Posts mit dem Label Jesusworte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Jesusworte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 3. April 2021

Karfreitag

Wenn wir - als Kinder - am Karfreitag nicht bei der Oma waren (oder bei einem Taufpaten oder einer Tante), damit Mama in Ruhe arbeiten konnte, dann waren wir hier:

Mit Papa wanderten wir den Kreuzweg ab, beteten und Papa erklärte. Diese "doppelte" Kreuzigungsszene kam mir heute wieder in den Sinn bei der Predigt. Drei Kreuze, nicht nur eines. 

Warum schreibe ich das? Die Karfreitagspredigt ging auf die beiden ein: Dismas und Gestas hätten sie geheißen, und sie kämen auch schon in einem Apokryphen Evangelium vor. 

Ausgangspunkt war eine Kreuzigungsdarstellung in der ehemaligen Pfarrkirche deses pensionierten Priesters, die er sehr anschaulich beschrieb. Es könnte diese hier sein:


Angeblich sind die beiden Räuber der Heiligen Familie in Ägypten begegnet, als sie vor Herodes fliehen mußte. Gestas habe die offenbar wehrlose kleine Gruppe ausrauben wollen und den Esel stehlen. Dismas habe ihn - nach einem tiefen Blick in die Augen des Jesuskindes - davon abhalten können und hat dem Gestas 30 Silberstücke dafür gegeben, dass er sie in Frieden läßt. 

Und genau diese beiden Räuber seien es gewesen, die mit Jesus gemeinsam gekreuzigt wurden. Ob Dismas das kleine Kind von damals wohl wiedererkannt hat? Sich erinnert hat? Keine Ahnung. Aber mit dem Blick auf Jesus hat er sich bekehrt, hat sich zu ihm bekannt und hat die Zusage bekommen: "Noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein!" Und diese Zusage gilt auch für uns - wenn wir umkehren, mit dem Blick auf Jesus.

Ich bin sehr dankbar, dass wir diesen Pensionär als Aushilfe haben, und froh für solche Predigten. Karfreitag - der Ausblick aufs Paradies.

Montag, 16. November 2020

Betrachtung - Was will Jesus uns sagen?

Wir sind gespannt, was Jesus uns sagen will. Seine Jünger fragen: "Wer ist der größte im Himmelreich?" und Jesus antwortet: "Wenn ihr nicht so werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen. Wer sich so klein macht wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte." Gott nimmt dich in den Fokus, meine Schwester. Er, der liebende Vater, möchte dich anschauen wie ein Kind.

Denken wir an Nikodemus. Nikodemus war einPharisäer, ein hochgebildeter Mann, sowas wie ein Theologieprofessor heutzutage.Er kam nachts zu Jesus, er hatte seine Worte verinnerlicht, aber nicht verstanden.

(Joh 3,3) Jesus antwortete ihm: "Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen." Nikodemus entgegnete ihm: "Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Kann er etwa in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und noch einmal geboren werden?"  Jesus antwortete: "Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.  Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist."
Geistige Wiedergeburt! Dies ist die Antwort, meine Schwester: Aus Wasser und Geist. Die geistige Umwandlung des Erwachsenen in ein Kind. Das ist kein neues, elftes Gebot. Es ist eine Gebrauchsanweisung für das christliche Leben, keine Vorschrift zum "abhaken". Christentum wird erst richtig gelebt, wenn man es im Geist der Kindschaft lebt. Das ist das Gegenteil zur Erbsünde: Stolz, Hochmut, die Vermessenheit, mit Gott auf Augenhöhe sein zu wollen.

Das Christentum verkündigt als einzige von allen Religionen die Feindesliebe! Religion ist der Umgang des Menschen mit Gott - durchtränkt vom Geist der Kindschaft. Ein Kind lässt sich voll Vertrauen in die Arme seiner Mutter fallen, wir fallen in Christi Arme! Die geistige Kindschaft zu Gott ist die wichtigste Aussage des Evangeliums. Das bedeutet auch: Sich freuen wie ein Kind, Freude am Glauben zu haben, meine Schwester, ihn nicht als lästige Pflichterfüllung zu sehen. Du bist als Gottes Ebenbild geschaffen - als Gotteskind bist Du wunderschön. Erhalte Dir Deine Schönheit - pflege Dich, meine Schwester, bis zuletzt. Frauen dürfen ruhig ein Bisschen eitel sein! Das gefällt nicht nur dem Ehemann, sondern auch Gott. 

