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Samstag, 22. Januar 2022

Todesangst.

"Nächstes Jahr werde ich 62. Das ist das Alter, in dem mein Vater gestorben ist."

"Echt, so jung war der Opa?"

"Und er hatte noch so viele Pläne für die Zeit, wenn er dann mal in Rente ist."

Ratlos, hilflos. Was sage ich jetzt? Sage ich was? Was sage ich? Ich sage: "Ich geh' dann jetzt mal Schwimmen. Bis später." Wäschekeller. Weißwäsche anstellen. Schwimmtasche packen. Gelbe Handtücher? Nein, die sind noch feucht von gestern. Also blaue Handtücher, schwarzer Badeanzug. Vier Kirchen am Weg. Die zweite einsturzgefährdet. Nein, er stirbt nicht. Er wird noch über 90. Wie seine Onkel. Schranke unten. Bremsen. Handy und Sprudelflasche liegen im Fußraum. Handy angeln, ausschalten, denn die Schranke geht hoch.

Gegrüßet seist du
   Armzug Beinschlag
Maria, voll der Gnade
   Armzug Beinschlag
der Herr ist
   Armzug Beinschlag
mit dir
   Armzug Beinschlag
du bist gebenedeit
   Armzug Beinschlag
unter den Frauen
   Armzug Beinschlag
und gebenedeit
   Armzug Beinschlag
ist dein Sohn
   Armzug Beinschlag
Jesus, der für uns
   Armzug Beinschlag
Blut geschwitzt hat.
   Armzug Beinschlag
Heilige Maria
   Armzug Beinschlag
Mutter Gottes
   Armzug Beinschlag
bitte für uns
   Armzug Beinschlag
jetzt und in der
   Armzug Beinschlag
Stunde unseres Todes.
   Armzug Beinschlag
Zehn Meter. 
Und nochmal zehn Meter. 
   Armzug Beinschlag
jetzt und in der
   Armzug Beinschlag
Stunde unseres Todes.
   Amen.
Du kannst nicht weglaufen. Ich kann nicht wegschwimmen. Aber Gott vertrauen.
 


Sonntag, 5. September 2021

Hysterie

Corona. Ich bin es leid. Ich mag nicht mehr.

Letztes Jahr: Lockdown. Nichts geht mehr. Lebensmittel einkaufen schon - desinfiziert, mit Maske, mit Abstand undsoweiter. Keine Heiligen Messen, jedenfalls nicht öffentlich. Zum Verzweifeln.

Ich hatte Glück im Unglück: Als Pfarrgemeinderat durfe ich an der einen oder anderen nicht-öffentlichen Messe teilnehmen und durfte auch die Sakramente empfangen. Der Spruch vom "Beichtverbot" geisterte herum. Es ging dann trotzdem irgendwie - auf Abstand, mit Maske, in einem Besprechungsraum, wo "normalerweise" bis zu 15 Leute diskutieren könnten.

Dann kam die große Erleichterung, als die Heilige Messe wieder mit Gemeinde erlaubt war. Mit Abstand. Und im Bistum Würzburg sehr lange ohne Kommunionempfang - länger als anderswo. 

ich hoffe sehr, dass diese Hysterie irgendwann einmal vorbei ist. Ich habe es gewagt, Mundkommunion zu empfangen. Nach der Messe wurde ich dann angegiftet, das sei verboten. Ausgerechnet von der Dame, die ich (als Corona-Platzanweiser) jedes Mal vor dem Gottesdienst darauf hinweisen muss, dass sie ihre Maske anzieht. Macht sie aber nicht, jedenfalls nicht, bevor sie sitzt. "Die Leute kommen nicht mehr in die Kirche, weil Sie Mundkommunion machen." Ich glaub', ich spinne. Was macht diese Seuche nur aus den Menschen - nette alte Damen werden zu Gift und Galle speienden Furien 😞😢⁠.

Aktuell ist die "Zahl der Tyrannis" bei etwas über 20 ...

Dienstag, 10. November 2020

Absturz

Drei Tage Einkehr, Besinnungstage. Wunderschöne Gedanken, Zeit zum Gebet, Zeit, zur Ruhe zu kommen, Gemeinschaft, Heilige Messe, heilige Gedanken.

Peng. Ich bin wieder zu Hause.

Gemeindegesang ist verboten - ausdrücklich, mit Bischöflicher Unterschrift. Dann hat der bistumseigene Kirchenmusikdirektor die Regelung herausgegeben: "gesungene Akklamationen sind erlaubt." Und der Zelebrant der heutigen Abendmesse - ein älterer Herr aus der benachbarten Kreisstadt - macht daraus: "Wir dürfen wieder singen!" 
 
8 Strophen "Sankt Martin", verteilt über den Wortgottesdienst. Das raubt einem die ganze Andacht. Kann das denn sein? 7-Tages-Inzidenz unter 50? Gestern noch über 80?
6 Strophen Kyrie. Die meisten singen nicht mit, haben kein Gotteslob dabei. 
"Tochter Zion" zum Sanktus (Strophe 1) und die Strophe 3 zum Dank nach der Kommunion, das gibt liturgisches Bauchweh.
3 Strophen Marienlied vor dem Segen, 4 Strophen Marienlied danach. Alles aus dem Bistumsanhang - das können die Damen und Herren auswendig - die Aerosole dürfen raus, es wird geschmettert, was die Mund-Nasen-Bedeckung rauslässt! 

 Und nächste Woche ist dieser Zelebrant wieder in dieser Messe, vertretungshalber. Ich bin ganz dankbar, dass ich da nicht Hygiene-zuständig vom PGR aus bin (jedenfalls heute nicht - "falsche" Gemeinde - aber morgen). Ich hoffe, dass ich da wieder mit Andacht die Messe mitfeiern kann.
 
Ach ja - die 7-Tages-Inzidenz ist über 100 bei uns im Landkreis.

Freitag, 7. August 2020

Corona regt mich auf - aber sowas von!

 Ich geb's ja zu, ich bin auf "facebook" unterwegs - manchmal etwas mehr, als gut wäre. Und dann kommen liebe Menschen mit saublöden Texten daher, die sie irgendwo kopiert haben.

ICH MACHE MIT!

ich nicht.

Wenn ich eine Maske in der Öffentlichkeit trage möchte ich, dass Du folgendes weißt.

Falsch. Ich trage eine Maske. Und es ist mir schnurz-egal, ob Sie etwas darüber wissen oder denken.

🔵 Ich bin gebildet genug, um zu wissen, dass ich asymptomatisch sein könnte und dir trotzdem das Virus geben kann

Ob ich gebildet bin? Will doch keiner wissen.Viren werden übrigens nicht „gegeben“, sondern „übertragen“.

🔵 Nein, ich ′′ lebe nicht in Angst ′′ vor dem Virus; ich möchte nur Teil der Lösung sein, nicht das Problem.

Doch, ich finde das Virus beängstigend. Deswegen bin ich vorsichtig, damit ICH keine Probleme damit bekomme. Damit ich meine "Risikogruppe"-Angehörigen nicht infiziere.

🔵 Ich habe nicht das Gefühl, dass die Regierung mich kontrolliert; Ich habe das Gefühl, dass ich als Erwachsener etwas zur Gesellschaft beitragen kann.

Meine „Gefühle“ gehen Fremde nichts an. Und Ihnen unterstelle ich auch keine „Gefühle“. Erwachsen? Nein, ich bin manchmal ein fürchterlicher Kindskopf.

🔵 Die Welt dreht sich nicht um mich. Es geht nicht nur um mich.

Welt? Nicht mein Ziel. MIR geht es vorrangig um MICH, meine Gesundheit und die meiner Lieben.

🔵 Wenn wir alle mit Rücksicht auf andere Menschen leben könnten, wäre diese Welt ein viel besserer Ort.

Oberlehrerhaftes, unrealistisches Geschwätz von "Weltverbesserern".

🔵 Das Tragen einer Maske macht mich nicht schwach, ängstlich, dumm oder gar ′′ kontrolliert." Das macht mich rücksichtsvoll.

Quatsch. Das Tragen einer Maske hat auf mein Wesen oder meinen Charakter keinen Einfluss. Null.
Und vor Corona - ohne Maske - waren Sie da wirklich immer rücksichtslos? Pfui! 

Auf den restlichen Kram gehe ich nicht ein. Es zieht mich bloß runter. Ich bin ohnehin nur traurig, dass

  • ich nicht in Urlaub fahren kann wie ursprünglich geplant
  • Kinder nicht wie sonst unbefangen miteinander spielen und lernen können
  • mein Leben ziemlich durcheinander gewürfelt ist
  • der Sakramentenempfang ziemlich umständlich ist - immerhin, es gibt wieder Heilige Messen.

Ich weiß, dass ich auf ziemlich hohem Niveau jammere - anderen geht es viel schlechter. Aber darauf habe ich keinen Einfluss, außer durch Gebet.

Novene zur Hl. Corona, der Schutzpatronin gegen Seuchen.

Laudes: O Dio, vieni a salvarmi. Signore vieni presto in mio aiuto.

Vesper: O Dio, vieni a salvarmi. Signore vieni presto in mio aiuto.

Komplet: O Dio, vieni a salvarmi. Signore vieni presto in mio aiuto.

Das Stundengebet hilft mir schon, indem es meinen Tag strukturiert, mich auf andere Gedanken bringt. Viele der Psalmen sind ein einziger Hilfeschrei - aber aus ihnen spricht auch ein unglaublich großes Gottvertrauen, das auch mich mittragen kann.

Wobei - zum Thema "Beten" und "Gebet" bastle ich gerade an einem anderen Text, mal schauen, ob der es auch bis zur Veröffentlichung schafft.

Samstag, 15. Februar 2020

Heute: Der Gedenktag der 21 koptischen Märtyrer

Enthauptet in Libyen von den Mördern des daesh. Bittet für uns!

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Vor dem Altar

Vor dem Altar stand gestern noch ein Sarg - heute die Krippe.
Thema der Predigt in beiden Messen: Gott wird Mensch, damit wir im Tod nicht verloren sind.

- ein tröstlicher Gedanke. Requiescat in pace!

Samstag, 1. Juni 2019

Statistiken

Eben habe ich bei "destatis" vorbeigeschaut. Die Abtreibungszahlen für das erste Quartal 2019 sind noch nicht veröffentlicht, wohl aber die Gesamtzahl für 2018: Es waren 100.986; wobei die Statistik nie alle Fälle erfasst, die Zahl also immer zu niedrig angegeben wird.

100.986, das sind rund 2,3 % mehr als 2016, wo die Zahl der Abtreibungen mit 98.721 angegeben wird. Warum 2016 als Vergleich? Für 2016 sind die "normalen" Sterbestatistiken - also die der geborenen Menschen - bereits veröffentlicht; es gab 910.902 Sterbefälle.

Geboren: 10-fache Lebenswahrscheinlichkeit!

Bei insgesamt rund einer Million Tode (geborene und ungeborene Menschen) wird also jeder zehnte Tod (genauer gerechnet: 9,78 %) durch eine Abtreibung verursacht. Durch "Transportmittelunfälle" starben 3.547 Personen, durch Gift 947 Personen und durch "tätlichen Angriff" nur 372 Personen. Der Tod durch Abtreibung ist also rund 28 Mal häufiger als ein Tod durch Verkehrsunfall; mehr als 100 Mal häufiger als eine Vergiftung und mehr als 265 mal häufiger als Mord und Totschlag.
(Bildquelle)

Mittwoch, 8. Mai 2019

Mittwoch im Krankenhaus

war - wie jeden Mittwoch - die Abendmesse. Nachdem die gestrige (Apg7, 51 – 8, 1a und auch die heutige ( Apg 8, 1b-8) Lesung das Martyrium des Hl. Stefan beschreiben, ging es in den einführenden Gedanken zur Messe auch um Christenverfolgung.

Sehr schön fand ich, dass in den Fürbitten auch für die Verfolger und ihre Bekehrung gebetet wurde.

Zur "Woche für das Leben" sind einige wertvolle Gedanken auf Ciceros (Peter Winnemöllers) Blog "katholon" nachzulesen.

Asia Bibi hat Pakistan verlassen

und sie ist in Kanada angekommen. Hoffentlich findet sie dort Frieden, gemeinsam mit ihrer Familie. Doch es sind noch viele Christen wegen "Blasphemie" in pakistanischen Gefängnissen. Und auch in anderen Teilen der Welt gibt es Christenverfolgung, nicht nur in Asien.
(Bild: St. Sebastian, Sri Lanka, am Ostermorgen)

Beten wir für die verfolgte Kiche.
Immer noch habe ich die Bilder im Kopf, wie das Meer sich rot färbt, als die 21 koptischen Christen in Libyen ermordet wurden. Von der facebook-Seite von Sabatina James:

 "Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche!" - Tertullian 

Die radikalen Muslime schickten uns durch die grausame Hinrichtung der Christen eine ins Blut geschriebene Nachricht an die Nation des Kreuzes. Wir schicken somit eine mit Furchtlosigkeit geschriebene Nachricht an die Nation des islamischen Hasses: Wo immer ihr Christen wegen ihres Glaubens tötet, werden Tausende neue Christusnachfolger entstehen! Denn das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche! Jesus Christus ist unser Glaube! Die gegenwärtige Welt ist unsere Pilgerschaft und der Himmel unser zu Hause! Wir haben keine Angst! Wir sind Christen!

Heilige Märtyrer, bittet für uns!

Sonntag, 21. April 2019

Frohe Ostern!

