Sonntag, 31. Mai 2009

Pfingsten!

Aus der Apostelgeschichte
Kap. 2
Denn als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Sie - "alle" - haben sich ins Haus zurückgezogen. Verkrochen? Vielleicht kramten sie gerade in ihren Erinnerungen an Jesus, der sie verlassen hatte, gleich zwei Mal. Erst in seinem Tod. Und dann, nach vierzig Tagen, in denen er ihnen immer wieder erschien, wurde er "zum Himmel empor gehoben" (Lk. 24, 51). Warten sollten sie. Ob sie verstanden hatten, worauf? Vielleicht - vielleicht auch nicht. Häufig ergibt sich ja erst im Zurückblicken ein vollständiges Bild. Der Verfasser der Apostelgeschichte weiß, wie es weitergeht. Aber die Apostel selbst waren vermutlich erst mal nur verwirrt, konnten alles nicht so recht einordnen.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt.
Und plötzlich ist ihnen alles klar, sie wissen wo es lang geht "wohin", und verstehen das "was" und "warum" ihres Weges mit diesem Jesus aus Nazareth. Das war die Geburtsstunde der Kirche. Gottes Geist hat sie nie verlassen.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Erziehen ist Berufung

das sagt der Heilige Vater; nachzulesen bei Zenit:
[...] betonte der Papst heute im Vatikan, dass gute Erzieher Autorität und persönliche Vorbildwirkung zu verbinden wüssten.
Lese ich und habe noch die empörten Worte des Schülers im Ohr "und dann sagt er, du musst das so und so machen, und kümmert sich selber 'nen Sch*** drum und macht des selber gar ned!" Es ist schon ganz schön schwierig mit der Authentizität und Glaubwürdigkeit. Aber auch da weiß Benedikt die Lösung:
„Niemand ist von der Aufgabe befreit, sich um sein eigenes Wachstum und das Wachstum der anderen zum Maß der Fülle in Christus hin zu kümmern."
Christus als der Maßstab, nach dem ich mich auszurichten habe. ER ist authentisch, die Liebe ist authentisch. Erziehen heißt in erster Linie lieben. Aber lieben heißt nicht verwöhnen, sondern fordern. Und bei dem, was ich fordere, muss ich ja wohl auch dieselben Forderungen an mich selbst stellen. Nicht erst morgen, jetzt.

Dienstag, 26. Mai 2009

Franz von Sales sagt:

Ist es denn etwas Besonderes, wenn wir auf dem Wege zur Vollkommenheit hin und wieder stolpern? Dann danke Gott für diese Erkenntnis und jammere nicht so viel.

Ich wiederhole mich ... aber es ist nötig.

Komm Schöpfer GeistDie sieben Gaben des Heiligen Geistes
Weisheit und Einsicht,
Rat, Erkenntnis und Stärke
Frömmigkeit und Gottesfurcht

Sonntag, 24. Mai 2009

Präimplantationsdiagnostik

Wie bei Zenit zu lesen, lehnen die Schweizer Bischöfe die PID ab. Hoffentlich findet ihr Wort Gehör bei den politisch verantwortlichen.

PID heißt: Man erzeugt menschliche Embryonen - Menschenkinder - die untersucht werden. Besteht der Verdacht auf eine genetisch bedingte Krankheit, wird der Embryo vernichtet - das Menschenkind umgebracht - auf bloßen Verdacht hin. Wer mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 25 % krank ist, darf am Leben bleiben ...

Mt. Kap 7:
1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
2 Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr meßt, wird euch zugemessen werden.
3 Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr?

Beten wir für die politisch Verantwortlichen!

Samstag, 23. Mai 2009

Pfingstnovene und Obst

Nicht mehr lange bis Pfingsten.
Komm, Heiliger Geist. Und nicht nur zu mir ...

Bei Matthäus (Mt 7, 16) heißt es zu den falschen Propheten: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?"

Und zu den Früchten der Apostel (Joh 15, 16-17:)"Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe. Dies gebiete ich euch, daß ihr einander liebt!"

Und was meint Paulus im Galaterbrief (Gal 5,22): "Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit."

veni creator spiritus - wir haben noch ein hartes Stück Arbeit vor uns, bis das Mariechen solche Früchte trägt ...

Montag, 18. Mai 2009

In Deine Hände

Frust, Zorn, Wut, Enttäuschung. Das war die erste Reaktion, letzte Woche. Sehr gehofft hatte ich, dass es klappt mit dem neuen Projekt. Aber es wird vorläufig nichts daraus - nach dem derzeitigen Stand der Dinge.

Nach der Messe war mir dann klar: Es ist (noch) nicht so weit. Zuerst müssen andere Dinge getan werden, für die ich meine Kräfte brauche und auf die ich mich konzentrieren muss. Es entsteht kein Schaden, wenn ich später in das Projekt einsteige. Was mir hier fehlt, sind Demut und Geduld.

... nicht mein Wille, sondern DEIN Wille geschehe.

Samstag, 16. Mai 2009

Gottverlassenheit

"Mein" Psalm - der Psalm 22. Eben in einem anderen Blog gefunden, und es spricht mir aus dem Herzen.

Papstbesuch im Heiligen Land

Wie bei Zenit zu lesen, ging es dem Papst nicht um Politik, sondern um eine Pilgerreise - und um den Frieden:

Ich bin als Pilger des Friedens gekommen. Die Wallfahrt ist ein grundlegender Bestandteil vieler Religionen, insbesondere des Islams, der jüdischen Religion und des Christentums. Sie ist auch ein Bild für unser Leben, das ein Vorwärtswandern ist, auf Gott zu, und auf diese Weise auf die Gemeinschaft der Menschheit zu.

