Montag, 29. Juni 2009

Plädoyer für das Leben

Endlich mal ein positiver Artikel; verlinkt gefunden bei Mcp:

Das ist Mord, Jennifer!

By Mcp

Mit 16 schwanger:

Ihre Mutter reagiert wie erwartet. Du ein Kind, in deinem Alter? Das war für die Tochter nicht der Plan. Ihren Freund trifft Jennifer erst am nächsten Tag. Ihre Mutter ist dabei, als die drei sich zusammensetzen. Was wollt ihr jetzt machen? Jennifer will abtreiben, die Mutter lehnt ab. „Das ist Mord, Jennifer.“ Ihr Freund: Sagt nichts. Er ist mit der Situation völlig überfordert.

Unbedingt weiterlesen: Märkische Allgemeine; Wenn die Welt plötzlich zusammenbricht

Freitag, 26. Juni 2009

Gedenktag des Heiligen Josefmaria: Ein Zitat

Ja selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen. [...]
Wenn wir diese Wahrheiten betrachten, verstehen wir die Logik Gottes ein wenig besser; es wird uns klar, dass der übernatürliche Wert unseres Lebens nicht davon abhängt, ob die großen Taten, die unsere Phantasie sich manchmal ausmalt, Wirklichkeit werden, sondern davon, dass wir den göttlichen Willen treu annehmen und mit ganzer Bereitschaft die kleinen Opfer jeden Tages tragen.
Christus begegnen, 172

Donnerstag, 25. Juni 2009

Zweifel

Tag des Jubels, Tag der Freude: Einen ersten Schritt konnte ich auf dem Weg, zu dem ich mich berufen fühle, gehen. Aber dann ... nichts scheint so zu laufen, wie es soll. Ein Hindernis nach dem anderen türmt sich auf. Und ich beginne zu zweifeln. Ist es wirklich eine Berufung? Will der Herr mir mit den ganzen Hindernissen zeigen, dass ich auf dem falschen Weg bin? Oder will er mich prüfen? Meinen Gehorsam, meine Geduld?

Oder ist es gar nicht der Herr? Mache ich mir etwas vor, betrüge mich selbst und verwechsle letztendlich den Heiligen Geist mit meiner eigenen Meise? Ich weiß es nicht. Und der Herr schweigt.

Hin und wieder hat es Momente gegeben, da lag ein Stück des Weges ganz klar vor mir, oder ein Wort, wenn ich meine Sorgen und Fragen vor den Tabernakel trage oder dem Herrn vor die durchbohrten Füße werfe. Aber heute? Offene Fragen, Ungewissheit. Nur eine große Sehnsucht in mir.

Ich werde mich in Geduld üben müssen, gehorsam, demütig. Es fällt mir schwer. Warten ... im Zweifel. Ich will Entscheidungen, Klarheit - aber nicht nur das, die Entscheidungen sollen mir - selbstverständlich - auch genehm sein. Und genau da liege ich im Widerstreit mit mir selbst. Ich-will-mit-dem-Kopf-durch-die-Wand gegen "serviam". Täglich auf's Neue. Das gegebene Wort will ich nicht brechen - keine Tricks und keine Mogeleien. Und keine Ausflüchte. Serviam - ich will dienen - da wo ich stehe und bin. Und dazu fides - Glaube, Treue, Vertrauen. Dazu brauche ich viel Kraft - eine der sieben Gaben des Geistes. Darum bete und bitte ich.

Veni Creator Spiritus (Quelle)

1. Veni, Creator Spiritus,
mentes tuorum visita:
imple superna gratia,
quae tu creasti pectora.

2. Qui diceris Paraclitus,
donum Dei altissimi,
fons vivus, ignis, caritas
et spiritalis unctio.

3. Tu septiformis munere,
dextrae Dei tu digitus,
tu rite promissum Patris
sermone ditans guttura.

4. Accende lumen sensibus,
infunde amorem cordibus,
infirma nostri corporis
virtute firmans perpeti.

5. Hostem repellas longius
pacemque dones protinus;
ductore sic te praevio
vitemus omne noxium.

6. Per te sciamus da Patrem
noscamus atque Filium,
te utriusque Spiritum
credamus omni tempore. Amen.

Sonntag, 21. Juni 2009

Nicht-Priester

Was Priester nicht sind, ist hier zu sehen:
Somewhere someone is missing a white picket fence
(Übersetzung: Irgendwo vermisst irgendwer einen weißen Lattenzaun)

Meine Assoziation war allerdings eher: Fragezeichen.

PAS Post-Abortion-Syndrom

Gerade eben bin ich auf einen US-amerikanische Seite gestoßen, die genau dies zum Thema hat.
http://hopeafterabortion.com/
Hoffen dürfen - trotz Abtreibung. Fertig werden mit dem Gefühl der Schuld, sich selber wieder akzeptieren können. Dazu gibt es Hilfe, auch in Deutschland. Hier ist es der Rahel e. V., der sich der verwaisten Mütter und Väter(!) annimmt.
Ab sofort auch in meiner Link-Liste, rechts.

Samstag, 20. Juni 2009

Priester

Seit Freitag ist das Jahr des Priesters. Dazu gibt es sogar eine eigene Internetseite. Und Siegfried Ewers (St. Ottilien) hat dazu einen sehr nachdenklichen Kommentar geschrieben, dem ich weitgehend zustimme.

Eine Diskussion allerdings will mir nicht aus dem Kopf: Warum gibt es nur noch so wenige Priesterberufungen? Antwort darauf: Weil es nur noch so wenige katholische Familien mit vielen Kindern gibt. Der Priester-Beruf ist nicht mehr erstrebenswert.

Und da pack' ich mich an die eigene Nase: Würde ich es begrüßen, wenn einer meiner Söhne Priester werden möchte? Schwierig. Irgendwann wäre ich auch gern mal Großmutter. Und das passt nun mal nicht zusammen. Aber vielleicht mein(e) Enkel? Dazu habe ich nämlich gestern einen Eintrag auf einem "verwandten" englischen Blog entdeckt ...

Ich schäme mich für solche Gedanken. Das ist egoistisch. Sankt-Florians-Prinzip. Kann es etwas schöneres geben, als eines (oder gar mehrere) seiner Kinder dem Herrn zu überlassen? Eigentlich nicht. Aber "hergeben" will ich sie doch nicht. Soll ER sie doch rufen, wenn er sie haben will, dann lasse ich sie (vermutlich) auch gehen.

Kyrie eleison.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Gedanken nach der Chorprobe

Chorprobe. Der Chorleiter fragt, wie es denn den Leuten gefallen habe, an Fronleichnam. Es gab - wie in früheren Jahren - eine Prozession. Bei den einzelnen Altären hat - anders als in früheren Jahren - der Chor zwei Lieder gesungen; eines davon jeweils ein "tantum ergo". Aber, so frag' ich mich, ist es denn wichtig, ob es den Leuten gefällt?

Omnia ad maiorem gloriam dei!

Aber ich - ich alter Feigling - habe mal wieder nicht den Mund aufgemacht. Nicht gesagt, worauf es ankommt. Auf den HERRN im Sakrament. IHN zu ehren und zu verehren.

Und dann frag' ich mich allerdings auch, ob es nicht sinnvoller ist, wenn die ganze Gemeinde das "tantum ergo" singt, und nicht nur wir im Chor. Denn eigentlich sollen alle den Herrn im Sakrament verehren. Und eigentlich möchte ich gerade beim "tantum ergo" nur noch auf die Knie fallen und IHN ansehen. Das allerdings ist völlig ausgeschlossen, wenn ich im Chor mitsinge. Denn dann sind nur Dirigent und Noten fest im Blick, nicht das Allerheiligste. Und fiele ich da vorn - seitlich am Altar stehend, irgendwo im Chor - auf die Knie, dann fiele ich auch auf. Und gerade das sollte ja nicht sein, dass die Aufmerksamkeit vom HERRN abgelenkt würde.

Persönliches Fazit: Singen im Chor in der Messe: gern;
Singen im Chor am Fronleichnamsaltar: nicht mehr.

Sonntag, 14. Juni 2009

Unterschriften für das Leben

Anlässlich der Wahl für das Europaparlament kann auch das Thema "Lebensschutz" wieder auf die Tagesordnung. Die "Stiftung Ja zum Leben" veranstaltet aus diesem Anlass wieder eine Unterschriftenaktion. Endlich habe ich die Kurve gekriegt, das Formular auszudrucken und auch die Erlaubnis vom Pfarrer, in den Messen am nächsten Samstag/Sonntag vor dem Schlusssegen ein paar Worte dazu zu sagen. Beten wir, dass die Initiative Erfolg hat.

Denn auch die EU vergibt Mittel zur Entwicklungshilfe - und die Vergabe dieser Mittel wird häufig an die Einhaltung der Menschenrechte geknüpft. Von einigen Gruppen wird als ein "Recht der Frau" das "Recht auf reproduktive Gesundheit" gefordert. Allerdings verbirgt sich hinter diesem Euphemismus unter anderem auch das vermeintliche Recht auf Abtreibung. Ein solches Recht kann es aber nicht geben, denn das "Recht auf Entscheidung" der Schwangeren wird durch das Recht auf Leben des Kindes eingeschränkt. Mein Recht endet dort, wo das des Anderen beginnt.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Zurück aus der Diaspora ...

Pfingstferien - eine sehr angenehme Bayerische Einrichtung. Die Kinder sind mit der Gemeinde unterwegs, dann ist vier Tage lang "Urlaub vom Alltag" angesagt, dieses Mal in Hamburg. Kirchen - jede Menge, aber fast alle evangelisch, und die dann auch noch zum größten Teil verschlossen - der "Hamburger Michel" wegen Renovierung. Besuch beim Allerheiligsten? Fehlanzeige. Vormittags-Messe an Fronleichnam? Die Touristen-Information ist völlig ahnungslos. Zum Glück gibt's im Hotel einen (kostenpflichtigen) Internetzugang, freischaltbar durch den Einwurf von Münzen. Und nach einigen Euros finde ich tatsächlich auf der Hamburger Bistumsseite den gut versteckten Hinweis, dass es um 10:00 Uhr im Mariendom eine Eucharistiefeier gibt.
Nach 3 Tagen "eucharistischer Abstinenz" ein echter Lichtblick. Und die Messe war gut gefüllt - Kinder, Kinder und nochmal Kinder (und ein paar erwachsene Aufsichtspersonen dazwischen - Lehrer?). Kinder der unterschiedlichsten Herkunft, einige sahen asiatisch aus, andere stammten offensichtlich aus Südeuropa oder aus afrikanischen Familien ... Und sie waren richtig brav, alle. Kein Reden, Herumturnen auf den Bänken sondern andächtige Mitfeier der Messe.

Nicht viel Kirche in der Diaspora - aber wenn, dann richtig! Schön. Gottseidank.

Sonntag, 7. Juni 2009

Hausputz

Am Samstag war "Großreinemachen" angesagt. Nicht nur mit dem Putzlappen, sondern auch ansonsten. Es hat gut getan, wieder einmal zur Beichte zu gehen. Es war ein sehr intensives, hilfreiches Gespräch. Erleichternd, befreiend. Ich kann mich selber wieder mit ganz anderen Augen sehen - wie in einem frisch polierten Spiegel. In einem ganz anderen Licht - wie durch frisch geputzte Scheiben.

Eigentlich sollte ich mir das öfter gönnen - den "Luxus" eines frisch geputzten Badezimmers gönne ich mir öfter - dabei ist "Beichte" für eine frisch gereinigte Seele viel weniger Aufwand ...

Mittwoch, 3. Juni 2009

Widerstand gegen Missionierung ...

gibt es in Ost-Timor, wie Zenit berichtet. In der UNO gibt es eine starke Gruppe der Abtreibungslobbyisten, die unter dem verlogenen Arbeitstitel "Frauenrechte" versuchen, weltweit ihre (durchaus profitable) verquere Pseudo-Ethik durchzusetzen.

Es kann kein "Recht auf Abreibung" geben, weil die Rechte jedes Einzelnen spätestens dort enden, wo die eines anderen beginnen. Und in diesem Fall ist der "Andere" das noch nicht geborene Kind. Die UNO und verschiedene NGOs üben Druck aus: Über internationale Entwicklungshilfe, Gewährung von Darlehen etc. - und das Ganze unter dem Vorwand, die "Menschenrechte" durchzusetzen. Eine sehr fragwürdie Auffassung von Menschenrechten, wenn diese nicht einmal das elementare Recht auf Leben achten.

Alle Hochachtung vor Osttimor - von diesem "Entwicklungsland" können wir noch eine Menge lernen. Ethisch sind sie in der "Entwicklung" jedenfalls weiter als die Frauen"recht"ler.

Beten wir, dass Osttimor dem Druck standhält.

Zum selben Thema - falsch verstandenes "Frauenrecht"; kein Recht auf Abtreibung - gibt es jetzt wieder eine Unterschriftenaktion; hier, die Unterschriften gehen ans Europaparlament. Auch hier wird über die Vergabe von Entwicklungshilfe-Geldern entschieden, auch hier anhand von Kriterien wie "Achtung der Menschenrechte".

153 Fische

Jesus sagte zu ihnen:
Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt.
Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land.
Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt,
und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.