Ein Kind schätzt die Wärme des Zuhauses - Dein Zuhause ist bei Gott. Wenn die Liebe fehlt, ist alles sinnlos. Gott lieben, mit ganzer Seele, ganzem Herzen, ganz. Jose-Maria Escrivà hat in seinem "Der Weg" über die geistliche Kindschaft geschrieben. Das ist die "Formel Eins": Erwachsene Christen, die sich vor Gott wie seine Kinder verhalten!



Samstag, 14. November 2020

Betrachtung - Der Schatz

Du, meine Schwester, bist der Acker, in dem sich der Schatz befindet. Der Schatz in dir, meine Schwester, weißt du, was das ist? Es ist Jesus Christus. Jesus ist keine Erinnerung, er ist da, in uns. Liebe braucht ein „Du“. 1 Joh. 1,3-4 : „Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Dies schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen ist.“

Du bist von Anfang an geliebt. Du, meine Schwester, bist kein Produkt einer blinden Evolution, du bist ein Gedanke Gottes, von Anfang an gewollt. Du, meine Schwester, bist Dir geschenkt. Gott kennt dich seit Grundlegung der Schöpfung, Du, meine Schwester, bist Gottes geliebtes Kind.  Diese Gotteskindschaft, meine Schwester, ist der Schatz, der in dir vergraben liegt. Du bis Gottes geliebtes Kind und Jesus Christus ist dein Bruder.Du bist geliebt, gemocht, wirst gebraucht. Der Heilige Geist sucht Liebe in dir, meine Schwester. Wir gehören zur Familie Gottes. Bei Gott ist unser Zuhause. Sei vertraut mit Gott!

Denke nach, meine Schwester: Was bedeutet Gott für mich? Begegne ich ihm nur am Sonntag in der Messe? Ist das alles? In jedem Augenblick des Tages kann man mit Gott reden. Wer aus der Kirche austritt, hat das nie erfahren. Wie schon gesagt: Fliegen ist schön, flattre nicht herum wie eine Henne, wenn  Du zu Gott aufsteigen kannst. Gott ist deine Familie. Und Familie heißt Geborgenheit und Unbeschwertheit. Möchtest Du so ein Leben führen?

Wirklich glücklich ist, wer aus freiem Willen das Leben führt, das Gott für ihn vorgesehen hat. Wir brauchen täglichen Kontakt mit Gott, so wie ein kleines Kind seine Eltern braucht. Vor IHM sind wir wie kleine Kinder. Kleinkinder brauchen Hautkontakt, besonders mit ihrer Mutter, täglich. Ein Christ brauchen den täglichen Kontakt mit Gott, sonst kann er nicht vertraut sein mit Gott. Gebet heißt, Umgang mit Gott, Nähe zu Gott. Aber was macht man mit Gott, wenn man mit ihm allein ist?

Maria Magdalena sitzt Jesus zu Füßen, sie lauscht, sonst tut sie nichts. Sie hört zu und genießt den Augenblick. Das ist Gebet - Hören auf Gott. Du meine Schwester, genieße das, wie Maria Magdalena. Gebet ist „teamwork“ - sie, Maria Magdalena, und Gott. Im Gebet fühlt sie sich angeschaut. Und du, meine Schwester? ER liebt dich. Du musst nicht immer reden. Versetze Dich in SEINE Gegenwart, schau ihn an, hör‘ ihm zu. Das ist Gebet. Theresa von Avila sagte: „Wer jedoch nur eine Viertelstunde am Tag betet, gelangt mit Sicherheit zum Heil.“

Wie kannst Du mit Gott allein sein, meine Schwester? Lies im Neuen Testament, folge Jesus, wie Maria Magdalena, versetze dich hinein, so als wärest Du dabei gewesen. Nehmen wir die Begebenheit mit dem Jüngling von Naim: Jesus sieht die trauernde Mutter. Jesus hat Mitleid. In Jesus ist Gott Mensch. ist der Mensch, der uns das wahre Mensch-Sein kund tut. Er gibt der trauernden Mutter Trost, er gibt ihr den Sohn und damit ihre Zukunft wieder. 

Gott kann deine Probleme lösen, meine Schwester.

Freitag, 6. November 2020

Betrachtung - der Acker

Der Schatz im Acker (Mt 13:44)

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker.