Ich bin als Pilger gekommen, und ich hoffe, dass viele diesen Spuren folgen werden und auf diese Weise die Einheit der Völker dieses Heiligen Landes fördern und auch zu Botschaftern des Friedens werden. Danke!

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst

Askese und Völlerei.
Selbstliebe? Todsünde?

Und wer ist der Nächste?

Eben bei Thomas von Kempen gefunden "De Imitatione Christi":
Wer hat den schwersten Kampf zu bestehen? Der, der daran arbeitet, sich selbst zu überwinden!
Irgendwie - verliere ich dauernd. Ich mag mich selber momentan gar nicht.
Aber da war einer, der sagte: "Deine Sünden sind dir vergeben" (Mk 2,5) oder: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Mt 11,28)
Warum fällt es mir nur so schwer, darauf zu vertrauen?

Freitag, 15. Mai 2009

Enttäuschung

Der Begeisterung über das Event folgt der Alltag. Nichts klappt, wie es soll. Die eigene Leistung bleibt hinter meinen Ansprüchen an mich zurück, die gesteckten Ziele erreiche ich nicht. Und was geschieht? Ich laufe davon, flüchte. Statt die Arbeit in Angriff zu nehmen, den Stier bei den Hörnern zu packen, verkrieche ich mich. Perfektionismus und Schlamperei - zwischen diesen beiden Monstern zerreißt es mich. Lieber gar nichts tun als Fehler zu machen?

Wieder ein Tag vorbei - und nichts von dem getan, was hätte getan werden müssen. Und ich stehe mit leeren Händen da, zweifle an mir selbst. Himmel, hilf! Der Dämon lauert um die Ecke: Flucht in die Sucht. Aber es hat keinen Sinn: Vom Weglaufen wird nichts besser. Und was sagt die Schrift?
(Spr. 16)
3. Befiehl dem HERRN deine Werke, so kommen deine Pläne zustande.
4. Alles hat der HERR zu seinem bestimmten Zweck gemacht, sogar den Gottlosen für den bösen Tag.
5. Alle stolzen Herzen sind dem HERRN ein Greuel; die Hand darauf! sie bleiben nicht ungestraft.
6. Durch Gnade und Wahrheit wird Schuld gesühnt, und durch die Furcht des HERRN weicht man vom Bösen.
7. Wenn jemandes Wege dem HERRN wohlgefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden.
Demut, die Arbeit in die Hände des Herrn legen. Perfektionismus ist Hochmut - ich bin ein Mensch, ich mache Fehler.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Burn out

Ausgebrannt. Abgebrannt. Erloschen. Wie eine Öllampe, der das Öl ausgeht, ein Teelicht ohne Paraffin.

"Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam." (Joh. 14, 26)

Κύριε ἐλέησον, Χριστὲ ἐλέησον, Κύριε ἐλέησον.

Samstag, 9. Mai 2009

Mai - nicht mehr weit bis Pfingsten

Komm Schöpfer Geist
Die sieben Gaben des Heiligen Geistes
Weisheit und Einsicht,
Rat, Erkenntnis und Stärke
Frömmigkeit und Gottesfurcht


Mittwoch, 6. Mai 2009

Zweifel

Es ist Nacht um mich
Wahres Licht vom wahren Licht
wo bist du?

Wahrer Gott vom wahren Gott
Gott ist tot
sagt Nietzsche
Hat er Recht?

Was ist Wahrheit?
will Pilatus wissen.
Ich bin der Weg
und die Wahrheit
und das Leben

der Geist der Wahrheit
der vom Vater ausgeht
wo?

Pfingsten.
Glaube, Hoffnung, Liebe.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Requiem für den Glauben.

Veni, crator spiritus!
auch in meine Dunkelheit.
Bitte.

Montag, 4. Mai 2009

Besinnungstage

Mein zweiter Versuch. Der erste liegt viele Jahre zurück, Jahrzehnte.
Damals: Hohe Erwartung, großes Interesse, Neugier. Ist das mein Weg? Nein, es war nicht mein Weg, sondern eher enttäuschend. Das meiste vergessen, das Einzige, was blieb, war der Eindruck, aneinander vorbei gelebt zu haben.

Heute, gestern, vorgestern: Intensive Zeit des Gebetes, Zeit mit dem Herrn. Wort Gottes; Worte der Heiligen; sie tragen. Sie sind tragfähig und belastbar. Schweigen, Stille aushalten. Allein, aber nicht einsam. Geschwister im Glauben - Geschwister in Christus.

Wie weit tragen mich die Worte, und wie weit trage ich sie in meinen Alltag hinein?
Intensive Gespräche, überzeugende Zeugnisse - gerade klare Menschen, eine deutliche Botschaft. Es ist ein Weg. Ein gerader, aber steiler, anstrengender Weg. Ist es mein Weg? Er spricht mich an. Aber ob ich ihn gehen kann? Ich werde viele helfende, stützende Hände brauchen, damit ich mich nicht in meinem Sauerkraut verheddere, darauf ausrutsche.
Flattere nicht wie eine Henne, wenn du aufsteigen kannst, wie ein Adler. Habe ich überhaupt Flügel? Keine Ahnung - das wird sich noch herausstellen. Aber in mir klingt ein Lied.

FÜSSCHEN-KAMPAGNE: MARSCH FÜR DAS LEBEN FÜSSCHEN 10 WOCHEN NACH DER EMPFÄNGNIS

Was Jesus auch nicht sagte: