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Samstag, 14. November 2020

Ein Wink mit dem Zaunpfahl?

 Heute Nachmittag kam dies im "Kollegen-Chat":


Aus der heutigen Vesper (Psalm 141):

1 Ein Psalm Davids. HERR, ich habe dich gerufen, eile mir zu Hilfe! Höre auf meine Stimme, wenn ich zu dir rufe!  3 HERR, stelle eine Wache vor meinen Mund, behüte das Tor meiner Lippen! 4 Neige mein Herz nicht zum bösen Wort, damit ich nicht frevlerische Taten verübe zusammen mit Männern, die Unrecht tun, damit ich nicht koste von ihren Genüssen! 5 Schlägt mich ein Gerechter, ist es Liebe,/ weist er mich zurecht, ist es Salböl, das mein Haupt nicht verweigert. Ja, immer noch bete ich für sie trotz ihrer Bosheit.

Okay, ich werde mich dazu nicht weiter äußern. 😇

Und aus der heutigen (eigentlich morgigen - Vorabend-) Messe:

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter.

10 Eine tüchtige Frau, wer findet sie? Sie übertrifft alle Perlen an Wert.
11 Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie und es fehlt ihm nicht an Gewinn.
12 Sie tut ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens.
13 Sie sorgt für Wolle und Flachs und arbeitet voll Lust mit ihren Händen.
19 Nach dem Spinnrocken greift ihre Hand, ihre Finger fassen die Spindel.
20 Sie öffnet ihre Hand für den Bedürftigen und reicht ihre Hände dem Armen.
30 Trügerisch ist Anmut, vergänglich die Schönheit, eine Frau, die den HERRN fürchtet, sie allein soll man rühmen.
31 Gebt ihr vom Ertrag ihrer Hände, denn im Stadttor rühmen sie ihre Werke!

Also gut, ich spinne nicht, aber ich sollte mich mal um die Schmutzwäsche kümmern ...

Sonntag, 24. Januar 2010

Franz von Sales ...

... Gedenktag ist heute. Auf der Seite seiner Gemeinschaft heißt es:

Franz von Sales (1567 ‑ 1622) war einer der ersten, der die Frömmigkeit für Laien in der Welt wieder entdeckte. Für die Familien, für die gebildeten und für die einfachen Menschen, bei Hofe, in den Kasernen und in allen anderen Berufen.
Diese "allgemeine Berufung zur Heiligkeit" ist das große Anliegen von Franz von Sales. Er wird nicht müde, daran zu erinnern, dass es unabdingbare Verpflichtung aller Christen ist, nach der ihren Lebensumständen gemäßen Heiligkeit zu streben.


Als ich diesem Gedanken zum ersten Mal begegnete, hat es mich fast umgehauen: Heiligkeit ist etwas, das jede(r) für sich anstreben kann; Heiligkeit ist nicht nur irgendwelchen zeitlich und räumlich Äonen entfernten Aposteln oder Märtyrern der ersten Jahrhunderte vorbehalten; nein, es ist ein Thema, was mich persönlich etwas angeht.

Die Heiligengeschichten meiner Kindheit hatten da einen ganz anderen Eindruck hinterlassen: Entweder bedurfte es des direkten Kontaktes mit dem Herrn, wie er den Aposteln, der Gottesmutter und sogar der dämonenbesessenen Sünderin Maria M. geschenkt wurde; oder aber eines überragenden Heldenmutes, wie beim Hl. Tarcisius, St. Katharina von Alexandria oder St. Maria Goretti. Allenfalls - so meine Vorstellung - konnte man Heiligkeit noch durch extremste Armut oder Entsagungen - wie Giovanni Bernadone ("Franz" von Assisi) oder Elisabeth von Ungarn/Thüringen - erlangen. Aber so eine "wandelnde Katastrophe" (Originalzitat meiner Klassenlehrerin) wie ich? Keine Chance.

Und dann das: Auch von mir ist Heiligkeit verlangt. Im Alltag. Bei der Arbeit. In der Familie. Unglaublich. Aber der Heilige Franz von Sales ist nicht der Einzige, der diese Botschaft für mich hatte: In den Worten des Hl. Josefmaria Escriva tauchte sie wieder auf. Und wieder tauchte diese Botschaft auf, als ich zufällig über eine Predigt von Johannes-Paul II stolperte. Heiligkeit: Das ist eine ganz schön heftige Anforderung. "tough job", wie man so schön "neudeutsch" sagt.

Aber: Jeder ist gerufen. Also: let's go! Los geht's! Machen wir uns auf die Socken. Danke für den Ruf, Heiliger Franz.

Freitag, 15. Januar 2010

Einkehrtag

Nach längerer beruflich bedingter - also eher unfreiwilliger - Abstinenz habe ich es endlich wieder einmal geschafft, an einem Einkehr-Abend teilzunehmen. Das stille Gebet vor dem Tabernakel, das konzentrierte Zuhören - das tat gut. In der Beichte wieder einmal so richtig gründlich "Fenster putzen", den ganzen Dreck abwaschen und wieder einen freien Blick nach vorne haben - es ist immer wieder befreiend. Für mich besonders wichtig war es, wieder einmal zur Ruhe zu kommen, den Geist auf das Wesentliche zu konzentrieren, ein klein wenig Abstand vom Alltag zu gewinnen.

Zwei Sätze sind jetzt noch übrig: "Werde, was du bist: Kind Gottes." (Benedikt XVI) und "Deshalb wollen wir, solange wir noch Zeit haben, allen Menschen Gutes tun, besonders aber denen, die mit uns im Glauben verbunden sind." (Paulus, Gal. 6, 10)
Zwei Sätze sind nicht viel, sollte man meinen. Aber als "Arbeitsauftrag" betrachtet, sind beide je eine Lebensaufgabe.

Seltsam: Das ist schon der zweite extreme Gegensatz von Bedeutungen, der mich in den letzten Wochen förmlich anspringt. Der erste war "Religionsfreiheit". Bedeutet "Religionsfreiheit" nun das Fehlen jeglichen religiösen Zeichens (anscheinend die Meinung des EuGH), oder bedeutet es meine Freiheit, gemäß meinem Glauben zu leben?
Bedeutet "Lebensaufgabe" nun das Aufgeben des Lebens - Kapitulation; in letzter Konsequenz den Suizid, oder  ist es die Aufgabe für das eigene Leben, die es höchst lebendig zu bewältigen gilt? Rein sprachlich betrachtet geht beides. Krass.

Freitag, 26. Juni 2009

Gedenktag des Heiligen Josefmaria: Ein Zitat

Ja selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen. [...]
Wenn wir diese Wahrheiten betrachten, verstehen wir die Logik Gottes ein wenig besser; es wird uns klar, dass der übernatürliche Wert unseres Lebens nicht davon abhängt, ob die großen Taten, die unsere Phantasie sich manchmal ausmalt, Wirklichkeit werden, sondern davon, dass wir den göttlichen Willen treu annehmen und mit ganzer Bereitschaft die kleinen Opfer jeden Tages tragen.
Christus begegnen, 172

Freitag, 24. April 2009

Und wieder "Der Weg"

  1. Wären doch dein Verhalten und deine Worte so, daß jeder, der dich sieht oder mit dir spricht, unwillkürlich dächte: Der da beschäftigt sich mit dem Leben Jesu.

  2. Würdiges Auftreten. - Gewöhne dir deine Affektiertheit und dein kindisches Getue ab. - Deine Haltung muß den Frieden und die Ordnung deines Geistes widerspiegeln.

Ein hartes Stück Arbeit, eine Lebensaufgabe? Allerdings. Von Frieden keine Spur (Himmel, hilf!), und statt "Ordnung meines Geistes" nur Sauerkraut im Hirn. Ein grauslicher Wirrwar von Gedanken und Gefühlen. Wie sortiert man Sauerkraut? Streifchen für Streifchen, sonst zerreißt's.

Wieso fällt mir jetzt Catull ein?

Odi et amo.
Quare id faciam fortasse requiris
Nescio sed fieri sentio et excrucior.

Ich hasse und ich liebe.
Warum ich das tue, fragst du vielleicht?
Ich weiß nicht.
aber ich spüre es geschehen und ich quäle mich.

excrucior - das steckt "crux" drin. Kreuz. Folter. Schmerzen.
Aus dem Hass "ans Kreuz mit ihm" "kreuzige ihn" wird Liebe "noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein". Aus Karfreitag wird Ostern. Und der am Kreuz hält's aus; mein Chaos mit. Und jetzt nehme ich das Sauerkraut in Angriff.

Dann komme ich bestimmt vielleicht auch vom Sterben zum Leben. beschäftigt sich mit dem Leben Jesu - Das ist das Ziel und der Weg.

Freitag, 17. April 2009

Der Weg

Ausreden. - Nie werden sie dir fehlen, wenn du deinen Pflichten ausweichen willst. Welche Fülle wohl begründeter Sinnlosigkeiten!

Verschwende deine Zeit nicht damit, sie lange abzuwägen. Wische sie beiseite und tu deine Pflicht.

Die Worte eines Heiligen. Schnell gelesen. Aber wie schwer ist es, danach zu handeln. Schluss mit rumsurfen; herumhängen im Internet - an die Arbeit!

FÜSSCHEN-KAMPAGNE: MARSCH FÜR DAS LEBEN FÜSSCHEN 10 WOCHEN NACH DER EMPFÄNGNIS