Samstag, 6. November 2010

Father Emanuel Youkhana (Irak) sagte ...

Father Emanuel Youkhana (Irak) sagte 2008 in einem Interview mit der JF:

Youkhana: Das Christentum war immer dann am stärksten, wenn es verfolgt wurde, das war auch in Europa einst so.
Und heute?
Youkhana: Ganz ehrlich? Früher glaubte ich, Europa, das sei die christliche Welt, ebenso wie der Orient die islamische Welt ist. Als ich aber zum ersten Mal nach Europa kam, war ich schockiert. Europa – auch wenn es dort insgesamt noch zahlreiche gläubige und lebendige Gemeinden gibt, wie ich bei meinen Besuchen immer wieder erleben darf – ist als die christliche Welt tot. Deshalb gibt es auch nur so wenig Interesse und so wenig Solidarität mit uns Christen im Osten, was für uns ein großer Schmerz ist.
Die Innenministerkonferenz beschloß am Donnerstag letzter Woche, weitere 2.500 irakische Christen in Deutschland aufzunehmen.
Youkhana: Das ist an sich löblich. Aber es ist nicht unser Ziel, die irakischen Christen zu retten, sondern das Christentum im Irak. Ich habe im Rahmen einer Delegation unlängst Ihren Außenminister Steinmeier getroffen: Obwohl wir dankbar sind – er versteht nicht, worum es geht, weil seine Motive humanitär, aber nicht christlich sind. Denn im Grunde führt eine Flüchtlingslösung nur dazu, das Ende der Christentums im Irak zu noch beschleunigen.
Was, wenn dies nicht verhindert wird?
Youkhana: Ihr in Europa müßt verstehen, daß Eure mangelnde Solidarität mit uns, euren Glaubensbrüdern im Osten, am Ende unser aller Verhängnis sein wird. Ihr müßt verstehen, daß die islamische Welt nicht unterscheidet zwischen den Christen im Osten und dem säkularen Europa. Wenn ihr Mohammed in Karikaturen verspottet, brennen unsere Kirchen. Wenn ihr, wie der Papst in seiner Regensburger Rede, den Islam kritisiert, werden wir dafür angegriffen, verfolgt und getötet.
Ob ihr wollt oder nicht, wir sind ein Leib. Und glaubt nicht, daß der militante Islam innehält, wenn er sein Ziel, die Christenheit im Irak zu zerstören, erreicht hat. Im Gegenteil, dies würde nur einen Ansporn bedeuten, im ganzen Orient so zu verfahren! Und auch vor Europa wird er nicht haltmachen, wenn sich dort der Islam immer weiter durchsetzt: heute wir, morgen ihr. Seid nicht taub und hört unsere Warnung.

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