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Donnerstag, 27. Januar 2022

Novene!

Hier geht es zur Novene. Wir beten um die Erneuerung der Kirche. Betet mit!

Samstag, 5. Juni 2021

Alfred Delp

Seine Exzellenz, Kardinal Reinhard Marx zitiert  - anläßlich seines Rücktrittsgesuchs den Märtyrer Alfred Delp.

Original: "Die Kirchen scheinen sich durch die Art ihrer historisch gewordenen Daseinsweise selbst im Weg zu stehen. Ich glaube, überall da, wo wir uns nicht freiwillig um des Lebens willen von der Lebensweise trennen, wird die geschehende Geschichte uns als richtender und zerstörender Blitz treffen. Das gilt sowohl für das persönliche Schicksal des einzelnen kirchlichen Menschen wie auch für die Institutionen und Brauchtümer. Wir sind trotz aller Richtigkeit und Rechtgläubigkeit an einem toten Punkt.
Die christliche Idee ist keine der führenden und gestaltenden Ideen dieses Jahrhunderts. Immer noch liegt der ausgeplünderte Mensch am Wege. Soll der Fremdling ihn noch einmal aufheben? Man muss, glaube ich, den Satz sehr ernst nehmen: Was gegenwärtig die Kirche beunruhigt und bedrängt, ist der Mensch. Der Mensch außen, zu dem wir keinen Weg mehr haben und der uns nicht mehr glaubt. Und der Mensch innen, der sich selbst nicht glaubt, weil er zu wenig Liebe erlebt und gelebt hat.
Man soll deshalb keine großen Reformreden halten und keine großen Reformprogramme entwerfen, sondern sich an die Bildung der christlichen Personalität begeben und zugleich sich rüsten, der ungeheuren Not des Menschen helfend und heilend zu begegnen."

Marx: "Heiliger Vater,
ohne Zweifel geht die Kirche in Deutschland durch krisenhafte Zeiten. Natürlich gibt es dafür – auch über Deutschland hinaus weltweit – viele Gründe, die ich hier nicht im Einzelnen ausführen muss. Aber die Krise ist auch verursacht durch unser eigenes Versagen, durch unsere Schuld. Das wird mir immer klarer im Blick auf die katholische Kirche insgesamt, nicht nur heute, sondern auch in den vergangenen Jahrzehnten. Wir sind – so mein Eindruck – an einem gewissen „toten Punkt“, der aber auch, das ist meine österliche Hoffnung, zu einem „Wendepunkt“ werden kann. Der „österliche Glaube“ gilt doch auchfür uns Bischöfe in unserer Hirtensorge: Wer sein Leben gewinnen will, wirdes verlieren; wer es verliert, wird es gewinnen! 

Seit dem letzten Jahr denke ich intensiver darüber nach, was das auch für mich persönlich bedeutet und bin – durch die Osterzeit ermutigt – zu dem Entschluss gekommen, Sie zu bitten, meinen Verzicht auf das Amt des Erzbischofs von München und Freising anzunehmen."

Samstag, 19. März 2011

ISDN

Was heißt "ISDN"? In diesem Fall hier:
kann es nur heißen: Ist sowas denn nötig? Diese Person quatscht in voller Lautstärke während eines Pontifikalamtes - als wär's eine Sportveranstaltung. Soll das Kürzel "WDR" auf dem Mikrofon jetzt heißen "Wir dürfen randalieren"??? Wenn man dann auch noch sieht, dass diese Person nicht einmal hier:
also während der Wandlung, die Klappe halten kann ...
da verschlägt's einem echt die Sprache.
Liebe Leut' vom Fernsehen: Bitte lasst doch diese Person als nächstes eine Übertragung vom Freitagsgebet aus einer Moschee in Saudi-Arabien kommentieren!

Via Stanislaus.

Freitag, 25. Februar 2011

YOUCAT - und los!

Eine Bitte vom Papst an die Jugendlichen findet sich in der Einleitung des neuen Jugendkaketechismus
YOUKAT, der demnächst erscheinen soll.
Hierzu erreichte mich per Mail der folgende Aufruf:

 YOUCAT for Bestseller!
Jeder, der will, dass der YOUCAT Mitte April die Sachbuch-Bestsellerliste stürmt, kann sich mit den folgenden sechs Schritten daran beteiligen:

·         Markiere Samstag, den 26. März, rot in Deinem Kalender!
·         Gehe an diesem Tag in die nächstgelegene allgemeine Buchhandlung!
·         Verlange den YOUCAT!
·         Frage, warum er nicht vorrätig ist.
·         Bestelle nicht im Internet!
·         Und natürlich:) Bitte schick die Mail jetzt gleich an Freunde weiter!

Ende März, Anfang April wird es große Pressekonferenzen in Wien (Kardinal Schönborn), Mainz (Kardinal Lehmann), Bern (Schweizer Bischofskonferenz) und Rom (Kardinal Schönborn, Kardinal Rylko, Erzbischof Fisichella + Übergabe des YOUCAT an Papst Benedikt) geben. Das wird eine gigantische Druckwelle in den Medien erzeugen. Wichtig ist aber, dass in diesem Zeitraum ganz, ganz, ganz viele Leute (auch in solche) Buchhandlungen gehen, die den YOUCAT nicht auf dem Monitor haben. Der YOUCAT muss als Stapelware im Eingangsbereich von Großbuchhandlungen Kaufhäusern, Bahnhofsbuchhandlungen liegen. Sonst verpufft der Presseimpuls. Wenn Leute, die sonst nie ein religiöses Buch kaufen, angesprochen werden, haben wir gewonnen. YOUCAT kickt auf Platz 1 – und ist von da ein Selbstläufer. Alle Medien müssen darüber berichten. Es wird zur Debatte kommen. Und wir sind am Ziel.




Dienstag, 8. Februar 2011

Petition "Pro ecclesia"

Petition Pro Ecclesia

8. Februar 2011

Peter Winnemöller hat eine Erklärung mit dem Titel Petition Pro Ecclesia verfasst, mit der gegenüber den deutschen Bischöfen zum Ausdruck gebracht werden soll, dass „der Glaube an den Dreifaltigen Gott, wie ihn uns die Apostel und ihre Nachfolger überliefert haben, lebendig ist“.
Momentan formiert sich im Facebook eine Gruppe („Wir bleiben katholisch“), in der die Petition vorgestellt wird und unterzeichnet werden kann. Die Gruppe ist geschlossen, d.h., nur wer eingeladen wird, kann Mitglied werden. Wer die Petition unterzeichnen möchte, aber nicht im Facebook ist und daher den Willen zur Unterstützung nicht über die Gruppe erklären kann, wende sich am besten an Peter Winnemöller (eine Kontaktmöglichkeit gibt es im Impressum seines Blogs).
Ich habe die Petition bereits unterschrieben und ermutige alle Leserinnen und Leser, es mir gleich zu tun.

Text geklaut bei: (Josef Bordat)
http://jobo72.wordpress.com/2011/02/08/petition-pro-ecclesia/

Samstag, 5. Februar 2011

Klartext

Mein Bischof findet sehr deutliche Worte; lest selbst:

Hier. Klick.

Danke.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Rausgeschmissen

Rausgeschmissen hat "die Erzdiözese München und Freising" den Gebetszug "1000 Kreuze für das Leben", der für den 24.10 angekündigt ist. Wörtlich aus der Pressemitteilung:
Nach Informationen der Erzdiözese planen rechtsextreme Gruppierungen wie bereits im vergangenen Jahr, die Veranstaltung zu unterwandern und für ihre Zwecke zu missbrauchen. Aus diesem Grund ist den Teilnehmern der Veranstaltung die Nutzung des Kirchenraums der Pfarrei St. Paul und anderer Kirchenräume nicht gestattet. Entgegen anders lautender Ankündigungen des Veranstalters „Euro Pro Life“ wird es deshalb weder eine Heilige Messe noch ein Rosenkranzgebet in St. Paul geben.
Seit wann hat die Kirche nicht mehr das Hausrecht in ihren Gebäuden? Statt dass die Kirche Leute aufbietet, die die Extremisten aus dem Kirchenraum hinausschicken, werden Gläubige, die engagiert für ihren Glauben eintreten wollen, am Gebet gehindert. Keine Heilige Messe, kein Rosenkranz.