Afrikaans: Geseënde Paasfees
Albanisch: Gëzuar Pashkët
Arabisch: feseh Magied
Armenian: Kuhreestos harryav ee merrelotz
Baskisch: Ondo izan Bazko garaian
Bikol: Maogmang Pagkabuhay na Liwat ni Kristo
Bretonisch: Pask Seder
Bulgarisch: Христос воскресе! Chamorro: Felis Pasgua
Chinesisch: Fuhuo Jie Kuai Le
Dänisch: Glaedelig Påske!
Deutsch: Frohe Ostern!
Englisch: Happy Easter!
Finnisch: Hauskaa Pääsiäistä!
Französisch: Joyeuses Pâques!
Griechisch: καλó πασχα, Χριστος ανεστη
 Hebräisch: Pesach Sameach
Italienisch: Buona Pasqua!
Kroatisch: Sretan Uskrs!
Madagassisch: Tratry ny Paska!
Niederländisch: Vrolijke Pasen!
Norwegisch: God Påske!
Polnisch: Wesol`ych S`wia`t !
Rumaenisch: Paşte fericit!
Russisch: Christos woskrese!
Portugiesisch: Feliz Páscoa!
Russisch: Posdrovlaju s Paschoy!
Schwedisch: Glad Påsk!
Serbisch: Srećan Uskrs!
Slowenisch: za veliko noc vse najboljse
Spanisch: Feliz Pascua!
Tschechisch: veselé velikonoce
Ungarisch: Kellemes Húsvétot
Chinese (Mandarin): fùhuójié kuàilè
Chinesisch (Cantonese): fuhkwuhtjit faailohk
Dänisch: God påske
Englisch: Happy Easter
Esperanto: Feliĉan pask(fest)on
Estonisch: Häid lihavõttepühi
Faroese: Gleðilig páskir
Finnisch: Hyvää Pääsiäistä / Iloista pääsiäistä
Französisch: Joyeuses Pâques
Friaulisch: Buine Pasche
Galizien: Boas Pascuas
Georgisch: giloc avt a?dgomas- frm
Griechisch: Kaló Páskha
Hawaiian: E ôlelo mâlie
Hebräisch: chag pascha same’ach
Holländisch: Vrolijk Pasen, Zalige paasdagen, Zalig Pasen
Indonesisch: Selamat Paskah
Irisch: Cáisc Shona Dhuit/Dhaoibh, Beannachtaí na Cásca
Isländisch: Gleðilega páska
Italienisch : Buona Pasqua
Japanisch : 嬉しいイースター
Katalanisch: Bona Pasqua
Korean: haengpoghan puhwarcheori toesikir
Kroatisch: Sretan Uskrs
Lateinisch: Prospera Pascha sit
Lettisch: Prieci’gus Ziemsve’tkus
Litauisch: Linksmu velyku.
Luxemburgisch: Schéin Ouschteren
Mazedonisch: Sreken Veligden
Norwegisch: God påske
Polnisch: wesołych świąt!
Portuguiesisch: Boa Páscoa, Páscoa Feliz, Feliz Páscoa
Rumänisch: Paste Fericit
Russisch: Xristos voskrese
Schottisch: A’ Chàisg sona
Schwedisch: Glad Påsk
Serbisch: Hristos vaskrse
Slowakisch: Veselú Veľkú noc!
Spanisch: ¡Felices Pascuas!
Swahili: Heri kwa sikukuu ya Pasaka
Tscheschisch: Veselé Velikonoce
Türkisch: hayirli paskalya
Ukrainisch: Z Velykodnimy sviatamy
Ungarisch: Kellemes Húsvéti Ünnepeket
Urdu: eid mubarak
Walisisch: Pasg Hapus
Yoruba: Eku odun ajinde
Zulu: IPhasika elijabulayo/IPhasika elithokozayo

Dienstag, 16. April 2019

Notre Dame brennt,

aber das Kreuz steht.

Au cœur des décombres et des gravats, la croix est toujours là. Intacte. Douloureuse et lumineuse.

Im Herzen der Trümmer und des Schuttes, ist das Kreuz immer da. Intakt. Schmerzhaft und leuchtend. 

Samstag, 23. Februar 2019

Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt ...

BVerfG, 28.05.1993 - 2 BvF 2/90

Amtlicher Leitsatz:

1. Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben, auch das ungeborene, zu schützen. Diese Schutzpflicht hat ihren Grund in Art. 1 Abs. 1 GG; ihr Gegenstand und - von ihm her - ihr Maß werden durch Art. 2 Abs. 2 GG näher bestimmt. Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch die Annahme seitens der Mutter begründet.
2. Die Schutzpflicht für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschliches Leben allgemein.
3. Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner Mutter. Ein solcher Schutz ist nur möglich, wenn der Gesetzgeber ihr einen Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich verbietet und ihr damit die grundsätzliche Rechtspflicht auferlegt, das Kind auszutragen. Das grundsätzliche Verbot des Schwangerschaftsabbruchs und die grundsätzliche Pflicht zum Austragen des Kindes sind zwei untrennbar verbundene Elemente des verfassungsrechtlich gebotenen Schutzes.
4. Der Schwangerschaftsabbruch muß für die ganze Dauer der Schwangerschaft grundsätzlich als Unrecht angesehen und demgemäß rechtlich verboten sein. Das Lebensrecht des Ungeborenen darf nicht, wenn auch nur für eine begrenzte Zeit, der freien, rechtlich nicht gebundenen Entscheidung eines Dritten, und sei es selbst der Mutter, überantwortet werden.
5. Die Reichweite der Schutzpflicht für das ungeborene menschliche Leben ist im Blick auf die Bedeutung und Schutzbedürftigkeit des zu schützenden Rechtsguts einerseits und damit kollidierender Rechtsgüter andererseits zu bestimmen. Als vom Lebensrecht des Ungeborenen berührte Rechtsgüter kommen dabei - ausgehend vom Anspruch der schwangeren Frau auf Schutz und Achtung ihrer Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) vor allem ihr Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 GG) sowie ihr Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 GG) in Betracht. - Dagegen kann die Frau für die mit dem Schwangerschaftsabbruch einhergehende Tötung des Ungeborenen nicht eine grundrechtlich in Art. 4 Abs. 1 GG geschützte Rechtsposition in Anspruch nehmen.
6. Der Staat muß zur Erfüllung seiner Schutzpflicht ausreichende Maßnahmen normativer und tatsächlicher Art ergreifen, die dazu führen, daß ein - unter Berücksichtigung entgegenstehender Rechtsgüter - angemessener und als solcher wirksamer Schutz erreicht wird (Untermaßverbot). Dazu bedarf es eines Schutzkonzepts, das Elemente des präventiven wie des repressiven Schutzes miteinander verbindet.
7. Grundrechte der Frau tragen nicht so weit, daß die Rechtspflicht zum Austragen des Kindes - auch nur für eine bestimmte Zeit - generell aufgehoben wäre. Die Grundrechtspositionen der Frau führen allerdings dazu, daß es in Ausnahmelagen zulässig, in manchen dieser Fälle womöglich geboten ist, eine solche Rechtspflicht nicht aufzuerlegen. Es ist Sache des Gesetzgebers, solche Ausnahmetatbestände im einzelnen nach dem Kriterium der Unzumutbarkeit zu bestimmen. Dafür müssen Belastungen gegeben sein, die ein solches Maß an Aufopferung eigener Lebenswerte verlangen, daß dies von der Frau nicht erwartet werden kann.
8. Das Untermaßverbot läßt es nicht zu, auf den Einsatz auch des Strafrechts und die davon ausgehende Schutzwirkung für das menschliche Leben frei zu verzichten.
9. Die staatliche Schutzpflicht umfaßt auch den Schutz vor Gefahren, die für das ungeborene menschliche Leben von Einflüssen aus dem familiären oder weiteren sozialen Umfeld der Schwangeren oder von gegenwärtigen und absehbaren realen Lebensverhältnissen der Frau und der Familie ausgehen und der Bereitschaft zum Austragen des Kindes entgegenwirken.
10. Der Schutzauftrag verpflichtet den Staat ferner, den rechtlichen Schutzanspruch des ungeborenen Lebens im allgemeinen Bewußtsein zu erhalten und zu beleben.

Montag, 11. Februar 2019

Woche für das Leben

Gestern gesehen: Einige Materialien sind online. Das Thema ist "Suizid". Intention heute: Die Telefonseelsorge soll bekannter gemacht werden.

Ursprünglich wurde die "Woche für das Leben" ja eingeführt, weil das Lebensrecht der Ungeborenen durch die Neufassung der §§ StGB 218 ff. deutlich beschänkt wurde. In 2017 gab es laut "destatis" 101.209 Abtreibungen, 20 davon mit kriminologischer Indikation (nach Vergewaltigung), 3911 mit medizinischer Indikation, also nicht ganz 4 %. Alle anderen mit "Beratungsregelung".

Suizide gibt es ca. 10.000 pro Jahr. Allerdings liegt die zahl der versuchten Suizide deutlich höher.

Mir gefällt die Wahl des Themas nicht. Warum?
  • Zum einen finde ich, dass die Kirchen in der ökumenischen "Woche für das Leben" deutlich Stellung zur aktuellen Abtreibungsdiskussion nehmen sollten.  
  • Zum anderen empfinde ich das Thema als bedrückend. In meiner Familie gab es einen (erfolgreichen) Suizid, zwei Jahre davor einen Versuch, bzw. dieser Mensch wurde rechtzeitig gefunden und ins Krankenhaus, später in die Psychiatrie gebracht. Da bin ich nicht "drüber weg", auch wenn es schon einige Jahr her ist. 
  • Als Jugendliche habe ich mich auch intensiv mit dem Thema beschäftigt - aber das Kapitel ist abgeschlossen. Damals war es ein Priester, unser Kaplan, der mir klar gemacht hat: "Du bist geliebt! Gott hat Dich geschaffen, er liebt dich, und er hat einen Plan für Dich. Du wirst gebraucht. Schau dich um und denk' nach, was Gott mit dir vorhaben könnte."

Ich denke, ich werde es in die Hand nehmen ... auch wenn der 2. Punkt noch weh tut.


Dienstag, 29. Dezember 2015

Wie wir Katholiken so ticken ...

 Wie wir Katholiken so ticken, das habn sie nicht begriffen, die Kriminellen, die katholische Blogger mit dem Tode bedrohen.  Dabei hat einer der Bedrohten dies aus gegebenem Anlass sehr deutlich dargestellt. Werfür seinen Glauben stirbt, ist ein Märtyrer und wird als solcher die Herrlichkeit Gottes schauen. Unmittelbar.

Heilig. Subito. In dem Moment, in dem man für seinen Glauben stirbt. Was Besseres kann uns doch gar nicht passieren. Der Haken an der Sache sind allerdings die, die wir zurücklassen. Ehepartner, Kinder, Eltern, Freunde. Deshalb sollte man auch das Martyrium nicht anstreben - das wäre Sünde. Denn das Leben ist heilig, es kommt von Gott.

Und deshalb blogge ich hier weiter anonym.

Euch allen noch eine gesegnete Rest-Weihnachtszeit!

Montag, 5. Januar 2015

Ein paar sehr weise Worte von Manfred Lütz:

Wir haben von unserer Geburt bis zu unserem Tod nur eine relativ kurze Zeit zu leben. Und da ist es doch schade, dass für manche Menschen gilt: Um den Tod zu vermeiden, nehmen sie sich das Leben, indem sie unwiederholbare Lebenszeit in Fitnessstudios und Wellnesseinrichtungen verbringen. Und dann liegen sie nachher auf dem Sterbebett, und es passiert nun unvermeidlich das, was sie mit all ihren Bemühungen immer vermeiden wollten. Wird sich dann nicht manch einer fragen: Hätte ich nicht mehr Zeit für meine Frau, für meine Kinder, für andere Menschen haben sollen, als immer bloß im Fitnessstudio herumzuhängen? In Wirklichkeit gilt: Wer den Tod verdrängt, verpasst das Leben. [...] Wenn Menschen aus Angst vor dem Tod nur noch mit hängender Zunge durch die Wälder rennen und ein Leben aus Verzicht und Kasteiung führen, wenn sie nur noch an sich selbst und ihre Gesundheit denken und sich kaum mehr für andere Menschen interessieren, dann wird es eiskalt in unserer Gesellschaft, denn die Gesundheitsreligion ist total egoistisch. Glücklich dagegen ist man mit anderen Menschen. So hat sich das Menschenbild zutiefst verändert. Wenn der gesunde Mensch der eigentliche Mensch ist, dann ist der kranke, vor allem der unheilbar kranke, der behinderte, ein Mensch zweiter oder dritter Klasse. Wer dagegen nicht in der Gesundheit seine Religion findet, sondern eine seriöse religiöse Grundlage hat, kann gelassener mit dem Leben und auch mit seiner Gesundheit umgehen. (Quelle) Recht hat er!

Samstag, 2. November 2013

Allerheiligen - Allerseelen

Mittwoch: Chorprobe, trotz der "Allerheiligenferien", denn wir sollen an Allerheiligen singen. Anschließend sitzten wir noch gemüthlich bei einem Glas Wein beisammen. Es werden Anekdoten erzählt- ich bin zwar dabei, gehöre aber nicht dazu. Die Namen der einheimischen Originale sagen mir nicht viel. Zugezogen halt.

Allerheiligen: Ein Wortgottesdienst in der Aussegnungshalle des Friedhofs, mitgestaltet von unserem kleinen Chor. Gräbersegnung.Es ist seltsam, bei fremden Gräbern zu stehen. Aber "unsere" Toten liegen nun mal nicht auf dem Friedhof bei uns im Ort, ja, nicht einmal im selben Bundesland. Je nachdem, wessen Grab man besuchen würde, hätte man eine bis fünf Stunden Autofahrt zu bewältigen ...

Allerseelen: Auf dem Altar wurden die Kerzen entzündet, für jeden Verstorbenen aus dem Ort eine. Siebzehn insgesamt; die Namen werden vorgelesen. Einen von ihnen kannte ich - alle anderen nicht. Es reicht nicht, irgendwo zehn Jahre zu wohnen - irgendwie bin ich immer noch fremd.

Dennoch gibt es eine gemeinsame Heimat: Unsere Kirche. Der Herr im Tabernakel, das ewige Licht. Die gemeinsame Feier der Heiligen Messe. Selbst, wenn der Organist zur Kommunion - an Allerseelen (!) - Variationen über "Ihr Kinderlein kommet" anstimmt. Gott ist unser Vater - und wir seine Kinder, die lebenden und die Verstorbenen.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Gott sei Dank!

Eben erreicht mich eine Pressemitteilung per Mail:

Münster, den 22.10.13

Positives Signal aus dem Europaparlament

Umstrittener Estrela-Bericht zu „Sexuellen und reproduktiven Rechten und Gesundheit“ wird heute überraschend eindeutig vom Europaparlament zurückgewiesen

Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr nimmt dazu in Münster Stellung:

„Nach einer sehr lebhaften und kontroversen Plenarsitzung wurde heute der Estrela-Bericht mit einer Mehrheit von 351 zu 319 (bei 18 Enthaltungen) seitens der Europa-Abgeordneten in den federführenden Frauen-Ausschuss zurückverwiesen. Damit bewiesen die EU-Abgeordneten, dass die Beschlussvorlage des Berichtes unter der Leitung der portugiesischen Abgeordneten Estrela in der jetzigen inhaltlichen Gestaltung einer Abstimmung durch das Plenum unwürdig ist. Frau Estrela und ihre Mitstreiter zeigten sich von dieser unerwarteten Niederlage mehr als überrascht.
Durch ein klares, kritisches Votum zeichneten sich erfreulicherweise die CDU/CSU-Abgeordneten aus, denen wir dafür sehr danken.

Familien- und Lebensschutzinitiativen in allen EU-Mitgliedsstaaten hatten massiv gegen die Berichtsvorlage protestiert. Unter anderem waren Vertreter der EU-Bürgerinitiative „On of us“ und auch Mitglieder der Christdemokraten für das Leben gestern in Straßburg vor dem Parlament mit einer unüberhörbaren Demonstration aktiv. Diese europaweiten, spontanen Proteste und die schnelle Aufklärung über die tatsächlichen Inhalte des Berichtes zeigen nun erste Wirkung. Der Frauenausschuss muss sich nun erneut mit diesem Bericht beschäftigen.
Die Annahme eines neuen Berichts wird nun unwahrscheinlicher,  Ende Mai 2014 wird ein neues Parlament gewählt.
Den Ausschuss-Mitgliedern bleibt auch freigestellt, die Aussetzung der Prozedur bis auf weiteres zu entscheiden, also den Bericht in dieser Legislaturperiode nicht mehr weiterzuverfolgen.  

Das ganze Procedere sowie der Inhalt des EU-Berichts stellt den Versuch dar, politischen Druck zur Anerkennung eines "Rechts auf Abtreibung" aufzubauen.  Darüber kritisch aufzuklären und dafür neue Sensibilität in die Öffentlichkeit und das Parlament zu tragen, ist unser erstes gemeinsames Protestziel gewesen. In dieser Richtung werden wir weiter mit allen in Europa zusammenarbeiten, denen der Schutz der Familie, der Kinder und der Ungeborenen besonders am Herzen liegt.“

Anbei finden Sie einige Impressionen vom Protest am 22.10. 2013 in Straßburg.

http://charismatismus.wordpress.com/2013/10/21/foto-bericht-blitz-demo-pro-e
lternrecht-und-lebensschutz-in-strasburg/
 

+++++++++

 
Mit freundlichen Grüßen

Odila Carbanje

CDL - Christdemokraten für das Leben


Montag, 21. Oktober 2013

Und wieder eine Mail zum Estrela-Bericht

Heute in der Mailbox:
 Guten Tag,
vielen Dank für die Zusendung Ihrer Email bezüglich des Berichts über sexuelle und reproduktive Rechte, welcher am Dienstag, 22. Oktober 2013 im Plenum abgestimmt werden soll. Die CDU/CSU-Gruppe unterstützt den Zugang zu Informationen, auch im Bereich der Familienplanung (z.B. Verhütung) und zum Schutz der Gesundheit von Säuglingen, Kindern und Müttern, spricht sich jedoch klar gegen ein Recht auf Abtreibung aus. Ich habe in der Fraktion eine namentliche Abstimmung zum Bericht gefordert. Die EVP-Fraktion hat sich bereits in der letzten Woche für eine Ablehnung des gesamten Berichts ausgesprochen.

Mit freundlichen Grüßen

Christa Klaß

___________________________________
Christa Klaß
Europaabgeordnete der Region Trier
Das klingt ja schon recht vielversprechend. Allerdings hat das Europaparlament 766 Abgeordnete, zur EVP gehören 275, also etwas mehr als ein Drittel. Das reicht noch nicht! Hoffentlich kann der Gegenentwurf überzeugen.

Beten wir - für unsere Kinder.

Freitag, 18. Oktober 2013

Noch eine Mail vom Europaparlament

Heute habe ich von zwei anderen Abgeordneten (Partei "Die Linke") Antworten auf meine Rundmail erhalten - beide stimmen - bis auf die Anrede - wörtlich überein.

Und diese Antwort beginnt mit einer Lüge:
Sexuelle und reproduktive Rechte sind Menschenrechte
Weder in der UN-Charta der Menschenrechte noch in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union gibt es "sexuelle Rechte" noch "reproduktive Rechte". Weder gibt es ein Recht auf Sex, noch gibt es ein Recht auf ein Kind.

Mittendrin heißt es:
Es ist für die individuelle und soziale Entwicklung von  zentraler Bedeutung, dass Frauen das Recht haben, gemäß den internationalen Menschenrechtsnormen frei und eigenverantwortlich über die Anzahl ihrer Kinder, den Zeitpunkt und die Geburtenabstände zu entscheiden.
Das ist schlicht undergreifend Blödsinn. Ich habe mich schon als Teenager entschieden, dass ich vier oder fünf Kinder haben will. Kann ich jetzt das Recht auf das vierte oder fünfte Kind einklagen? Mein erstes Kind hätte ich gerne ein halbes Jahr früher bekommen - und das zweite und dritte jeweils im Abstand von zwei Jahren (anstelle von drei). Stehe ich jetzt außerhalb der "internationalen Menschenrechtsnormen" oder habe ich jetzt ein Problem mit meiner ""individuelle(n) und soziale(n) Entwicklung"?


Ach ja, sorry, "liebe" LINKE, ich mit meinen Wünschen war ja gar nicht gemeint, sondern ein "Recht auf Schwangerschaftsabbruch", das alerdings in krassem Widerspruch zu den "internationalen Menschenrechtsnormen" steht, insbesondere im Widerspruch zum Recht des ungeborenen Kindes auf  Leben (Art. 3 in der UN-Charta, Art. 3 in der EU-Charta).

Die Antwort der Abgeordneten endet mit einer rechtswidrigen Forderung:
Eine umfassende, für alle Schüler verbindliche Sexualerziehung muss in allen Mitgliedstaaten gewährleistet werden [...]
Auch dies widerspricht den Menschenrechten. Im Artikel 14 (Recht auf Bildung) der EU-Charta heißt es:
(3) Die Freiheit zur Gründung von Lehranstalten unter Achtung der demokratischen Grundsätze sowie das Recht der Eltern, die Erziehung und den Unterricht ihrer Kinder entsprechend ihren eigenen religiösen, weltanschaulichen und erzieherischen Überzeugungen sicherzustellen, werden nach den einzelstaatlichen Gesetzen geachtet, welche ihre Ausübung regeln.
Das Elternrecht soll demnach übergangen werden. Selbst wenn die Begründungen dafür, dieses Grundrecht auszuhebeln, wirklich nobel klingen:

Senkung der Zahl von Teenagerschwangerschaften, von ungewollten Schwangerschaften, von Schwangerschaftsabbrüchen und [...] Prävention von HIV
halte ich  sie dennoch nicht für ausreichend, das Erziehungsrecht der Eltern auszuhebeln - und ich bezweifle stark, dass diese Ziele durch die angedachte "Sexualerziehung" wirklich erreicht werden.






Freitag, 13. Juli 2012

Das Recht, etwas nicht zu wissen ...

Es geht um die Analyse der Gene, die mittlerweile in immer bezahlbarere Regionen rückt. Dazu ein sehr lesenswerter Artikel in der FAZ:
Daraus:
    Eltern sollten definitiv nicht alle genetischen Eigenschaften ihrer Kinder kennenlernen dürfen, weil das deren Recht auf eine offene Zukunft und ihre künftige Autonomie bei Entscheidungen verletzen kann.
Manches elterliche Wissen (z. B., wenn eine Untersuchung vor der Geburt ergibt, dass das Kind das Down-Syndrom hat), kommt bereits einem Todesurteil gleich. Früher wurden diese Kinder geboren - und sie durften leben. Würde wirklich jemand wissen wollen, ob bei ihm die Gefahr besteht, jenseits der 70 dement zu werden? Mit welchem Recht können Eltern Informationen über diese (oder eine andere) mögliche Zukunft ihres Kindes "kaufen"? Wenn die prognostizierte Krankheit auftritt, hat ihr Kind sie vielleicht schon längst beerdigt. Welche Eltern würden wollen, dass ihr Kind solche Diagnosen über sie erfährt? Wer möchte sich schon so etwas anhören: "Opi, dein Genom ergibt, dass du in ein bis zwei Jahren dement wirst. Wir reservieren dir jetzt schon mal einen Heimplatz, damit du nichts anrichtest!" Es ist besser, manche Dinge nicht zu wissen ... Mt. 24 (Elberfelder Ü.):
36 Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein. [...] 42 Wacht also! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. 43 Das aber erkennt: Wenn der Hausherr gewusst hätte, in welcher Wache der Dieb kommt, so hätte er wohl gewacht und nicht zugelassen, dass in sein Haus eingebrochen wird. 44 Deshalb seid auch ihr bereit! Denn in der Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen.

FÜSSCHEN-KAMPAGNE: MARSCH FÜR DAS LEBEN FÜSSCHEN 10 WOCHEN NACH DER EMPFÄNGNIS