(Joh 21,10-11)

Worum es geht:

Am Pfingsttag ist ein neues Netz in die Öffentlichkeit getreten: Das Gebetsnetz "153 Fische". Gebetet wird im Rahmen dieses Netzes schon seit August 2008, wir teilen dort unsere Sorgen und Nöte, aber auch unsere Freuden und unseren Dank und bringen all dies gemeinsam vor Gott. Aber nun ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem wir uns der Führung des Heiligen Geistes anvertrauen und an die Öffentlichkeit gehen. Warum? Damit wir nicht nur für uns und unsere Anliegen beten, sondern auch für diejenigen, die von außen an uns herangetragen werden. So wollen wir als Christen in der Welt einen Dienst an der Welt leisten und für sie da sein. Wir vertrauen darauf, dass unsere Gebete gehört werden und dass auch unser Netz trägt, wie das der Jünger.

Wer wir sind:

Wir sind ein Gebetsnetzwerk von Christen - nicht nur katholische.

* Wir beten täglich füreinander.
* Wir teilen miteinander die Freude und tragen unseren Dank vor Gott.
* Und wir teilen unsere Sorgen und Ängste und stützen uns im fürbittenden Gebet.
* Wir beten für andere Menschen, insbesondere in den Anliegen, die uns anvertraut werden.
* Wir pflegen unterschiedliche spirituelle Traditionen und verschiedene Frömmigkeitsformen.
* Uns eint die eucharistische Spiritualität, die wir nach unseren Kräften leben und fördern, z.B. durch eucharistische Anbetung.
* Wir bemühen uns, ein glaubhaftes Zeugnis für unseren Glauben im Alltag zu leben.
* Wir verkünden das Evangelium Jesu Christi im Internet.

* Unser Netzwerk beruht auf Selbstverpflichtung. Wir sind kein Verein, keine Gemeinschaft mit fester Struktur oder Mitgliedschaft.

(ausgeliehen von Amica)

Montag, 1. Juni 2009

Christenverfolgung - ist das was evangelisches?

Zufällig - eigentlich hatte ich etwas ganz anderes gesucht - bin ich auf die Seite von "open doors" gestoßen - Hilfe für verfolgte Christen in aller Welt. Diese Organisation ist evangelisch geprägt. Eine weitere Suche mit einer recht verbreiteten Suchmaschine ergibt als Treffer das "avc missionswerk", weitere vier evangelisch oder freikirchlich geprägte Seiten folgen, erst an siebter Stelle steht ein Link der Deutschen Bischofskonferenz; daraus ein Zitat von Karl Kardinal Lehmann:
Denn die um des Glaubens willen Verfolgten und Diskriminierten zeigen uns in besonderer Weise, was es heißt, als Christ zu leben und demjenigen nachzufolgen, der Ablehnung bis zum Tod erfahren hat. So gelangen wir in die Mitte des christlichen Glaubens, wie er in den Seligpreisungen bezeugt ist: „Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich“ (Mt 5,10)
Christusnachfolge - bis in den Tod. Moderne Märtyrer. Sind verfolgte Christen für die Heilige katholische Kirche erst dann richtig interessant, wenn sie tot sind? Bei "fides" gibt es ein Martyrologium. Das "Deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts" (ein Werk in zwei Bänden, erschienen 1999) wird hoch gelobt, es hat sogar einen Preis bekommen.

Kann das denn sein: Die katholische Kirche denkt an die Verfolgten erst dann, wenn sie getötet wurden und Märtyrer sind? Nein. Die Kirche ist eine Kirche der Lebenden, nicht der Toten (mal ganz abgesehen davon, dass wir das ewige Leben bekennen). Gott sei Dank. Die Kirche hat alle Menschen im Blick: Nicht nur die verfolgten Christen, sondern alle Verfolgten. Nicht nur die notleidenen Christen, sondern alle Menschen, die Not leiden. Das Eintreten der Kirche für die Armen, Schwachen, Verfolgten ist nicht konfessionsabhängig, denn die Botschaft Christi gilt allen Menschen "Was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan" - und das bitteschön über alles Trennende hinweg.

Dennoch würde es mich interessieren, ob es eine kirchliche Gruppierung/Organisation gibt, die sich speziell der (aus religiösen Gründen) Verfolgten annimmt.
Edit: Auch das gibt's :

FÜSSCHEN-KAMPAGNE: MARSCH FÜR DAS LEBEN FÜSSCHEN 10 WOCHEN NACH DER EMPFÄNGNIS

Was Jesus auch nicht sagte: