Mittwoch, 8. September 2010

Doppel Plus ungut Sprech

Sprache ist manchmal verräterrisch, und Sprache prägt das Bewusstsein.
 Umso sorgfältiger sollten wir unsere Worte wählen. Der Vorstoß des Europarates, in Zukunft nicht mehr das "diskriminierende" Wort "Mutter" zu verwenden, sondern stattdessen von "Elter" zu sprechen ruft Unmut und Verärgerung hervor: Zu Recht.

Aber andere Dinge gehen uns ganz unbewusst und unhinterfragt von den Lippen oder über die Tastatur. Beispielsweise die Frage an eine Hochschwangere: "Was wird es denn, Mädchen oder Junge?" Nein, das Kind wird nicht, sondern es ist. Und sein Geschlecht steht bereits seit der Zeugung fest. Genauso unsinnig ist es, vom Ungeborenen als "werdendes Leben" oder von der "werdenden Mutter" zu sprechen: Das Kind lebt und die Schwangere ist bereits Mutter - selbst, wenn sie es noch nicht weiß. Aber spätestens, wenn das Kind sich durch Treten und andere Bewegungen bemerkbar macht, ist offensichtlich, dass es sich nicht um werdendes, sondern um existierendes menschliches Leben handelt.

In diesem Sinne meine Bitte an Euch alle: Sprecht nicht vom werdenden Leben, sondern vom Kind, oder auch vom "sich entwickelnden Leben" des Ungeborenen. Sonst könnte sich allzu leicht beim Gesprächspartner der Gedanke einschleichen: "Es ist ja noch gar nicht, es wird erst, dieses Kind. Und was nicht ist, das kann ich ja auch nicht töten ..."
In diesem Sinne:


1 Kommentar:

  1. Oder, etwas egoistisch und zugegebenermaßen nicht ganz passend ausgedrückt: Mein Bauch gehört MIR. Und du darfst mir mein Kind nicht nehmen ...

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