Was ist das denn für eine Art "vorauseilender Gehorsam"? Oder muss ich das jetzt unter "political correctness" verbuchen? Wenn tatsächlich einer während der Messe randalieren würde, machte er sich gleich in mehrfacher Weise strafbar: (schwerer) Hausfriedensbruch; Störung der Religionsausübung; möglicherweise sogar Nötigung oder Bedrohung; vielleicht noch einiges mehr; als Nicht-Jurist habe ich da keinen Überblick. Das Bistum hätte das Recht auf seiner Seite - warum kneift es da? Hier ergäbe sich doch eine gute Möglichkeit, sich von den extremistischen Provokateuren zu distanzieren. Ich wüsste mal gern, ob der Erzbischof diese ****(Selbstzensur) Presseverlautbarung abgesegnet hat - weiß er davon überhaupt?

Und wie kommt's zur Unterwanderung? Der Veranstalter "Euro pro Life" (Geld für Leben???) dank seiner sehr ungeschickten "völkischen"Argumentation à la "wir brauchen mehr Kinder, damit die Renten gesichert sind und unser Volk nicht ausstirbt!" liefert den Radikalen von "Links" und "Rechts" die Argumente (siehe hier, ungefähr ab der 3. Minute). Das ist nicht die Position der Kirche, wie neulich in Ralf seinem Blog sehr deutlich zu lesen war; ich zitiere:
Menschen, die meinen mit NS-Ideologie könne man Probleme des 21. Jahrhunderts lösen, argumentieren oft aus der Perspektive der Bevölkerungsentwicklung gegen Abtreibung. Sie teilen damit das Anliegen des christlichen Lebensschutzes, nicht aber das Argument für dieses Anliegen. Denn die Bevölkerungsentwicklung hat uns als christliche Lebensschützer nicht zu interessieren.

Sehr fragwürdig finde ich deshalb die Argumentation von „EuroProLife“, die auf einem Flugblatt darauf hinwiesen, dass „Europa mit einer Geburtenrate von nur 1,5 weit unter dem für den Selbsterhalt eines Volkes nötigen Mindestwert von 2,1“ liege. Mit Verlaub: Das interessiert mich nicht! Mein Grund, mich für Lebensschutz einzusetzen, ist ein anderer: Der Mensch ist als Geschöpf Gottes von der Zeugung bis zum natürlichen Tod ein Ausdruck der göttlichen Liebe, mit welcher der Schöpfer seinem Werk die Krone aufsetzt. Es geht mir nicht um den Fortbestand europäischer Völker. Mir ist das koreanische Kind ebenso wichtig wie ein Kind aus Cottbus. Hier besteht Klärungsbedarf. Wir müssen uns abgrenzen von denen, die aus ganz anderen Gründen dasselbe Thema ansprechen, sonst aber mit uns nicht, aber auch gar nichts zu tun haben!
Oh, ich seh' grad', dass Ralf auch zitiert hat, nämlich Josef, der dies in einem Kommentar auf Phils Blog schrieb. Hierzu jedenfalls meine volle Zustimmung! Nochmal klar und deutlich:

Der Mensch ist als Geschöpf Gottes von der Zeugung bis zum natürlichen Tod ein Ausdruck der göttlichen Liebe. Jedes Kind ist wertvoll und ein Geschenk Gottes.

Der Auftrag an die Kirche lautet doch (Zitat Paulus, 1. Kor 3,23 - 4,1): Ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes. So soll man uns betrachten: als Christi Diener und Verwalter göttlicher Geheimnisse.

Freitag, 18. September 2009

"heiliges Brot" .... Wandlung

Erstkommunionvorbereitung. Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber es klingt mir noch in den Ohren nach, das Wort vom "heiligen Brot" der gutmeinenden, sehr engagierten Tischmutter. Weiß der Himmel, wieso mir das jetzt wieder einfällt, aber es fiel mir ein, kurz nach meinem heutigen Besuch beim Allerheiligsten. Das kann doch so nicht stimmen. Es ist der Herr und nicht "heiliges Brot".
Was sagt der Katechismus dazu?
1374 Die Weise der Gegenwart Christi unter den eucharistischen Gestalten ist einzigartig. Sie erhebt die Eucharistie über alle Sakramente, so daß sie "gleichsam die Vollendung des geistigen Lebens und das Ziel aller Sakramente" ist (Thomas v. A., s. th. 3,73,3). Im heiligsten Sakrament der Eucharistie ist "wahrhaft, wirklich und substanzhaft der Leib und das Blut zusammen mit der Seele und Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und daher der ganze Christus enthalten" (K. v. Trient: DS 1651). Diese "Gegenwart wird nicht ausschlußweise ‚wirklich' genannt, als ob die anderen nicht ‚wirklich' seien, sondern vorzugsweise, weil sie substantiell ist; in ihr wird nämlich der ganze und unversehrte Christus, Gott und Mensch, gegenwärtig'' (MF 39).
Aus dem Abschnitt werd' ich nicht so ganz schlau - das beantwortet nämlich meine Frage nicht: Ist das Sakrament - mal abgesehen von dem, was den Sinnen zugänglich ist, überhaupt noch Brot? Wenn ich in meinem Büro "gegenwärtig bin", bleibt das Büro ja Büro. Bleibt die Hostie aber Brot + "Christus-gegenwärtig" oder ist sie ganz und gar in IHN verwandelt? Mal weiterlesen.
1375 Christus wird in diesem Sakrament gegenwärtig durch die Verwandlung des Brotes und des Weines in den Leib und das Blut Christi. Die Kirchenväter betonten entschieden den Glauben der Kirche, daß das Wort Christi und das Walten des Heiligen Geistes so wirkkräftig sind, daß sie diese Verwandlung zu bewirken vermögen. Der hl. Johannes Chrysostomus erklärt:
''Nicht der Mensch bewirkt, daß die Opfergaben Leib und Blut Christi werden, sondern Christus selbst, der für uns gekreuzigt worden ist. Der Priester, der Christus repräsentiert, spricht diese Worte aus, aber ihre Wirkkraft und Gnade kommen von Gott. Das ist mein Leib, sagt er. Dieses Wort verwandelt die Opfergaben'' (prod. Jud. 1,6).

Eigentlich sagt das Wort "Wandlung" ja schon alles: Die Sinneswahrnehmung liefert zwar noch den Eindruck "Brot", aber das SEIN ist Christus.

Und ein schneller Griff zur Suchmaschine der Wahl bestätigt:
Gerade bei diesem Teil unserer Verkündigung kommt es sehr auf die richtige Wortwahl an. "Heiliges Brot" führt eher in die Irre, als dass es zum rechten Verständnis dieser kostbarsten Gabe Christi an seine Gläubigen hilft.
Danke für die klaren und deutlichen Worte, Exzellenz!

In diesem Zusammenhang kommt mir dann auch der (Gast-)Priester wieder in den Sinn, der während einer Andacht (wochentags) in der Kirche sagte: " .... und Du Herr [der Priester wendet sich zum Tabernakel und verneigt sich] hast uns im heutigen Evangelium gesagt ..."

Danke für solche Priester.

Kontrastierend dazu am Sonntag der Gemeindepriester, der nicht mit, sondern nur über den Herrn sprach. Ich vermute, dass es in "feiner Gesellschaft" als unhöflich gilt, über Anwesende zu sprechen, statt mit ihnen. Aber wir sind ja nicht in "feiner Gesellschaft" sondern nur auf dem Dorf. (Vorsicht, das war jetzt mein sonderbarer Humor).
Aber auch dafür bin ich dankbar: Früher (anderes Bistum, anderes Jahrhundert, 70-er Jahre) wurde nicht über den Herrn, das Evangelium oder den Tagesheiligen gepredigt, sondern über Sartre und Camus. Sterbenslangweilig, fand ich damals.

Dienstag, 1. September 2009

Entwicklungshilfe ...

Im Blog des Erzbischofs Zollitsch ist zu lesen:
"Entwicklungshilfe will der Staat leisten, aber wir als Kirche sind mindestens genauso gefragt“, berichtet Erzbischof Matthew. Tatsächlich: Den Ärmsten der Armen kann ich hier begegnen, Armut vereint Muslime und Christen."
Da fällt mir spontan ein Interview ein, dass ich neulich in der FAZ gelesen habe (leider nur noch gegen Gebühr online erhältlich), das in ähnlicher Form wohl mit einer Schweizer Zeitung geführt wurde: hier. Ob seine Exzellenz dieses Interview wohl kennt? Wie stehen Misereor und missio zu diesen Aussagen? Sind auch sie mit den "NGO"s gemeint?

Um mir ein eigenes Urteil zu bilden, habe ich zu wenig Informationen - meine aber, dass kirchliche Hilfe "anders" ist, als die "typische" Entwicklungshilfe von Weltbank&Co. Kommentare ind Informative Links erwünscht!

