Dienstag, 27. Oktober 2009

Sehr informativ

fand ich einen Kommentar von Monika, den sie auf "exsultet" hinterlassen hat:

Die heutige Form der Handkommunion kann und darf nicht als Wiedereinführung angesehen werden. Das ist so nicht richtig.

Wiedereinführungen in der Kirche sind kein Zeichen der Erneuerung und passieren eher selten bis nie. Es geht nach vorne und nicht nach hinten. Die Kirche will sich vervollkommnen.

Die Handkommunion wurde nicht vom Konzil gewollt und die Mundkommunion wurde nie offiziell abgeschafft. Sie ist de facto auch heute noch die einzige ordentliche Form in der Hl. Messe des a.o. Ritus und in der Hl. Messe des o. Ritus.

Die Form der Handkommunion bei den Urchristen (worauf viele gutmeinende Menschen verweisen) war eine ganz andere, als die heutige Form. Die Hostie wurde den Gläubigen zwar auf die Hand gegeben, aber sie haben diese nicht mit den Fingern ergriffen, sondern mit der Zunge von der Hand aufgenommen. Die Mundkommunion entwickelte sich schließlich aus dieser Form heraus, weil man sie für andächtiger und würdiger hielt und weil letztendlich alle Reformen der Kirche nur zur größeren Ehre des Herrn dienen und nicht zur Vereinfachung. Fakt ist, dass die Hostie auch damals schon auf der Zunge landete, und nicht primär IN der Hand. Da wurde sie nur drauf gelegt. Eine Verbesserung dieser Form kann also nur die Mundkommunion und nicht die heutige Handkommunion sein.

Frauen mussten damals sogar ein Tuch (ein Corporale) auf die Hand legen, um darauf den Herrn Platz zu geben.

Das kann man im Büchlein “Es ist der Herr” von Weihbischof Schneider nachlesen. Das ist kein Tradi-Quatsch oder eine Schmähung der Leute, die die Handkommunion empfangen. Es geht nicht um die Leute, die die Handkommunion empfangen, es geht um den Herrn und wie man ihn empfangen sollte.

Wir Katholiken feiern im Heiligen Messopfer nicht das Abendmahl 1:1 nach, sondern das am Abendmahl vorweggenommene Kreuzesopfer unseres Herrn auf Golgatha. Wir befinden uns während der Wandlung in der Heiligen Messe also nicht im Abendmahl-Saal, sondern auf Golgotha. Das ist ein sehr großer Unterschied und deswegen kann man die Handkommunion nicht unter dem Aspekt sehen: n e h m e t und esset alle davon.

Die heutige Form der Handkommunion trägt calvinistische Züge, da sie auch höchstwahrscheinlich durch Calvin inspiriert wurde.

In ihrem eigenen Blog bingt sie dasselbe Thema noch etwas ausführlicher. Aber dies hier gefällt mir besser.

Eine Sache habe ich allerdings noch nicht verstanden - vielleicht erklärt's mir jemand? Mehrfach war bei der Diskussion die Rede von einer Patene - wie hält man die als Kommunionspender? In der einen Hand den Kelch, in der anderen die Patene und mit der dritten(?) den Leib des Herrn? Hab' ich jetzt ein Brett vorm Kopf?

Montag, 26. Oktober 2009

1000 Kreuze ...

waren es wohl nicht, die in München auf der Demonstration getragen wurden. Zumindest in der Presse finde ich keine Berichte; lediglich auf den Seiten der "1000-Kreuze-in-dieSpree/Isar"-Randalegruppen wird berichtet. Nach deren Schätzungen und auch hier ist eher von 300 als von 1000 Teilnehmern die Rede.
Die von der Pressestelle des Münchener Bistums behauptete Unterwanderung mit Rechtsradikalen fand nicht statt - dennoch wurde die "Kirchensperre" nicht aufgehoben (mit oder ohne Wissen des Erzbischofs?) - traurig. Sehr traurig.
Unser Bischof hätte da anders entschieden - da bin ich mir sicher, nachdem ich seine Predigten in der Aschaffenburger Stiftskirche (Kongress "Freude am Glauben")= bzw. beim Patrozinium der Nachbargemeinde gehört habe.

Den absoluten Hammer finde ich aber dies hier:
Das Meer der etwa 150 Kreuze bewegte sich gleichmässig über die Brücke. Plötzlich erhob sich ein Kreuz aus der Masse in die Höhe und verschwand in einem anmutigen Bogen in der Isar. Der Querulant wurde von der Polizei abgeführt. Nachdem festgestellt worden war, dass er das Kreuz nicht geraubt, sondern ordnungsgemäss bei der allgemeinen Kreuzausgabe überreicht bekommen hatte, blieb nur der Vorwurf des Verstosses gegen das Abfallgesetz. Das Kreuz ist Abfall? (Quelle)

Warum erstattet da niemand Anzeige nach StGB § 166?

Sonntag, 25. Oktober 2009

Was Jesus nicht sagte:


(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Markus 10,46-52.
Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus.
Sobald er hörte, daß es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu.
Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.

Einen Austausch ...

in meiner Blogliste habe ich vorgenommen. Der "Neuzugang" ist Bruder Philip, den ich über einen Link auf Florians Blog gefunden habe. Herzlich willkommen!

Gelöscht habe ich "Exultet". Diesen Blog möchte ich nicht mehr weiter empfehlen - und eine Verlinkung sehe ich immer auch als eine Art Empfehlung. Bei etlichen Blogeinträgen hatte ich festgestellt, dass sie mich eher gar nicht interessieren, bei anderen habe ich festgestellt, dass ich völlig anderer Meinung bin. Und heute bin ich richtig sauer. Eben reicht's.

Ich habe volles Verständnis dafür, wenn andere Leut' ganz andere Bedürfnisse haben, als ich. Wenn eine(r) die Mundkommunion vorzieht oder seiner Berufung folgt - kein Problem. "Et jidd nit nur Schparjel in Herrjotts Jemüsejaate" hätte wohl meine Großmutter dazu gesagt. Wenn jemand aber hergeht, und mir - wenn auch nur implizit - die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten abspricht, dann nehme ich das übel. Ist das bei "Exultet" geschehen? Ich zitiere:
[...] ein sehr kluges Zitat:
Sie dürfen nie Zeichen der Ehrfurcht abschaffen, sonst schaffen Sie die Ehrfurcht ab.

Wir wollen das nicht weiter vertiefen, aber die Einführung der Handkommunion ist natürlich geradezu das Paradebeispiel.

Zunächst ein kleiner Hinweis: Es müsste korrekt heißen: "die Wiedereinführung". Ist es denn nicht so, dass der Herr sich selbst seinen Jüngern gegeben hat: "reichte es seinen Jüngern und sprach: nehmet und esset alle davon [...]". Der Schöpfer der Welt wird winzig klein und gibt sich selbst in unsere Hände. Gerade dieses Zeichen erfüllt mich mit großer Ehrfurcht und Dankbarkeit.

Nein, ich werde hier nicht gegen die Mundkommunion polemisieren - ich nehme einfach mal an, die Argumente sind hinreichend bekannt bzw. können in den einschlägigen Foren leicht über die Suchfunktion ermittelt werden. Und als Kommunionhelfer (ja, ich bin weiblich und Kommunionhelfer!) würde ich auch niemandem den Leib des Herrn verweigern, der ihn zu empfangen wünscht; nichtmal dann, wenn er vor lauter Ehrfurcht einen Kopfstand macht (sorry, jetzt bin ich doch noch sarkastisch geworden...)

Sonntag, 18. Oktober 2009

Was Jesus nicht sagte:



(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Markus 10,35-45.
Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, daß du uns eine Bitte erfüllst. Er antwortete: Was soll ich für euch tun? Sie sagten zu ihm: Lass in deinem Reich einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen.
Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde? Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde. Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die diese Plätze bestimmt sind.
Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Rausgeschmissen

Rausgeschmissen hat "die Erzdiözese München und Freising" den Gebetszug "1000 Kreuze für das Leben", der für den 24.10 angekündigt ist. Wörtlich aus der Pressemitteilung:
Nach Informationen der Erzdiözese planen rechtsextreme Gruppierungen wie bereits im vergangenen Jahr, die Veranstaltung zu unterwandern und für ihre Zwecke zu missbrauchen. Aus diesem Grund ist den Teilnehmern der Veranstaltung die Nutzung des Kirchenraums der Pfarrei St. Paul und anderer Kirchenräume nicht gestattet. Entgegen anders lautender Ankündigungen des Veranstalters „Euro Pro Life“ wird es deshalb weder eine Heilige Messe noch ein Rosenkranzgebet in St. Paul geben.
Seit wann hat die Kirche nicht mehr das Hausrecht in ihren Gebäuden? Statt dass die Kirche Leute aufbietet, die die Extremisten aus dem Kirchenraum hinausschicken, werden Gläubige, die engagiert für ihren Glauben eintreten wollen, am Gebet gehindert. Keine Heilige Messe, kein Rosenkranz.

Was ist das denn für eine Art "vorauseilender Gehorsam"? Oder muss ich das jetzt unter "political correctness" verbuchen? Wenn tatsächlich einer während der Messe randalieren würde, machte er sich gleich in mehrfacher Weise strafbar: (schwerer) Hausfriedensbruch; Störung der Religionsausübung; möglicherweise sogar Nötigung oder Bedrohung; vielleicht noch einiges mehr; als Nicht-Jurist habe ich da keinen Überblick. Das Bistum hätte das Recht auf seiner Seite - warum kneift es da? Hier ergäbe sich doch eine gute Möglichkeit, sich von den extremistischen Provokateuren zu distanzieren. Ich wüsste mal gern, ob der Erzbischof diese ****(Selbstzensur) Presseverlautbarung abgesegnet hat - weiß er davon überhaupt?

Und wie kommt's zur Unterwanderung? Der Veranstalter "Euro pro Life" (Geld für Leben???) dank seiner sehr ungeschickten "völkischen"Argumentation à la "wir brauchen mehr Kinder, damit die Renten gesichert sind und unser Volk nicht ausstirbt!" liefert den Radikalen von "Links" und "Rechts" die Argumente (siehe hier, ungefähr ab der 3. Minute). Das ist nicht die Position der Kirche, wie neulich in Ralf seinem Blog sehr deutlich zu lesen war; ich zitiere:
Menschen, die meinen mit NS-Ideologie könne man Probleme des 21. Jahrhunderts lösen, argumentieren oft aus der Perspektive der Bevölkerungsentwicklung gegen Abtreibung. Sie teilen damit das Anliegen des christlichen Lebensschutzes, nicht aber das Argument für dieses Anliegen. Denn die Bevölkerungsentwicklung hat uns als christliche Lebensschützer nicht zu interessieren.

Sehr fragwürdig finde ich deshalb die Argumentation von „EuroProLife“, die auf einem Flugblatt darauf hinwiesen, dass „Europa mit einer Geburtenrate von nur 1,5 weit unter dem für den Selbsterhalt eines Volkes nötigen Mindestwert von 2,1“ liege. Mit Verlaub: Das interessiert mich nicht! Mein Grund, mich für Lebensschutz einzusetzen, ist ein anderer: Der Mensch ist als Geschöpf Gottes von der Zeugung bis zum natürlichen Tod ein Ausdruck der göttlichen Liebe, mit welcher der Schöpfer seinem Werk die Krone aufsetzt. Es geht mir nicht um den Fortbestand europäischer Völker. Mir ist das koreanische Kind ebenso wichtig wie ein Kind aus Cottbus. Hier besteht Klärungsbedarf. Wir müssen uns abgrenzen von denen, die aus ganz anderen Gründen dasselbe Thema ansprechen, sonst aber mit uns nicht, aber auch gar nichts zu tun haben!
Oh, ich seh' grad', dass Ralf auch zitiert hat, nämlich Josef, der dies in einem Kommentar auf Phils Blog schrieb. Hierzu jedenfalls meine volle Zustimmung! Nochmal klar und deutlich:

Der Mensch ist als Geschöpf Gottes von der Zeugung bis zum natürlichen Tod ein Ausdruck der göttlichen Liebe. Jedes Kind ist wertvoll und ein Geschenk Gottes.

Der Auftrag an die Kirche lautet doch (Zitat Paulus, 1. Kor 3,23 - 4,1): Ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes. So soll man uns betrachten: als Christi Diener und Verwalter göttlicher Geheimnisse.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung

Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung sehe ich mit Füßen getreten, wenn ich so etwas lese: "Bundesbank entzieht Sarrazin wichtige Kompetenzen". Ich zweifle an der Rechtmäßigkeit dieser Maßnahme. Wäre ich an seiner Stelle, hätte ich längst einen Gesprächstermin bei einem Anwalt.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Samstag, 10. Oktober 2009

Was Jesus nicht sagte:

(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Markus 10,17-30.
Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!
Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!
Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden?
Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich. Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.

Vor Anker gegangen!

Ganz neu ist die Nachricht nicht mehr - aber in deutschsprachigen Medien hat sie kaum Resonanz gefunden (Ausnahme: idea).

Das niederländische "Abtreibungsschiff" von "Women on Waves" hat seine nächste Fahrt abgesagt - und auch alle folgenden. Das niederländische Recht wurde geändert, so dass die sogenannte "Abtreibungspille" nur noch von ausgewählten Kliniken ausgegeben/verschrieben werden darf. Das Schiff von "WoW" zählt nicht dazu.

Friedensnobelpreis - für welchen Frieden?

Elsas "Aufforderung an Mr. President" kann ich mich ganz und gar anschließen. Im übrigen bin ich eher sprachlos - nicht vor Staunen, sondern vor Entsetzen.

Noch ein Nachtrag: Hier in Bayern gibt es - Gott sei Dank! - Politiker, die anders denken. Hier ein Bericht der "Augsburger Allgemeine".

Freitag, 9. Oktober 2009

Keine Human-Hybrid-Forschung mehr in GB

Wie "The Independent" schreibt, wird es in näherer Zukunft keine Stammzellenforschung an Mensch-Tier-Hybriden in Großbritannien mehr geben. Ursache ist nicht etwa ein Gesetz, dass die Erzeugung solcher Chimären verbieten würde. Nein, es sind die Forscher selbst, die sich das Geld abgraben. Die Stammzellforschung tritt ja mit dem hehren Anspruch an, Mittel gegen tausendundeine Krankheit entwickeln zu wollen - und es wäre ja unethisch, den armen Kranken die Heilungschancen zu verweigern. Mit dieser Argumentation ist in Großbritannien dann tatsächlich auch ein Gesetz verabschiedet worden, dass eine solche Forschung überhaupt erst erlaubt.Wie realistisch hier die Erfolgsaussichten sind, darüber wird dezent geschwiegen. Es ist ja alles noch nicht erforscht. An den "bösen" Politikern liegt es also nicht, dass nicht weiter auf diesem ach so "wichtigem" Gebiet geforscht wird. Nein, es ist der Wissenschaftsbetrieb selbst, der hier die forschen (wollenden) Wissenschaftler vertreibt!

Um Forschungsmittel zu erhalten, schreibt man Anträge. Diese Anträge werden gelesen, bewertet und das beantragte Projekt bewilligt oder abgelehnt. Da die Politiker in der Regel die Wissenschaftssprache nur in Ausnahmefällen beherrschen und von den Themen, deren Relevanz und Erfolgsaussichten kaum bis gar keine Ahnung haben, überlässt die hohe Politik die Bewertung der Forschungsanträge kompetenteren Stellen. Und diese geballte Kompetenz findet sich - wo? Bei den Forscherkollegen, natürlich. Und die haben eigene Anträge für andere Projekte gestellt. Sie wissen genau, dass sie alle an dieselben Geldtöpfe heran wollen, und die sind nun mal begrenzt. Demzufolge hat nicht etwa die Politik die - in meinen Augen - ethisch richtige Entscheidung gefällt, sondern die Kollegen. Über die Begründung der Ablehnung weiß "The Independent" noch(?) nichts. Jedenfalls wird nur einer der drei betroffenen Forscher weiter an Mensch-Rind- oder Schwein-Mensch-Mischzellen forschen (in Australien); die beiden anderen haben dem Thema den Rücken gekehrt.

Dem Herrn im Himmel sag' ich dafür Lob und Dank - und die Begründung ist mir vorläufig egal, warum die Forschungsmittel nun (trotz aller Versprechungen zu Heilung unheilbarer Krankheiten) nicht bewilligt wurden. Besonders schön fänd' ich's natürlich, wenn die Wissenschaftskollegen diese Forschung als "unethisch" ablehnten oder die vollmundig versprochenen Heilungen vom Unheilbaren als so-nicht-erreichbar erkannt hätten. Ob dieses Ziel nun lügnerischer Vorwand oder verblendeter Ehrgeiz ist - diese Urteil steht mir hier allerdings nicht zu.

Jedenfalls freue ich mich sehr über diese Entwicklung. Denn selbst, wenn das Ziel noch so edel sein mag: Um es zu erreichen, darf man kein Unrecht oder Leid anderer(!) in Kauf nehmen. Und hier sehe ich mich einig mit dem Heiligen Vater (JoPa II), der den katholischen Einrichtungen das Ausstellen der Tötungserlaubnisse (juristisch korrekt: "Bescheinigung nach Maßgabe des Schwangerschaftskonfliktgesetzes") untersagt hat. Die Kirche (Caritas, SkF) berät, hilft, unterstützt - aber sie trägt nicht zum Unrecht bei. Aber - soweit ich das überblicke - hat jedes der 27 deutschen Bistümer mindestens einen Fördertopf für Schwangere oder Mütter/Familien in Notlagen. Gott sei Dank - Deo Gratias.

Und wie so oft, bin ich entsetzt, wie viel doch am Geld hängt, wie viel Macht über Leben und Tod man damit ausüben kann. Die wenigsten machen sich noch klar, dass Gott die viel größere Macht hat und wir durch unser Gebet zu IHM noch viel mehr bewirken können.

Europafisch

Über einen Beitrag von Alipius bin ich auf ihn gestoßen. So sieht er aus, der Europafisch:

Und dazu gehört eine Internet-Präsenz mit wirklich lesenswerten Texten - ab sofort ist sie auf dem Seitenstreifen meines Blogs verlinkt.

Montag, 5. Oktober 2009

Wordle

Gesehen - und gleich von Thomas abgekupfert. Natürlich habe ich meinem Spieltrieb folgen müssen - und so sieht das Ergebnis (von vor 2 Wochen und von heute) aus:
Wordle: Blog_190909Wordle: Bog_10-04-09

Sonntag, 4. Oktober 2009

Lebensschützertroll ...

Von Alipius kommt ein Troll - den find' ich toll!




Allerdings - so finde ich - könnte man den Text noch etwas nachbessern, denn "meine" Brut ist ja nicht gefährdet (dank StGB), sondern "ihre"!Das könnte dann beispielsweise so aussehen:



Jetzt hab' ich natürlich das Alipiussche Urheberrecht verletzt - mal sehen, was er dazu sagt.

Samstag, 3. Oktober 2009

Krass ...

Jesus
Irgendwie bin ich auf dem Bild nicht besonders gut getroffen?

Was Jesus nicht sagte:


(Un-)passend dazu das Sonntagsevangelium:
Evangelium nach Markus 10,2-16.
Da kamen Pharisäer zu ihm und fragten: Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen? Damit wollten sie ihm eine Falle stellen. Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschrieben? Sie sagten: Mose hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und (die Frau) aus der Ehe zu entlassen.
Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen.
Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber. Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entläßt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet.
Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.

Weihe

In meiner Bischofsstadt, Würzburg, sind sechs(!) Männer zu Diakonen geweiht worden. Beten wir für sie! Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber dennoch, finde ich, dürfen wir dem Herrn danken.

Freitag, 2. Oktober 2009

1000 Kreuze ...

Endlich bin ich auch - neben dem Verfassen des einen oder anderen Kommentars auf anderen Blogs - dazu gekommen, mal eine Mail zu schreiben, an "Die Zeit":

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie ich dieser Internet-Seite aus dem Jahr 2007:
http://www.die-stiftung.de/themen/43-die-amadeu-antonio-stiftung-ermutigen-beraten-und-foerdern.html
entnehme, unterstütz(t)en Sie die
Amadeu-Antonio-Stiftung, die als Ziel angibt, "eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet." [Quelle: Internetpräsenz der Amadeu-Antonio-Stiftung: Wir über uns]. Auf der stiftungseigenen Internetseite "Mut gegen rechte Gewalt" werden regelmäßig Initiativen und Projekte vorgestellt, um ein weiteres Ziel der Stiftung, die "langfristige Stärkung einer demokratischen Kultur" zu unterstützen.

Anlässlich der Kundgebung christlicher Lebensschützer, dem Schweigemarsch "1000 Kreuze für das Leben", fand sich auf der Seite "Mut gegen rechte Gewalt" die Ankündigung zu einer Gegenaktion mit dem Titel "1000 Kreuze in die Spree" verschiedener Aktions-Bündnisse.

http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/1000-kreuze/

Als Rechtfertigung für den Aufruf, eine friedliche Kundgebung von betenden Christen massiv zu stören, wurde angegeben, die Teilnehmer des Trauermarsches seien "antifeministisch" und hätten als "fundamentale Christen" ein "völkisches Familienverständnis".
Während des Schweigemarsches, zu dem verschiedene namhafte Politiker sowie die Vertreter der beiden großen Kirchen Grußworte ausrichten ließen, wurden Demonstranten angepöbelt, beschimpft, bespuckt, eine behinderte Sportlerin - die Paralympics-Siegerin Michaela Fuchs - beleidigt und eine Frau verhöhnt und niedergebrüllt, die über ihr Post-Abortion-Trauma sprach. Außerdem wurden Kreuze entwendet und entsprechend dem Motto der Gegendemonstration in die Spree geworfen.

Augenzeugenberichte darüber gibt es mehrere:
http://epistulaetiberii.blogspot.com/2007/09/1000-kreuze-fur-das-leben-oder-in-die.html
http://www.youtube.com/watch?v=f872u9fWB6s
http://dymphnaswelt.blogspot.com/2009/09/marsch-fur-das-leben.html

außerdem berichtete „Die Tagespost“.

Die Amadeu-Antonio-Stiftung bekennt sich zu ihrem Ziel, eine zivile Gesellschaft zu fördern, die anti-demokratischen Tendenzen entschieden entgegentritt. Dieses Ziel ist uneingeschränkt zu bejahen.

Darum hätten wir auch gerne gewusst
a) wie der Aufruf zur Gewalt gegen einen Schweigemarsch friedlicher, betender Christen mit dem Ziel der Stiftung, der Stärkung einer demokratischen Kultur, vereinbar ist?
b) Bedeutet Mut gegen rechte Gewalt für die gemeinnützige Amadeu-Antonio-Stiftung Mut zu linker Gewalt?
c) Wie kommt die Stiftung dazu, einen gewaltfreien Schweigemarsch betender Christen unter "rechte Gewalt" einzuordnen - rechte Gewalt, wie sie zu dem Mord an Amadeu Antonio führte?
d) Wie steht eine gemeinnützige Stiftung zu der Tatsache, dass unter ihrem Namen ein Aufruf zur Schändung des zentralen Symbols einer religiösen Gemeinschaft erfolgen darf?

Diese Anfrage wurde bereits von „Elsa“an die Amadeu-Antonio-Stiftung geschickt, es gab bisher allerdings noch keine Antwort auf die Fragen.

Nun interessiert es mich, wie Sie – als renommierte Zeitung und Unterstützer der Amadeu-Antonio-Stiftung – zu derartigen Aktionen stehen.

Über eine baldige Antwort würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen,



Falls eine Antwort kommt, werde ich berichten.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Schutzengelfest

Heiliger Schutzengel mein,
laß mich dir empfohlen sein;
in allen Nöten steh mir bei
und halte mich von Sünden frei.
Bei Tag und Nacht, ich bitte dich,
beschütze und bewahre mich.

Dieses Gebet begleitet mich schon seit Jahren. Und dazu gehörte für mich (als kleines Mädchen) untrennbar ein Bild, das in meinem Kinder-Gebetbuch dem Gedicht gegenüber stand:

Seltsamerweise kam ich nie auf die Idee, dass das Bild ein Kind mit seinem Schutzengel darstellen könne; nein, es zeigte mich mit meiner kleinen blonden Schwester. Und merkwürdigerweise habe ich als Kind nie die Schlange im Bild entdeckt, die fiel mir erst heute auf, als mir dieses Bild zufällig wieder vor die Augen kam. Noch habe ich den erhobenen Zeigefinger als Mahnung oder Warnung begriffen: "Da geht's lang" bedeutete die Geste - mehr nicht.

Meine Schutzengel-Vorstellungen sahen eher so aus:

Männlich, stark, beschützend und durchaus streitbar. Insbesondere letzteres - mein Schutzengel hat's nicht leicht. Gelegentlich soll er mir auch als "Telefonleitung" dienen - und die Schutzengel anderer Menschen unterstützen und ein wenig anfeuern, wenn diese geliebten Menschen dringend Hilfe brauchen.

Ich danke ihm dafür, heute, am Schutzengelfest.

Probleme mit dem Tagesevangelium

Bei der Lektüre des heutigen Evangeliums hab' ich mir gedacht: Knallharte Anforderungen, das packst du nie.
Evangelium nach Lukas 9,57-62.

Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.
Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Laß mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben. Jesus sagte zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes!
Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber laß mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.
Und dann finde ich sowas:
Ist es denn etwas Besonderes, wenn wir auf dem Wege zur Vollkommenheit hin und wieder stolpern? Dann danke Gott für diese Erkenntnis und jammere nicht so viel. (Franz von Sales)
Danke, Franz. Nicht liegenbleiben und weinen, die Flinte ins Korn werfen, stattdessen rapple ich mich auf und versuche, dem inneren Schweinehund einen Tritt zu verpassen ... und los.

FÜSSCHEN-KAMPAGNE: MARSCH FÜR DAS LEBEN FÜSSCHEN 10 WOCHEN NACH DER EMPFÄNGNIS