Donnerstag, 30. Juli 2020

Nicht Beten ist auch keine Lösung

„Wenn du betest, lass dich ganz und gar auf Gott ein. Lass dich von nichts ablenken.“ Das klingt erst mal gut. Aber wann bete ich eigentlich? Wo? Bei welcher Gelegenheit? Bettkante, beim Aufstehen, Kreuzzeichen, „Herr, stehe mir heute bei“. Gut, das passt. Heilige Messe: passt (meist) auch. Aber dann: beim Autofahren, beim Schwimmen, das Stoßgebet bei der Arbeit „Herr schmeiß Hirn vom Himmel!“ - da sind die Gedanken durchaus noch bei anderen Dingen als beim Gebet. Zum Beispiel beim Gegenverkehr oder bei anderen Schwimmern, die einem gerade ich die Quere kommen könnten.

 Was bleibt denn da noch an Gebet? Selbst das Tischgebet trägt die „Ablenkung“ - Essen - schon in sich: „Herr, wir kommen zu dem Essen, lass uns nimmer mehr vergessen, dass wir alle diese Gaben Deiner Lieb zu danken haben!“. Nur und ausschließlich zu beten, wenn die Welt ansonsten ausgeblendet werden kann, führt letzten Endes dazu, dass kaum noch Zeit zum Beten bleibt.

Nicht Beten ist keine Lösung. Das macht mich unglücklich. „Mache deinen Alltag zum Gebet! Tu deine Arbeit so, dass sie wie Weihrauch zum Herrn aufsteigen kann.“ Das wäre ein Weg. Kein einfacher: „Himmel hilf!“

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