Freitag, 28. August 2009

Fortsetzung: Zollitsch in Nigeria

Hilfe zur Selbsthilfe

Und jetzt gibt es das Ganze auch mit RSS-feed:
http://feeds.feedburner.com/dbk
(in meiner Blog-Liste aktualisiert)

Donnerstag, 27. August 2009

Kommentar zu Seiner Exzellenz

Nachdem Robert Kardinal Zollitsch auf seinem Blog ein ähnliches Problem hat, wie ich es auch hatte (keine Kommentarfunktion), möchte ich dennoch auch meinen Senf dazu geben. Wenn nicht dort, dann eben hier. In seinem letzten Beitrag von seiner Nigeria-Reise schreibt er:
Auf dieser Strecke habe ich verstanden wie viele Freikirchen, Pfingstler, Baptisten und andere Gemeinschaften es hier gibt, wie stark sie sind, aber auch wie sie versuchen, christliches Leben zu dominieren. “Christ Authority Church” lese ich auf Schildern, am “Halleluja-Shop” fahren wir vorbei, [...]
Die große Sorge ist der erstarkende Fundamentalismus einiger Freikirchen. Von 46 christlichen Universitäten erzählt Erzbischof Felix, fast alle von Freikirchen. “Wer dort aufgenommen wird, muss nachweisen, dass er regelmäßig den Gottesdienst besucht hat. Der Druck ist hoch”, so Erzbischof Felix. Und er ergänzt: “Was sollen wir als Katholiken dagegen halten – auch Druck aufbauen?” Mich lassen die Schilderungen nachdenklich zurück. Mich bewegt die Frage: Was müssen wir als Kirche tun, um dieser Entwicklung zu begegnen? Ich spüre in Ibadan: Solidarität ist keine Worthülse, sondern eine hohe Erwartung.
Nun, das Prinzip ist alt: Wes' Brot ich ess, des' Lied ich sing. Und die "anderen" sind in der Mehrheit. Einige Beiträge zuvor ist zu lesen: Katholiken 14 %, Andere Christen 25 %. Ist es "Druck", wenn ein Kegelverein sein Vereinsheim nur für Mitglieder öffnet? Ist es "Druck", wenn eine Gruppierung verlangt, dass die eigenen Mitglieder sich an die eigenen Regeln halten?

Wenn die katholische Kirche in Nigeria eine Universität unterhielte (ich weiß nicht, ob sie es tut), dann wäre es ihr gutes Recht, die Studienplätze vorrangig an Katholiken zu vergeben. In Deutschland läuft es an kirchlichen Schulen ja auch so, dass "religionslose" nicht aufgenommen werden, Religion ein Pflichtfach ist, soziales Engagement honoriert wird.

Was die katholische Kirche tun kann, um sich wohltuend von den "Freikirchen, Pfingstler, Baptisten" zu unterscheiden, ist, das Wort des Herrn zu befolgen:
15 Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? 17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. 18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte bringen. 19 Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. (Mt. 7; Elberfelder Übers.)
Das ist es woran die Kirche krankt: Die guten Früchte werden nicht gezeigt; den Wölfen reißt niemand den Schafspelz herunter - und die (Außen-)Wirkung ist fatal. Dabei hatte Exzellenz doch schon in seinem gestrigen Beitrag etwas wesentliches festgehalten:
Hier wird Unterstützung für die Bevölkerung konkret – und immer, so lerne ich, gehört das Gebet als wesentlicher Bestandteil dazu. Am ersten Abend in Afrika verstehe ich: das Gebet führt die Gläubigen zusammen, aus der Kraft des Gebetes leben sie. Das ist schön – und zeigt, wie unsere Religion über Grenzen und Kontinente hinweg im Gebet miteinander verbunden ist.
Warum sollte es dann falsch sein, es den "
Freikirchen, Pfingstler, Baptisten" nachzuahmen, dass Betende - Gottesdienstbesucher - als Erste von den kirchlichen Einrichtungen profitieren? Ist das "Druck"? Und wenn ja - ist "Druck" was schlimmes? Beim Blutdruck ist "Null" jedenfalls deutlich schlimmer als "zweihundert" (ja, ich weiß: Nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich).

FÜSSCHEN-KAMPAGNE: MARSCH FÜR DAS LEBEN FÜSSCHEN 10 WOCHEN NACH DER EMPFÄNGNIS