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Donnerstag, 27. Januar 2022

Novene!

Hier geht es zur Novene. Wir beten um die Erneuerung der Kirche. Betet mit!

Samstag, 3. April 2021

Karfreitag

Wenn wir - als Kinder - am Karfreitag nicht bei der Oma waren (oder bei einem Taufpaten oder einer Tante), damit Mama in Ruhe arbeiten konnte, dann waren wir hier:

Mit Papa wanderten wir den Kreuzweg ab, beteten und Papa erklärte. Diese "doppelte" Kreuzigungsszene kam mir heute wieder in den Sinn bei der Predigt. Drei Kreuze, nicht nur eines. 

Warum schreibe ich das? Die Karfreitagspredigt ging auf die beiden ein: Dismas und Gestas hätten sie geheißen, und sie kämen auch schon in einem Apokryphen Evangelium vor. 

Ausgangspunkt war eine Kreuzigungsdarstellung in der ehemaligen Pfarrkirche deses pensionierten Priesters, die er sehr anschaulich beschrieb. Es könnte diese hier sein:


Angeblich sind die beiden Räuber der Heiligen Familie in Ägypten begegnet, als sie vor Herodes fliehen mußte. Gestas habe die offenbar wehrlose kleine Gruppe ausrauben wollen und den Esel stehlen. Dismas habe ihn - nach einem tiefen Blick in die Augen des Jesuskindes - davon abhalten können und hat dem Gestas 30 Silberstücke dafür gegeben, dass er sie in Frieden läßt. 

Und genau diese beiden Räuber seien es gewesen, die mit Jesus gemeinsam gekreuzigt wurden. Ob Dismas das kleine Kind von damals wohl wiedererkannt hat? Sich erinnert hat? Keine Ahnung. Aber mit dem Blick auf Jesus hat er sich bekehrt, hat sich zu ihm bekannt und hat die Zusage bekommen: "Noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein!" Und diese Zusage gilt auch für uns - wenn wir umkehren, mit dem Blick auf Jesus.

Ich bin sehr dankbar, dass wir diesen Pensionär als Aushilfe haben, und froh für solche Predigten. Karfreitag - der Ausblick aufs Paradies.

Samstag, 14. November 2020

Betrachtung - Der Schatz

Du, meine Schwester, bist der Acker, in dem sich der Schatz befindet. Der Schatz in dir, meine Schwester, weißt du, was das ist? Es ist Jesus Christus. Jesus ist keine Erinnerung, er ist da, in uns. Liebe braucht ein „Du“. 1 Joh. 1,3-4 : „Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Dies schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen ist.“

Du bist von Anfang an geliebt. Du, meine Schwester, bist kein Produkt einer blinden Evolution, du bist ein Gedanke Gottes, von Anfang an gewollt. Du, meine Schwester, bist Dir geschenkt. Gott kennt dich seit Grundlegung der Schöpfung, Du, meine Schwester, bist Gottes geliebtes Kind.  Diese Gotteskindschaft, meine Schwester, ist der Schatz, der in dir vergraben liegt. Du bis Gottes geliebtes Kind und Jesus Christus ist dein Bruder.Du bist geliebt, gemocht, wirst gebraucht. Der Heilige Geist sucht Liebe in dir, meine Schwester. Wir gehören zur Familie Gottes. Bei Gott ist unser Zuhause. Sei vertraut mit Gott!

Denke nach, meine Schwester: Was bedeutet Gott für mich? Begegne ich ihm nur am Sonntag in der Messe? Ist das alles? In jedem Augenblick des Tages kann man mit Gott reden. Wer aus der Kirche austritt, hat das nie erfahren. Wie schon gesagt: Fliegen ist schön, flattre nicht herum wie eine Henne, wenn  Du zu Gott aufsteigen kannst. Gott ist deine Familie. Und Familie heißt Geborgenheit und Unbeschwertheit. Möchtest Du so ein Leben führen?

Wirklich glücklich ist, wer aus freiem Willen das Leben führt, das Gott für ihn vorgesehen hat. Wir brauchen täglichen Kontakt mit Gott, so wie ein kleines Kind seine Eltern braucht. Vor IHM sind wir wie kleine Kinder. Kleinkinder brauchen Hautkontakt, besonders mit ihrer Mutter, täglich. Ein Christ brauchen den täglichen Kontakt mit Gott, sonst kann er nicht vertraut sein mit Gott. Gebet heißt, Umgang mit Gott, Nähe zu Gott. Aber was macht man mit Gott, wenn man mit ihm allein ist?

Maria Magdalena sitzt Jesus zu Füßen, sie lauscht, sonst tut sie nichts. Sie hört zu und genießt den Augenblick. Das ist Gebet - Hören auf Gott. Du meine Schwester, genieße das, wie Maria Magdalena. Gebet ist „teamwork“ - sie, Maria Magdalena, und Gott. Im Gebet fühlt sie sich angeschaut. Und du, meine Schwester? ER liebt dich. Du musst nicht immer reden. Versetze Dich in SEINE Gegenwart, schau ihn an, hör‘ ihm zu. Das ist Gebet. Theresa von Avila sagte: „Wer jedoch nur eine Viertelstunde am Tag betet, gelangt mit Sicherheit zum Heil.“

Wie kannst Du mit Gott allein sein, meine Schwester? Lies im Neuen Testament, folge Jesus, wie Maria Magdalena, versetze dich hinein, so als wärest Du dabei gewesen. Nehmen wir die Begebenheit mit dem Jüngling von Naim: Jesus sieht die trauernde Mutter. Jesus hat Mitleid. In Jesus ist Gott Mensch. ist der Mensch, der uns das wahre Mensch-Sein kund tut. Er gibt der trauernden Mutter Trost, er gibt ihr den Sohn und damit ihre Zukunft wieder. 

Gott kann deine Probleme lösen, meine Schwester.

Dienstag, 10. November 2020

Absturz

Drei Tage Einkehr, Besinnungstage. Wunderschöne Gedanken, Zeit zum Gebet, Zeit, zur Ruhe zu kommen, Gemeinschaft, Heilige Messe, heilige Gedanken.

Peng. Ich bin wieder zu Hause.

Gemeindegesang ist verboten - ausdrücklich, mit Bischöflicher Unterschrift. Dann hat der bistumseigene Kirchenmusikdirektor die Regelung herausgegeben: "gesungene Akklamationen sind erlaubt." Und der Zelebrant der heutigen Abendmesse - ein älterer Herr aus der benachbarten Kreisstadt - macht daraus: "Wir dürfen wieder singen!" 
 
8 Strophen "Sankt Martin", verteilt über den Wortgottesdienst. Das raubt einem die ganze Andacht. Kann das denn sein? 7-Tages-Inzidenz unter 50? Gestern noch über 80?
6 Strophen Kyrie. Die meisten singen nicht mit, haben kein Gotteslob dabei. 
"Tochter Zion" zum Sanktus (Strophe 1) und die Strophe 3 zum Dank nach der Kommunion, das gibt liturgisches Bauchweh.
3 Strophen Marienlied vor dem Segen, 4 Strophen Marienlied danach. Alles aus dem Bistumsanhang - das können die Damen und Herren auswendig - die Aerosole dürfen raus, es wird geschmettert, was die Mund-Nasen-Bedeckung rauslässt! 

 Und nächste Woche ist dieser Zelebrant wieder in dieser Messe, vertretungshalber. Ich bin ganz dankbar, dass ich da nicht Hygiene-zuständig vom PGR aus bin (jedenfalls heute nicht - "falsche" Gemeinde - aber morgen). Ich hoffe, dass ich da wieder mit Andacht die Messe mitfeiern kann.
 
Ach ja - die 7-Tages-Inzidenz ist über 100 bei uns im Landkreis.

Freitag, 6. November 2020

Betrachtung - der Acker

Der Schatz im Acker (Mt 13:44)

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker.

Das bist du, meine Schwester, der Acker. Auf den ersten Blick ein Acker wie jeder andere. Aber, wenn man genauer schaut, auf das Verborgene schaut, dann ist da ein Schatz. Du bist unendlich wertvoll, meine Schwester. Du weißt es nur nicht. Hebe den Schatz in dir, meine Schwester, du bist wunderschön.

Sei kein Huhn, das herumflattert, wenn du deine Schwingen ausbreiten und ins Licht fliegen kannst wie ein Adler! Das Huhn erblickt noch nicht einmal das obere Ende der Hühnerleiter, aber du, meine Schwester, breite deine Schwingen aus und fliege wie ein Adler, ins Licht, dem Herrn entgegen. Denn der Herr liebt dich, so wie du bist, nicht nur deine Seele, sondern auch deinen Geist und auch deinen Körper. Du bist wunderschön, meine Schwester. Lass dich lieben, lass es zu, sieh es ein, du bist ein geliebtes Kind Gottes.  Am Schatz im Acker klebt Dreck, Lehm, Erde. Aber das bist du. Fruchtbare Erde, Schöpfung Gottes. Du bist wertvoll, so wertvoll, dass der Herr alles für dich gibt, selbst sein Leben.

Montag, 15. Juli 2019

In Notre Dame de Paris

wird wieder die Heilige Messe gefeiert!

Sonntag, 2. Juni 2019

Missionsland Deutschland?

Unser Ort besteht aus mehreren Dörfern, die sich in zwei Pfarreiengemeinschaften aufteilen, aber mit einem gemeinsamen Pastoralteam. Das bedeutet: Reihum in den verschiedenen Dörfern ist jeweils eine Abendmesse; immer um die gleiche Uhrzeit; auch am Sonntag. Und die Seelsorger schaffen es tatsächlich, dass (fast) kein Tag ohne Messe bleibt; wofür ich sehr dankbar bin.

Dies hat dann allerdings auch zur Folge, dass hier vertretungsweise die unterschiedlichsten Priester zelebrieren; Pensionäre aus der Kreisstadt; Professoren der Hochschule St. Georgen in Frankfurt oder Priester aus anderen Pfarreiengemeinschaften. Und so kam es, dass im Laufe einer Woche gleich zwei Zelebranten mit afrikanischen Wurzeln die Messe gelesen haben. Beide in ausgezeichnetem Deutsch, mit kaum erkennbarem Akzent; der eine kam aus einem der Commonwealth-Staaten, der andere aus einem ehemals französischen Land.

Einerseits finde ich es beeindruckend, Weltkirche so nah zu erleben - unser Pater im Seniorenheim hat asiatische Wurzeln - andererseits macht es mir auch Sorgen: Werden diese Priester nicht in ihren Heimatländern gebraucht, wo die Anzal der Katholiken pro Priester viel größer ist als hier? Ich kenne die einzelnen Biographien nicht: Es kann natürlich sei, dass diese Priester zur Ausbildung von ihren Bischöfen nach Deutschland geschickt wurden und früher oder später wieder in ihre Heimatländer zurückkehren.

Wichtig finde ich auch, dass diese Priester aus anderen Kontinenten uns ganz andere Perspektiven nahebringen: Die Probleme in der Weltkirche sind nicht die Probleme, die man hier in Deutschland für wichtig hält. Beispielsweise stellt "renovabis" Bildung in den Fokus der Pfingstaktion: Das Leitwort  lautet "Lernen ist Leben - Unterstützen Sie Bildungsarbeit im Osten Europas!".

Da sehe ich hier, im Westen Europas, ebenfalls einen großen Bedarf. Das Glaubenswissen ist weitgehend verdunstet. Traurig. Vieles, was meinen Großeltern (geboren 1888, 1904 und 1906) und meinem Vater (Jahrgang 1933) völlig selbstverständlich und gelebte Glaubenspraxis war (z. B. Psalmen oder das Angelus-Gebet), eigne ich mir jetzt erst nach und nach an - zu einem Zeitpunkt, wo meine Kinder bereits erwachsen sind. Nochmal: Traurig.

Sonntag, 12. Mai 2019

Sonntagsgedanken

Der heutige "Muttertag" spielte in den Gottesdiensten keine Rolle - nur die Ortsmitte ist für einen Pflanzenmarkt gesperrt. Ich schätze diese Sonntags-Verkaufsveranstaltungen nicht und meide sie nach Möglichkeit. Auch beim hiesigen Landwirt, der seinen Hofverkauf in der Erntezeit an den Sonntagen öffnen darf, wird man mich nicht an den Sonntagen sehen. Den Spargel für den Ostersonntag hatte ich schon am Karsamstag geholt, ohne dass die Qualität gelitten hätte. Ich möchte nicht dazu beitragen, dass andere den Sonntag durch Arbeit "entweihen". Der Sonntag soll dem Herrn gehören - wenn möglich.

Etwas anderes ist es in Berufen, die lebensnotwendig sind - Ärzte, Pflegepersonal oder Feuerwehr. Den Notdienst Kanalreinigung habe ich auch schon an Weihnachten gerufen, als die Kanalisation verstopft war und das Abwasser aus Küche, Badewanne und Toilette das ganze Untergeschoss mehrere Zentimeter hoch geflutet hatte. Ich war froh und dankbar, dass da jemand auch am Feiertag arbeitet und uns aus dieser Notlage befreit.

Als Student habe ich im Krankenhaus gejobbt - bevorzugt an den Wochenenden. Zum Einen, weil ich da keine Vorlesungen hatte, zum anderen aber auch, damit das "reguläre" Pflegepersonal entlastet wird. Wenn ich meinen Dienst am Mitmenschen als Gebet auffasse, mit der "richtigen" Einstellung herangehe, kann ich die Arbeit auch in besonderer Weise als Gottesdienst verstehen.

Was Du dem geringsten Deiner Brüder tust, das hast du mir getan (Mt. 25, 40).

Und das gilt auch und ganz besonders für unsere Priester, die gerade an den Wochenden / Sonntagen nicht nur eine Heilige Messe feiern. Ihnen gilt meine große Dankbarkeit.

Samstag, 4. Mai 2019

Laudes

Du hast mich froh gemacht, o Herr, ich will jubeln über die Werke Deiner Hände.
Halleluja.

gesungen, hier.

Samstag, 6. April 2019

getragen

Ja, getragen fühle ich mich. Ich habe es gewagt. Ich habe JA gesagt und mein Leben in die Hände Jesu gegeben. Und er trägt mich. Ich hoffe es hält. Es hält an. Mir fehlen die Worte.

Es gelingt

ja, bisher habe ich es durchgehalten - und es sind nur noch zwei Wochen bis Ostern. Kein Sudoku mehr, keine online-facebook-Spiele. Stattdessen die Stundenbuch-App auf dem Mobiltelefon. Komplet vor dem Schlafengehen, morgens, auf der Bettkante, sozusagen vor dem Aufstehen, Invitatorium und Laudes.

Die Sprache der Psalmen ist mir oft fremd; es sind nicht viele Schriftstellen, die ich kenne, in der täglichen Lesung. Intellektuell überfordert es mich manchmal, weil ich die Gebete nicht einordnen kann, denn im Alten Testament bin ich nicht sonderlich belesen. Aber die Botschaft in den Psalmen: Gott rettet mich, mein Leben ist in Gottes Hand; der Herr schützt mich vor meinen Feinden, die trägt.


Und wenn dann noch so wunderbare Artikel dazu kommen, wie der auf dem Blog maryofmagdala meiner "Blogschwester", dann hilft mir das sehr.

Das Gebet hinterlässt mich in einem tiefen Frieden - etwas, das mir die Zockerei nie gegeben hat. Das gelöste Sudoku, die gelöste Aufgabe im Rollenspiel hinerlässt zwar ein schnelles Gefühl des Erfolges, aber die Wirkung ist doch kein innerer Friede, sondern Unzufriedenheit. Dagegen hinterlässt das Gebet eine innere Lebendigkeit und schenkt mir auch Zeit, Zeit die ich bisher sinn- und nutzlos vertan und getötet habe. deo gratias!

FÜSSCHEN-KAMPAGNE: MARSCH FÜR DAS LEBEN FÜSSCHEN 10 WOCHEN NACH DER EMPFÄNGNIS