, denen der Schutz der Familie, der Kinder und der Ungeborenen besonders am Herzen liegt.“

Anbei finden Sie einige Impressionen vom Protest am 22.10. 2013 in Straßburg.

http://charismatismus.wordpress.com/2013/10/21/foto-bericht-blitz-demo-pro-e
lternrecht-und-lebensschutz-in-strasburg/
 

+++++++++

 
Mit freundlichen Grüßen

Odila Carbanje

CDL - Christdemokraten für das Leben


Montag, 21. Oktober 2013

Und wieder eine Mail zum Estrela-Bericht

Heute in der Mailbox:
 Guten Tag,
vielen Dank für die Zusendung Ihrer Email bezüglich des Berichts über sexuelle und reproduktive Rechte, welcher am Dienstag, 22. Oktober 2013 im Plenum abgestimmt werden soll. Die CDU/CSU-Gruppe unterstützt den Zugang zu Informationen, auch im Bereich der Familienplanung (z.B. Verhütung) und zum Schutz der Gesundheit von Säuglingen, Kindern und Müttern, spricht sich jedoch klar gegen ein Recht auf Abtreibung aus. Ich habe in der Fraktion eine namentliche Abstimmung zum Bericht gefordert. Die EVP-Fraktion hat sich bereits in der letzten Woche für eine Ablehnung des gesamten Berichts ausgesprochen.

Mit freundlichen Grüßen

Christa Klaß

___________________________________
Christa Klaß
Europaabgeordnete der Region Trier
Das klingt ja schon recht vielversprechend. Allerdings hat das Europaparlament 766 Abgeordnete, zur EVP gehören 275, also etwas mehr als ein Drittel. Das reicht noch nicht! Hoffentlich kann der Gegenentwurf überzeugen.

Beten wir - für unsere Kinder.

Donnerstag, 12. September 2013

Grundgesetz-Verstoß

Artikel 6 

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

Und was kann man hier lesen?

Einer Familie werden die Kinder weggenommen, weil sie ihre Vorstellung von Erziehung umsetzen. Die Kinder werden nicht misshandelt und sind in keiner Weise verwahrlost. Nein, sie besuchen nur keine Schule, sondern sie lernen zu Hause.

Und jetzt wurden die Kinder gewaltsam aus einer liebevollen, fürsorgenden Familie gerissen: Schulpflicht!

Mir hat man man beigebracht, dass es "höherrangige" und nachgeordnete Gesetze und Vorschriften gibt. "Bundesrecht bricht Landesrecht".  Und die Schulpflicht - die übrigens erst unter Hitler in Deutschland eingeführt wurde - ist Landesrecht. Und unser Grundgesetz ist sicherlich Bundesrecht.

Das Ganze ist also rechtswidrig - aber vor Allem ganz gewiss zum Nachteil der Kinder.

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Donnerstag, 6. September 2012

Who cares?

Es knistert mal wieder im Blätterwald. Nein, es ist kein Rascheln, und erst recht kein Rauschen. Ich hoffe jedenfalls, dass es dabei bleibt - dass die weltkirchlichen Folgen ähnlich unbedeutend bleiben mögen wie die des "Kirchenvolksbegehrens".  Worum geht es? Um ein Papier mit dem Titel "Ökumene jetzt: ein Gott, ein Glaube, eine Kirche"
Worum geht es? Zunächst einmal um die durch Luther verursachte Kirchenspaltung; Zitat:
Martin Luther wollte die Kirche erneuern, nicht spalten. Er wollte die Einheit der Kirche[...] Dennoch kam es zur Kirchentrennung. Es gab gravierende Differenzen und Missverständnisse, aber die Spaltung hatte nicht nur theologische, sondern auch handfeste politische Gründe: Nicht die Glaubensüberzeugung führte dazu, dass man evangelisch oder römisch-katholisch wurde, sondern der Wohnsitz. Die Herrscher einer Region bestimmten die Konfession ihrer Einwohner.
Wenn also der Einfluss der Politik mit ursächlich für die Trennung war, sollte die Forderung - logischerweise - lauten, dass sich die Politik aus Kirchenangelegenheiten heraus halten möge. Aber dieser Gedanke wird überhaupt nicht erwogen. Stattdessen sind es hier mehrheitlich Politiker, die von sich sagen schreiben (Zitat): "und wir wollen alles tun, dass [...] nicht alles so bleibt, wie es vorher war." Das Anliegen lautet:
Wir wollen nicht Versöhnung bei Fortbestehen der Trennung, sondern gelebte Einheit im Bewusstsein historisch gewachsener Vielfalt.
Heute ist die Kirchenspaltung politisch weder gewollt noch begründet.
Sie wollen also nicht Versöhnung sondern Einheit. Der Begriff "Versöhnung" hat durchaus biblische Anklänge - das Gleichnis vom verlorenen Sohn, der reumütig zum vergebenden Vater zurückkehrt (Lukas 15,11-32). DAS also ist nicht gewünscht. Und warum? Weil's POLITISCH nicht gewollt ist. Die Kirche? Die wird nicht gefragt. Die Kirche hat sich also dem Willen der Politik unterzuordnen? Nachtigall, ick hör' dir trapsen ...

 Wie geht "gelebte Einheit" ohne "Versöhnung"? So wie eine deutsche Einheit mit "Mauer in den Köpfen", "Besser-Wessis" und "Opfer-Ossis"? Oder soll jetzt "Misereor" (katholisch) mit "Brot für die Welt" (evangelisch) fusionieren? Läuft die gewünschte Einheit auf Gleichmacherei hinaus - Einheitsbrei statt Identität und Authentizität? Was nun wirklich "politisch gewollt" ist, bleibt ungesagt - lässt aber durchaus breiten Raum für Spekulation. Die Aufforderung an die Gemeinden "kirchliches Leben miteinander zu gestalten, Räume gemeinsam zu nutzen und die organisatorische Einheit anzustreben" funktioniert in der Realität allerdings nicht so ohne weiteres.

Und weiter geht's im Text:
Reichen theologische Gründe, institutionelle Gewohnheiten, kirchliche und kulturelle Traditionen aus, um die Kirchenspaltung fortzusetzen? Das glauben wir nicht.
"Das glauben wir nicht." Ah ja. Und nach dem Glauben der Kirche wird hier gar nicht gefragt - der wird als "theologischer Grund" beiseite gewischt, irgendwo auf einer Ebene mit "Gewohnheit" und "Tradition" über Bord geworfen.  Und nein, keine Kirche oder kirchliche Gemeinschaft will die Spaltung fortsetzen - schon die bestehenden Kirchenspaltungen sind ein Ärgernis. Aber wenn sich die Damen und Herren Politiker weiter so ins Zeug legen, werden sie es vielleicht doch erreichen, ein weiteres  Splittergrüppchen zu schaffen: Eine deutsch-ökumenische politisch-gewollte Gemeindekirche. Yeah. Politische Gründe reichen, um die Zersplitterung fortzusetzen. Vorbild China?

Nein. So nicht. Ökumene braucht weder Politiker, noch Unterschriftslisten, sondern unser Gebet.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Aus den heutigen Schrifttexten

Ich will meinen glühenden Zorn nicht vollstrecken und Efraim nicht noch einmal vernichten. Denn ich bin Gott, nicht ein Mensch, der Heilige in deiner Mitte. Darum komme ich nicht in der Hitze des Zorns.(Lesung, Hosea 11)

Wenn man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, dann geht weg, und schüttelt den Staub von euren Füßen.
Amen, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.
(Evangelium, Mt 10)

Berg kreißte und gebar - nein, keine Maus, sondern Gift und Galle. Und die Eifeler Presseagentur sortiert die "Titanic" unter dem Oberbegriff "Müll" ein.

Manches muss gesagt werden - aber nicht unbedingt von jedem. Andere können das besser als ich.Und es bekommt meiner Magenschleimhaut auch besser, auf positive Dinge zu verweisen:
Eine facebook-Initiative. Ich bitte um Unterstützung!

Freitag, 4. März 2011

E10 und der Hunger in der Welt

Vor zwei Wochen war bei uns der Vorstell-Gottesdienst für die diesjährigen Firmlinge. Die Katecheten hatten als Thema "Schöpfung bewahren" ausgewählt - der genannte Bezug war "Genesis". Dort finde ich allerdings nur 2,16, das sich auf den Garten Eden bezieht und nicht auf die Schöpfung als solche. Ersatzreligion Ökologie?

Passen dazu titelt die heutige Wirtschaftswoche
Brot für den Tank
Der E10-Wahn: Wie Biosprit dem Klima schadet,
Autos gefährdet und Menschen hungern lässt

Der Artikel dazu ist zwar nicht im Netz zu haben, wohl aber das Editorial und ein Interview zum Thema:

Nahrungsmittelkrise 

"Biosprit verdrängt den klassischen Getreideanbau"

Daraus nur zwei Sätze:
Wir müssen unsere Bioenergiesubventionen dringend hinterfragen und gegebenenfalls stoppen. Solange die Ernährung der Welt nicht gesichert ist, dürfen wir Agrarflächen nicht für andere Zwecke verwenden, auch nicht zur Energiegewinnung.

Die Zweckentfremdung von Lebensmitteln - Mais, Weizen, Zucker - zur Alkoholgewinnung als Treibstoff führt dazu, dass weltweit Menschen hungern werden. Und es geht darüber noch hinaus: Konzerne betreiben "land grabbing": In Kambodscha wurden 200 km² Land der Bevölkerung weggenommen (ohne Entschädigung - teilweise gewaltsam), um darauf Zuckerrohr für den Export anzubauen.
Die Ökobilanz sieht auch nicht gut aus: Da Mais z. B.den Boden sehr stark auslaugt, werden große Mengen an Stickstoff- und Phosphatdünger benötigt. Deren Produktion ist ziemlich energieaufwendig, außerdem entstehen Stickoxide, die als "klimaschädlich" eingeordnet werden.

Daher NEIN zu E10. Das ist meine persönliche Maßnahme:


 Spart nebenbei auch noch einiges an Mineralölsteuer.

Dienstag, 8. Februar 2011

Die Petition

... habe ich jetzt in meiner Seitenleiste verlinkt:

Draufklicken und bitte unterschreiben!

Samstag, 6. November 2010

Father Emanuel Youkhana (Irak) sagte ...

Father Emanuel Youkhana (Irak) sagte 2008 in einem Interview mit der JF:

Youkhana: Das Christentum war immer dann am stärksten, wenn es verfolgt wurde, das war auch in Europa einst so.
Und heute?
Youkhana: Ganz ehrlich? Früher glaubte ich, Europa, das sei die christliche Welt, ebenso wie der Orient die islamische Welt ist. Als ich aber zum ersten Mal nach Europa kam, war ich schockiert. Europa – auch wenn es dort insgesamt noch zahlreiche gläubige und lebendige Gemeinden gibt, wie ich bei meinen Besuchen immer wieder erleben darf – ist als die christliche Welt tot. Deshalb gibt es auch nur so wenig Interesse und so wenig Solidarität mit uns Christen im Osten, was für uns ein großer Schmerz ist.
Die Innenministerkonferenz beschloß am Donnerstag letzter Woche, weitere 2.500 irakische Christen in Deutschland aufzunehmen.
Youkhana: Das ist an sich löblich. Aber es ist nicht unser Ziel, die irakischen Christen zu retten, sondern das Christentum im Irak. Ich habe im Rahmen einer Delegation unlängst Ihren Außenminister Steinmeier getroffen: Obwohl wir dankbar sind – er versteht nicht, worum es geht, weil seine Motive humanitär, aber nicht christlich sind. Denn im Grunde führt eine Flüchtlingslösung nur dazu, das Ende der Christentums im Irak zu noch beschleunigen.
Was, wenn dies nicht verhindert wird?
Youkhana: Ihr in Europa müßt verstehen, daß Eure mangelnde Solidarität mit uns, euren Glaubensbrüdern im Osten, am Ende unser aller Verhängnis sein wird. Ihr müßt verstehen, daß die islamische Welt nicht unterscheidet zwischen den Christen im Osten und dem säkularen Europa. Wenn ihr Mohammed in Karikaturen verspottet, brennen unsere Kirchen. Wenn ihr, wie der Papst in seiner Regensburger Rede, den Islam kritisiert, werden wir dafür angegriffen, verfolgt und getötet.
Ob ihr wollt oder nicht, wir sind ein Leib. Und glaubt nicht, daß der militante Islam innehält, wenn er sein Ziel, die Christenheit im Irak zu zerstören, erreicht hat. Im Gegenteil, dies würde nur einen Ansporn bedeuten, im ganzen Orient so zu verfahren! Und auch vor Europa wird er nicht haltmachen, wenn sich dort der Islam immer weiter durchsetzt: heute wir, morgen ihr. Seid nicht taub und hört unsere Warnung.

Sonntag, 1. August 2010

Political correctness

Die Medien werden zu Recht als die 4. Macht im Staat bezeichnet. Über allen Aussagen in Presse oder Rundfunk schwebt ein Damokles-Schwert. Unsichtbar steht es im Raum, keiner weiß, wer es ganau vorgibt, und dennoch ist es omnipräsent: Die political correctness. Jeder Artikel, jede Fernsehsendung, jedes Radio-Feature hat eines zu sein: Politisch korrekt. Vor kurzem wurde im "Tagesspiegel" folgender Artikel veröffentlicht: "Wie man politisch korrekt berichtet". Der lesenswerte Artikel hat zehn Punkte:

[...]

(Zitat eines Zitates; Quelle)

Und dann gibt es noch einen elften Punkt: zwölften Punkt:

Wenn Du über die katholische Kirche schreibst, dann vergiss nicht zu erwähnen, das die Kirche im Grunde an allem Schuld ist: An der Hexenverbrennung, an den Kreuzzügen, an der Unterdrückung der Indios, an der Unterdrückung der Andersgläubigen, an der Unterdrückung der Wissenschaften, an der Unterdrückung der Frau, an der Unterdrückung der Sexualität, an jeglicher Form von Unterdrückung, die es überhaupt nur geben kann.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Argumente für das Leben

Im Kommentarbereich des "European" (hier) habe ich eine so genial gute Stellungnahme von "kinderarzt" gefunden, dass ich sie hier unbedingt noch einmal wiedergeben möchte.

von kinderarzt – 14.07.2010 - 18:20

1. Natürlich ist die befruchtete Eizelle ein Mensch. Denn sie ist ein eigenständig sich entwickelnder neuer menschlicher Organismus (eigenes individuelles Genom, eigene Steuerung, die anfangs biochemisch fnktioniert, später übernimmt das Gehirn die Steuerung der Entwicklung). Lassen Sie den Embryo sich nur entwickeln und er entwickelt sich zum Neugeborenen, zum Kind, zum Erwachsenen etc.
2. Wenn wir anfangen, spezielle Kriterien (außer der Gattungszugehörigkeit) zur Voraussetzung fürs Menschsein zu machen: wer betimmt über die Kriterien? Wie willkürlich und unmenschlich ist das denn?
3. Es fällt uns nicht so leicht spontan den sehr jungen Menschen (Embryo) als vollen Menschen anzusehen, zumindest nicht so leicht, wie es uns z. B. beim Neugeborenen fällt. Schon mal nachgedacht woran das liegen mag? Die Natur hat für Menschen, die nicht nachdenken wollen (oder können) vorgesorgt und eine relative Tötungshemmung an den Anblick des Kindchenschemas (große Augen, hohe Stirn) bzw. die ausgewachsene menschliche Gestalt geknüpft. Aber der Bereich im Uterus war bis vor einigen Jahrzehnten bestens geschützt, aber auch unsichtbar. Warum sollte die Natur gegenüber den frühen Menschen eine unwillkürliche Tötungshemmung entwickeln?
4. Der ungeborene Mensch ist abhängig in einer besonderen Form. Aber nur Ignoranten verleugnen ihre eigene Abhängigkeit von vielen Faktoren, auch als Geborene. Deshalb kann die Form der Abhängigkeit niemals eine Rechtfertigung sein, den Menschen zu töten.
5. Unsere Rechtsordung basiert auf dem umbedingten Lebensrecht unschuldiger Menschen. Wenn mich jemand bedroht, ist der Angreifer nicht unschuldig und ich darf mich wehren. Ein ungeborenes Kind kann an der Mutter nicht schuldig werden. Jedoch bestünde die sehr seltene Möglichkeit, dass die Mutter an einer lebensbedrohlichen Krankheit leidet und behandelt werden muss. Als “unerwünschte Wirkung” könnte das Ungeborene dabei sterben. Der Tod des Ungeborenen wäre dann aber nicht Ziel, sondern leider nicht zu vermeiden. Abtreibung ist im übrigen auch nicht erlaubt, sondern rechtswidrig (aber straffrei) und genau aus diesem Grund! Wenn nicht Leben (und das meint nicht die Karriere) gegen Leben steht ist die aktive Tötung eines Menschen mit unseren demokratischen Prinzipien absolut unvereinbar.
6. In der Medizin muss der selbstbestimmte Patient Eingriffen zustimmen. Tut er dies nicht im vollen Bewusstsein der Folgen, dann darf ich ihn nicht behandeln. D. h. ich müsste ihn z. B. sterben lassen. Angst vor “der Apparatemedizin” ist gemeinhin wenig begründet. gestorben wird häufiger und normaler, als uns die Sterbehilfevertreter glauben machen wollen!

Dienstag, 15. Juni 2010

Habe ich das richtig verstanden?

Ich bin über eine amerikanische Lebensrechtsorganisation "live action" auf folgenden Artikel gestoßen: LINK.
Es wird Bezug genommen auf eine "Women Deliver Conference" - da versagt allerdings mein Englisch - ich bitte um Übersetzungshilfe.

Was ich allerdings verstanden habe, hier stark zusammengefasst:

Die UN plant demnach, die Müttersterblichkeit zu reduzieren, indem sie Abtreibung gezielt als Mittel zur "reproduktiven Gesundheit"  einsetzt. Die Logik ist genauso simpel wie perfide: Eine Frau, die gar nicht erst Mutter wird, weil ihr(e) Kind(er) vor der Geburt getötet wurde(n), wird bei der Sterblichkeitsrate auch nicht unter die Mütter gezählt. Und "Planned Parenthood" verdient auch noch gut daran. Damit das so bleibt, wird auch verhindert, dass die UN-Deligierten zusätzliches Informationsmaterial von Lebensschützern erhalten.


Und wie viel zahlt Deutschland pro Jahr an die UN?

Sonntag, 6. Juni 2010

Fundstück

Über Margot Käßmanns Auftritt im Liebfrauendom kommentiert Alexander Kissler wie ich finde, sehr treffend. Ich zitiere hier mal einen Auszug aus dem Artikel:
Tags darauf missverstand sie deshalb ihr Gastrecht im katholischen Liebfrauendom als Freifahrtsschein für antikatholische Polemik: Die Antibabypille sei ein “Geschenk Gottes” – woraus erhellt: Dieser Gott ist ihr Gott, ist Margot Käßmanns privater Taschengott, ein handlicher Jack in the Box, der das Tun und Reden der heiteren Margot zuverlässig segnet. In der Bibel ist er nicht zu finden. Was wäre biblisch an einem Weltenschöpfer, der die Frauen zum Vorteil männlicher Libido sexuell verfügbar hält, indem er ihnen Hormoncocktails in den Leib wirft, sie einem erhöhten Krankheitsrisiko aussetzt und obendrein die Umwelt durch Giftausscheidung belastet?

Dem ist nur noch hinzuzufügen, dass es eine heftige Untertreibung ist, die "Pille" als "Krankheitsrisiko zu bezeichnen; die "Süddeutsche meinte dazu "Auf die Verhütung folgt der Tod".

Übrigens halte ich "verhüten" oder "Verhütung" in diesem Zusammenhang für einen besonders häßlichen Dysphemismus: Unglücke, Katastrophen, Unfälle, Brände sollte man verhüten - aber doch nicht das schönste Geschenk, das Gott uns machen kann: Neues Leben, ein Kind!

Mittwoch, 2. Juni 2010

Hexenjagd ...

Der Hexenjagd verdächtigt wird ja im Allgemeinen gern die katholische Kirche und das "finstere Mittelalter". Aber "Hexenjagd" ging auch auch im vergangenen 20. Jahrhundert. Hierzu habe ich einen alten Artikel aus dem SPIEGEL special 8/1996, 55 im Netz gefunden. Zum selber lesen: HIER. Natürlich passiert dergleichen im aufgeklärten 21. Jahrhundert nicht mehr, dazu haben wir ja die "vierte Gewalt", die Presse. Oder nicht?

FÜSSCHEN-KAMPAGNE: MARSCH FÜR DAS LEBEN FÜSSCHEN 10 WOCHEN NACH DER EMPFÄNGNIS