Sonntag, 31. Januar 2010

Noch ein Lieblingsheiliger

In diesem Jahr verteilen sich, wie mir scheint, meine Lieblingshieligen auf die Sonntage: Heute ist der Gedenktag des Hl. Johannes "Don Bosco". Um mehr über ihn zu erfahren, empfehle ich die Seite des Tagesheiligen oder auch das Kirchenlexikon
Wenn ich mir viele der heutigen Kinder und Jugendlichen anschaue, dann braucht auch unsere Zeit Heilige wie ihn. Nur, dass sie die die Kinder nicht auf der Straße "absammeln" müssten, sondern vor den Fernsehern und Computer-Monitoren. Zu viele Kinder werden heute von Dieter Bohlen & Co. erzogen, statt von liebevollen Pädagogen, wie er einer war.
 Heiliger Johannes, bitte für uns - und für unsere Kinder!

Das bekannteste Zitat des Hl. Johannes (Giovanni) Bosco:
„Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist: Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen.“
Bildquelle: Heiligenlexikon

Samstag, 30. Januar 2010

Was Jesus nicht sagte:

(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:

 Evangelium nach Lukas 4,21-30.
Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat!
Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman.
Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.

Mittwoch, 27. Januar 2010

"Der angebliche Priestermangel"

Das: "Der angebliche Priestermangel" ist das Thema eines Kommentares auf kath.net. Dieser "Nachrichtenagentur" stehe ich ja eher reserviert gegenüber, da dort vieles für meinen Geschmack zu stark verkürzt und vereinfacht dargestellt wird. Diesem Kommentar möchte ich allerdings uneingeschränkt meinen Beifall zollen: Er scheint mir gut recherchiert und verliert auch nicht die Weltkirche aus den Augen, wie es anderenorts beim Thema "Priesternachwuchs" schon mal geschieht.
Was mir allerdings missfällt, ist die Diskussion, die sich an diesen Artikel anschließt: Sie ist zum Teil unwürdig. Da werden Giftpfeile geschossen, persönliche Attacken geritten, statt sachlich argumentiert - und alles von Leuten, die sich - wenn man sie fragen würde - sicher als "gute Katholiken" bezeichnen würden (denn sonst wären sie ja keine registrierten Nutzer dieser Platform). Das ist echt zum Weinen.
Und was steht im Johannesevangelium? 34  Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. 35 Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Dienstag, 26. Januar 2010

Grüße an die Schwester-

kirche sendet der Heilige Vater. Die serbisch orthodoxe Kirche hat einen neuen Patriarchen (gefunden bei jesus.de; nachgelesen bei Zenit). Wie auf dem Konzil zu Florenz festgestellt wurde (habe ich neulich gelernt), besteht das große Schisma von 1054 seitdem eigentlich nicht mehr - es gab auch eine Einigung bezüglich des "filioque". Aus politischen Gründen (z. B. Eroberung von Byzanz/Konstantinopel) wurden die Einheitsbeschlüsse nicht umgesetzt. Beten wir, dass wir zur Einheit mit unseren orthodoxen Schwesterkirchen finden!

Sonntag, 24. Januar 2010

Franz von Sales ...

... Gedenktag ist heute. Auf der Seite seiner Gemeinschaft heißt es:

Franz von Sales (1567 ‑ 1622) war einer der ersten, der die Frömmigkeit für Laien in der Welt wieder entdeckte. Für die Familien, für die gebildeten und für die einfachen Menschen, bei Hofe, in den Kasernen und in allen anderen Berufen.
Diese "allgemeine Berufung zur Heiligkeit" ist das große Anliegen von Franz von Sales. Er wird nicht müde, daran zu erinnern, dass es unabdingbare Verpflichtung aller Christen ist, nach der ihren Lebensumständen gemäßen Heiligkeit zu streben.


Als ich diesem Gedanken zum ersten Mal begegnete, hat es mich fast umgehauen: Heiligkeit ist etwas, das jede(r) für sich anstreben kann; Heiligkeit ist nicht nur irgendwelchen zeitlich und räumlich Äonen entfernten Aposteln oder Märtyrern der ersten Jahrhunderte vorbehalten; nein, es ist ein Thema, was mich persönlich etwas angeht.

Die Heiligengeschichten meiner Kindheit hatten da einen ganz anderen Eindruck hinterlassen: Entweder bedurfte es des direkten Kontaktes mit dem Herrn, wie er den Aposteln, der Gottesmutter und sogar der dämonenbesessenen Sünderin Maria M. geschenkt wurde; oder aber eines überragenden Heldenmutes, wie beim Hl. Tarcisius, St. Katharina von Alexandria oder St. Maria Goretti. Allenfalls - so meine Vorstellung - konnte man Heiligkeit noch durch extremste Armut oder Entsagungen - wie Giovanni Bernadone ("Franz" von Assisi) oder Elisabeth von Ungarn/Thüringen - erlangen. Aber so eine "wandelnde Katastrophe" (Originalzitat meiner Klassenlehrerin) wie ich? Keine Chance.

Und dann das: Auch von mir ist Heiligkeit verlangt. Im Alltag. Bei der Arbeit. In der Familie. Unglaublich. Aber der Heilige Franz von Sales ist nicht der Einzige, der diese Botschaft für mich hatte: In den Worten des Hl. Josefmaria Escriva tauchte sie wieder auf. Und wieder tauchte diese Botschaft auf, als ich zufällig über eine Predigt von Johannes-Paul II stolperte. Heiligkeit: Das ist eine ganz schön heftige Anforderung. "tough job", wie man so schön "neudeutsch" sagt.

Aber: Jeder ist gerufen. Also: let's go! Los geht's! Machen wir uns auf die Socken. Danke für den Ruf, Heiliger Franz.

Was Jesus nicht sagte:



(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Lukas 1,1-4.4,14-21.

Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren.
Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest.
Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt:
Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloß er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.

Mittwoch, 20. Januar 2010

EKD-Ratsvorsitzende

Über Frau Käßmanns Äußerungen haben sich schon einige geäußert, aber am bissigsten war bisher der Kommentar der Sonntagszeitung unter dem Titel:
"

Stell dir vor, es ist Krieg

Die wunderbare Welt der Bischöfin Käßmann


. Ich picke mal ein paar Rosinchen raus (mehr darf ich urheberrechtlich auch gar nicht ...):

"Oft lautet das Motto: Wir haben die Moral, ihr die Probleme."

"Es sind diese Äußerungen, die bei Kritikern den Verdacht nähren, hier spreche eine EKD-Ratsvorsitzende über Sicherheitspolitik wie eine Elftklässlerin."

Es ist eigentlich ein Trauerspiel: Das Bild von "Kirchens", das diese Frau in der Öffentlichkeit vermittelt, wird dann gern auch gleich auf alle anderen ausgeweitet. Und mir tut es weh, wenn die una sancta in die Deppenriege eingereiht wird. Margot, nein Danke.


Dienstag, 19. Januar 2010

Er kommt nicht mehr an den See ...

Ein Vereinskamerad ist gestorben. Wir hatten nur wenige Berührungspunkte - dazu ist der Altersunterschied zu groß - er ist 15 Jahre jünger und war immer viiiel besser ...

Lieber Markus,
obwohl wir nicht viel gemeinsam hatten - du fehlst. Auch wenn Du mit Gott, mit Christus und seiner Kirche "nicht viel am Bein" hattest, weiß ich: Dein Tod ist nicht das Ende. Weder das Ende von SEINEM Leben, noch von Deinem, Markus, noch von meinem. Daher sage ich jetzt einfach auf Wiedersehen. Und darum bete ich für Dich, wie die Kirche seit Jahrhunderten im Requiem für ihre Verstorbenen betet (Übersetzung von mir):

In paradisum deducant te angeli,
in tuo adventu
suscipiant te martyres,
et perducant te
in civitatem sanctam Jerusalem.
Chorus angelorum te suscipiat,
et cum Lazaro quondam paupere
aeternam habeas requiem.

 
Ins Paradies sollen Engel dich führen,
bei deiner Ankunft
die Märtyrer dich empfangen,
und sie sollen dich
in die heilige Stadt Jerusalem führen.
Möge der Chorder Engel dich empfangen
und mit dem ehemals armen Lazarus
mögest du ewige Erholung genießen.


Ich hoffe, dass das auch mal jemand für mich betet, wenn ich gestorben bin. Bis dann, Markus - auf ein Wiedersehen! sagt

Mariechen

Samstag, 16. Januar 2010

Was Jesus nicht sagte:


(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Johannes 2,1-11.

Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder faßte ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm.

Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wußte nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wußten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zuviel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.
So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

Freitag, 15. Januar 2010

Gebetswoche für die Einheit der Christen

In unserem Dekanat gab es heute einen sehr interessanten Vortrag zur "Gebetswoche für die Einheit der Christen", die ja nächste Woche anfängt. Der Vorsitzende von "catholica unio", Pater Dr. Gregor Hohmann OSA, hielt einen Vortrag über die Entstehung und Entwicklung der Ostkirchen. Leider war die Veranstaltung nicht besonders gut besucht - geschätzte 40 Personen. Gelernt habe ich eine Menge über die verschiedenen Schwesterkirchen und auch über Kirchengeschichte. Im Anschluss an die Veranstaltung gab es noch die Gelegenheit, ein paar Fragen zu stellen - aber wirklich nur ein paar, denn der Pater wird noch in Rom erwartet und wollte halbwegs pünktlich am Flughafen sein. Da kann man nur von Glück sagen, dass unser Dekanat einigermaßen "am Wegesrand" zwischen Würzburg und dem Flughafen liegt. Wenn Pater Gregor noch einmal hier auf der Durchreise einen Zwischenstopp einlegt, werde ichdas ganz gewiss nicht verpassen wollen!

Einkehrtag

Nach längerer beruflich bedingter - also eher unfreiwilliger - Abstinenz habe ich es endlich wieder einmal geschafft, an einem Einkehr-Abend teilzunehmen. Das stille Gebet vor dem Tabernakel, das konzentrierte Zuhören - das tat gut. In der Beichte wieder einmal so richtig gründlich "Fenster putzen", den ganzen Dreck abwaschen und wieder einen freien Blick nach vorne haben - es ist immer wieder befreiend. Für mich besonders wichtig war es, wieder einmal zur Ruhe zu kommen, den Geist auf das Wesentliche zu konzentrieren, ein klein wenig Abstand vom Alltag zu gewinnen.

Zwei Sätze sind jetzt noch übrig: "Werde, was du bist: Kind Gottes." (Benedikt XVI) und "Deshalb wollen wir, solange wir noch Zeit haben, allen Menschen Gutes tun, besonders aber denen, die mit uns im Glauben verbunden sind." (Paulus, Gal. 6, 10)
Zwei Sätze sind nicht viel, sollte man meinen. Aber als "Arbeitsauftrag" betrachtet, sind beide je eine Lebensaufgabe.

Seltsam: Das ist schon der zweite extreme Gegensatz von Bedeutungen, der mich in den letzten Wochen förmlich anspringt. Der erste war "Religionsfreiheit". Bedeutet "Religionsfreiheit" nun das Fehlen jeglichen religiösen Zeichens (anscheinend die Meinung des EuGH), oder bedeutet es meine Freiheit, gemäß meinem Glauben zu leben?
Bedeutet "Lebensaufgabe" nun das Aufgeben des Lebens - Kapitulation; in letzter Konsequenz den Suizid, oder  ist es die Aufgabe für das eigene Leben, die es höchst lebendig zu bewältigen gilt? Rein sprachlich betrachtet geht beides. Krass.

Samstag, 2. Januar 2010

Alles Gute!

Ein segensreiches gutes Neues Jahr wünsche ich all' meinen Lesern!

Es ist ja nur das Kalenderjahr, das nun begonnen hat - das Kirchenjahr (und damit "Lesejahr C") fing ja schon am 1. Advent an, und das Priesterjahr dauert bereits noch einige Monate länger (und das Schuljahr - je nach Staat bzw. Bundesland auch).

Aufgrund eines Systemwechsels (Windows 7 und tragbar, statt XP und fest verdrahtet) kämpfe ich noch mit den Tücken der Datentechnik - wenn alles, einschließlich meiner Nerven, sich wieder stabilisiert hat, werde ich hoffentlich wieder etwas mehr schreiben ...

Ich wünsche Euch Gottes Segen!

FÜSSCHEN-KAMPAGNE: MARSCH FÜR DAS LEBEN FÜSSCHEN 10 WOCHEN NACH DER EMPFÄNGNIS