Das bist du, meine Schwester, der Acker. Auf den ersten Blick ein Acker wie jeder andere. Aber, wenn man genauer schaut, auf das Verborgene schaut, dann ist da ein Schatz. Du bist unendlich wertvoll, meine Schwester. Du weißt es nur nicht. Hebe den Schatz in dir, meine Schwester, du bist wunderschön.

Sei kein Huhn, das herumflattert, wenn du deine Schwingen ausbreiten und ins Licht fliegen kannst wie ein Adler! Das Huhn erblickt noch nicht einmal das obere Ende der Hühnerleiter, aber du, meine Schwester, breite deine Schwingen aus und fliege wie ein Adler, ins Licht, dem Herrn entgegen. Denn der Herr liebt dich, so wie du bist, nicht nur deine Seele, sondern auch deinen Geist und auch deinen Körper. Du bist wunderschön, meine Schwester. Lass dich lieben, lass es zu, sieh es ein, du bist ein geliebtes Kind Gottes.  Am Schatz im Acker klebt Dreck, Lehm, Erde. Aber das bist du. Fruchtbare Erde, Schöpfung Gottes. Du bist wertvoll, so wertvoll, dass der Herr alles für dich gibt, selbst sein Leben.

Donnerstag, 13. Juni 2019

San Antonio

Lucca:
Eine schöne Predigt zum heiligen Antonius - es gab nicht das Evangelum vom Tage, sondern das, wo Jesus seine Jünger immer zu zweit aussendet. Jesus sagt ihnen nicht, was sie sagen sollen, sondern wie sie sich verhalten sollen. Das wahre Christ-Sein und die echte Christus-Nachfolge erschöpft sich nicht in Worten, sondern ist an den Taten zu erkennen. Auch die sieben Gaben des Heiligen Geistes beziehen sich auf das Verhalten - nicht auf Worte.

Und am Ende gab es "pane beneficato di San Antonio" - gesegnetes Brot. eine Sitte, die in Italien wohl recht verbreitet ist.

Mittwoch, 22. Mai 2019

Der Weinstock und die Reben

Gestern ist meine Freundin operiert worden - in die Messe nehme ich sie mit, in meinen Gedanken. Es ist Mittwoch; im Seniorenheim hält wieder der Pater die Messe; ich bin ja so dankbar, dass es ihn gibt.

Zunächst fasst er das Evangelium zusammen - Gott Vater ist der Winzer, Jesus der Weinstock und wir die Reben. Jesus verlässt uns nie, so wie der Weinstock seine Reben nicht hergibt, aber wenn die "Rebe" Mensch sich vom "Weinstock" Jesus abwendet, dann muss sie verdorren, wird rausgeschmissen und verbrannt. Jesus verlässt uns nicht - aber wir können ihn nicht sehen, darum können wir Seine Gegenwart nur glauben - und wenn wir glauben, bleiben wir in ihm und er in uns. Damit die Verbindung zu Jesus nicht abbricht, empfiehlt der Pater eine tägliche Bibel-Lektüre, und seien es nur einige wenige Minuten. Abschließend fasst er das Gesagte noch einmal zusammen - solange wir mit Jesus in Verbindung bleiben im Glauben und im Gebet, sind wir fast schon im Paradies.

Ich hoffe nur, dieser kleine, alte Pater hat es noch nicht so eilig mit dem Paradies ...


Sonntag, 12. Mai 2019

Der gute Hirte

Drei Mal dasselbe Thema - und drei Mal eine völlig andere Perspektive.

1. Jesus Christus ist: die Türe zu den Schafen und: ER ist der gute Hirte. Er kümmert sich um seine Schafe, auch und insbesondere um das verlorene, sie sind seine Herde, sie kennen ihn und kennen seine Stimme. Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe.

Eine wunderbare Katechese, die ganze Heilige Schrift im Blick und aus einem tiefen Glauben heraus: unser Papa emeritus Benedikt XVI.

2. Zitat: "Life means fighting" - Leben heißt: Kämpfen. Um aus dem Überlebenskampf herauszukommen, müssen wir versuchen, gute Hirten zu werden, wir müssen es in die Hand nehmen, dem Beispiel Jesu zu folgen. Wir sollen die guten Hirten sein. Wenige Minuten später folgt das Agnus dei: Lamm Gottes, das du hinwegnimmst ...

Verkehrte Welt - ich fasse es nicht. In der Predigt gab es viele gute Gedanken, sein Leben zu gestalten, selbst ist der Christ. Allerdings hat mich dieser Kontrast zum gestrigen papa-Benedetto-Hörbuch - lass dich von Jesus, dem guten Hirten leiten - so aus der Spur geworfen, dass ich viel zu wenige davon wirklich auf- und annehmen konnte.

Auch dies ein älterer Priester, wie er sagt, seit kurzem pensioniert, so dass er die Freiheit hat, hier oder dort bei den Heiligen Messen auszuhelfen.

3. Am "Gute-Hirten-Sonntag" beten wir um Priesterberufungen. Priester wachsen nicht auf Bäumen, sie fallen auch nicht vom Himmel. Damit (junge) Menschen ihre Berufung spüren können, braucht es ein Umfeld, eine Familie, die ihnen das Glaubenswissen vermittelt, die ihren Glauben lebt, die betet. Eindrücklich schildert dieser Priester seinen eigene Berufung, seinen Weg. Er hat den Auftrag Jesu angenommen, Hirte zu sein. Es ist ihm klar, dass die Herde, die er führen soll, nicht die eigene ist, sondern die des Herrn. Eine Aufgabe, die eigentlich gar nicht zu bewältigen ist - es sei denn, mit der Unterstützung durch den Herrn und unser Gebet.

Eine bewegende, ergreifende Predigt. Der Blick auf den guten Hirten ist ein völlig anderer, aus einer ganz anderen Richtung als bei Benedikt XVI., aber fühlt sich für mich genauso "richtig" an. Dieser Mensch ist noch keine fünf Jahre Priester, ein spätberufener, der für Christus und seine Kirche brennt. Und er hat's nicht leicht mit der Herde; das sind keine braven Lämmlein, sondern bockig oder Zicken und eigensinnig sowieso.

Ziemlich am Anfang dieser Predigt kam allerdings die Anekdote von der Frau, die über zu wenige Priester klagt, aber auf die Frage nach den eigenen Kindern antwortet, dass diese doch "ebbes gscheits" hätten werden sollen. Ja, meine Kinder haben alle "etwas Vernünftiges" gelernt oder sind noch dabei. Allerdings hätte ich sie auch nicht daran gehindert, der "heiligen Unvernunft" einer Berufung zu folgen. Nur hat sich diese Frage nicht gestellt, meine Kinder sind kirchenfern oder haben ihren Glauben verloren. Und das schmerzt und tut weh.

Ich hab's dannmir in den Rosenkranz genommen - erst der "lichtreiche" für Priester und Berufungen, dann der "schmerzhafte" für Mission, verfolgte Kirche und Bekehrung.

Sonntag, 5. Mai 2019

Petrus

Eine großartige Predigt meines Beichtvaters zum heutigen Evangelium Joh 21, 1-19. Es geht um Petrus, useren ersten Papst. Zunächst stellt die Predigt - sehr lebendig vorgetragen mit einem Einschlafpotential nahe Null - dieses Evangelium in einen größeren zeitlichen Zusammenhang:

Jesus fragt die Apostel, für wen ihn die Menschen hielten, und Petrus bekennt: "Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. " (Mt. 16,16). Daraufhin verleiht Jesus ihm den Namen Petrus (griech. πέτρα "Fels") und macht ihn zu dem Felsen, auf dem er - Jesus - die Kirche aufbauen wird; verleiht ihm Binde- und Lösegewalt. Dieser selbe Petrus aber ist es, der Jesus drei Mal verleugnet - "nein, den kenne ich nicht" - und dann kräht der Hahn (Mt 26,74-75).
Das war vorher, das heutige Evangelium ist danach, nach der Auferstehung. Und was tut Jesus? Statt den treulosen Petrus rauszuschmeißen und davonzujagen, fragt Jesus ihn, ob er ihn liebe. Drei Mal die Frage, drei Mal das"Ja" des Petrus und drei Mal der Auftrag, die Lämmer bzw. die Schafe zu weiden. Damit ist der dreimalige Verrat aus der Welt.



Dann wird das "Rätsel" des Evangeliums gelöst und elegant die Verbindung zu den heutigen Päpsten geschlossen:

Das Schicksal, das den Petrus erwartet ("ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst. Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde."), ist die Kreuzigung in Rom; als einer der ersten Märtyrer unter Kaiser Nero. Über dem Grab wird von Kaiser Konstantin der erste Petersdom errichtet.
Direkt nach ihrer Wahl steigen die Päpste die Treppe neben dem Altar hinab, um dort, am Grab des Apostels zu beten, dass sie den Auftrag des Herrn "weide meine Lämmer" getreu ausführen.


Abschließend verweist die Predigt auf die jeweils eigene Weise der letzten Päpste, dies umzusetzen: Der Heilige Johannes Paul II  als Weltreisender,  Papst Benedikt in seinen Schriften "als größter Kirchenlehrer seit Thomas von Aquin" und heute Franziskus mit seinen Enzykliken "laudato si" und "lumen fidei". Und die "Hausuafgabe" für die Gottesdienstbesucher ist das Lesen der Enzykliken. Amen.

 
Und damit fühle ich mich gerade ein ganz klein wenig überfordert ... es gelingt mir ja nicht einmal, den EINEN Satz von Papst Johannes XXIII. für mein Leben umzusetzen: "Giovanni, nimm dich nicht so wichtig". Dennoch: Ich bin dankbar für solche Predigten, die mir die Heilige Schrift auslegen, mich den Glauben lehren, zu Herzen gehen und den Horizont weiten. deo gratias!

Sonntag, 7. April 2019

Was Jesus nicht sagte


Joh 8, 1-11
Jesus aber ging nach dem Ölberg. Frühmorgens aber kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen eine Frau, die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellen sie in die Mitte und sagen zu ihm: Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. In dem Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du? Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und wieder bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber dies hörten, gingen sie, einer nach dem anderen, hinaus, angefangen von den Älteren; und er wurde allein gelassen mit der Frau, die in der Mitte stand. Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat niemand dich verurteilt? Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!

Freitag, 8. März 2019

Was Jesus nicht dachte ...


Evangelium
Mt 9, 14-15
Wenn ihnen der Bräutigam genommen sein wird, dann werden sie fasten
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit kamen die Jünger Johannes des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.

Sonntag, 13. Juni 2010

Was Jesus nicht sagte:

(Un)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Lukas 7,36-50.8,1-3.
Jesus ging in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch.
Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, daß er im Haus des Pharisders bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl.
und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küßte sie und salbte sie mit dem Öl.
Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müßte er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren läßt; er wüßte, dass sie eine Sünderin ist.
Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister!
(Jesus sagte:) Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig.
Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben?
Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht.
Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet.
Du hast mir (zur Begrüßung) keinen Kuß gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküßt.
Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt.
Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie (mir) so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe.
Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben.
Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt?
Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!
In der folgenden Zeit wanderte er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn,
außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren,
Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

Samstag, 30. Januar 2010

Was Jesus nicht sagte:

(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:

 Evangelium nach Lukas 4,21-30.
Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat!
Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman.
Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.

Mittwoch, 27. Januar 2010

"Der angebliche Priestermangel"

Das: "Der angebliche Priestermangel" ist das Thema eines Kommentares auf kath.net. Dieser "Nachrichtenagentur" stehe ich ja eher reserviert gegenüber, da dort vieles für meinen Geschmack zu stark verkürzt und vereinfacht dargestellt wird. Diesem Kommentar möchte ich allerdings uneingeschränkt meinen Beifall zollen: Er scheint mir gut recherchiert und verliert auch nicht die Weltkirche aus den Augen, wie es anderenorts beim Thema "Priesternachwuchs" schon mal geschieht.
Was mir allerdings missfällt, ist die Diskussion, die sich an diesen Artikel anschließt: Sie ist zum Teil unwürdig. Da werden Giftpfeile geschossen, persönliche Attacken geritten, statt sachlich argumentiert - und alles von Leuten, die sich - wenn man sie fragen würde - sicher als "gute Katholiken" bezeichnen würden (denn sonst wären sie ja keine registrierten Nutzer dieser Platform). Das ist echt zum Weinen.
Und was steht im Johannesevangelium? 34  Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. 35 Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Sonntag, 24. Januar 2010

Was Jesus nicht sagte:



(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Lukas 1,1-4.4,14-21.

Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren.
Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest.
Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt:
Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloß er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.

Samstag, 16. Januar 2010

Was Jesus nicht sagte:


(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Johannes 2,1-11.

Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder faßte ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm.

Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wußte nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wußten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zuviel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.
So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Was Jesus nicht sagte:

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.



Montag, 2. November 2009

Was Jesus sagte:

Dieses Mal allein das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Matthäus 5,1-12.
Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

FÜSSCHEN-KAMPAGNE: MARSCH FÜR DAS LEBEN FÜSSCHEN 10 WOCHEN NACH DER EMPFÄNGNIS