Samstag, 3. April 2021

Karfreitag

Wenn wir - als Kinder - am Karfreitag nicht bei der Oma waren (oder bei einem Taufpaten oder einer Tante), damit Mama in Ruhe arbeiten konnte, dann waren wir hier:

Mit Papa wanderten wir den Kreuzweg ab, beteten und Papa erklärte. Diese "doppelte" Kreuzigungsszene kam mir heute wieder in den Sinn bei der Predigt. Drei Kreuze, nicht nur eines. 

Warum schreibe ich das? Die Karfreitagspredigt ging auf die beiden ein: Dismas und Gestas hätten sie geheißen, und sie kämen auch schon in einem Apokryphen Evangelium vor. 

Ausgangspunkt war eine Kreuzigungsdarstellung in der ehemaligen Pfarrkirche deses pensionierten Priesters, die er sehr anschaulich beschrieb. Es könnte diese hier sein:


Angeblich sind die beiden Räuber der Heiligen Familie in Ägypten begegnet, als sie vor Herodes fliehen mußte. Gestas habe die offenbar wehrlose kleine Gruppe ausrauben wollen und den Esel stehlen. Dismas habe ihn - nach einem tiefen Blick in die Augen des Jesuskindes - davon abhalten können und hat dem Gestas 30 silberstücke dafür gegeben, dass er sie in Frieden läßt. 

Und genau diese beiden Räuber seien es gewesen, die mit Jesus gemeinsam gekreuzigt wurden. Ob Dismas das kleine Kind von damals wohl wiedererkannt hat? Sich erinnert hat? Keine Ahnung. Aber mit dem Blick auf Jesus hat er sich bekehrt, hat sich zu ihm bekannt und hat die Zusage bekommen: "Noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein!" Und diese Zusage gilt auch für uns - wenn wir umkehren, mit dem Blick auf Jesus.

Ich bin sehr dankbar, dass wir diesen Pensionär als Aushilfe haben, und froh für solche Predigten. Karfreitag - der Ausblick aufs Paradies.

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