Dienstag, 11. Mai 2010

Falsch informiert ...

ist der Vorsitzende Büchner der "Juristen-Vereinigung Lebensrecht", wenn er in seiner Kritik am Ökumenischen Kirchentag behauptet:

Bei der von den beiden großen Kirchen jährlich veranstalteten "Woche für das Leben" sei der Schutz des ungeborenen Lebens zuletzt 1991 das Thema gewesen.(Zitiert nach "kath.net")
Das ist - wie an sich auf der Seite der "Woche für das Leben" überzeugen kann, falsch.
Tatsächlich fand die "Woche für das Leben" im Jahr 1991 erstmals statt;  mit dem Thema "Schutz des ungeborenen Kindes".
1997 lautete das Thema "Jedes Kind ist l(i)ebenswert - Leben annehmen statt auswählen"
2002 war das Thema "Von Anfang an das Leben wählen statt auswählen"
und 2005 "KinderSegen - Hoffnung für das Leben" "Mit Kindern - ein neuer Aufbruch"
und 2006 "KinderSegen - Hoffnung für das Leben" "Von Anfang an uns anvertraut. Mensch sein beginnt vor der Geburt"


Ich kann - gerade beim letztgenannten Thema - absolut nicht nachvollziehen, wie Herr Büchner zu seiner Behauptung kommt, dass die "Woche für das Leben" nicht die Ungeborenen zum Thema hätte. Oder hat kath.net ihn falsch zitiert? Und wenn sie ihn schon zitieren, warum übernehmen sie solchen Unsinn einfach? Ist das seriöser Journalismus?

Was mich ebenfalls ärgert, ist die aggressive Überschrift des Artikels "Keine Veranstaltungen zum Schutz ungeborener Kinder beim 'Kirchentag'". Wie kommt man dazu, dergleichen zu behaupten, bevor das Ganze noch angefangen hat? Ein Blick ins Programm (gibt's als pdf hier) zeigt folgende Organisationen:
Wenn diese Organisationen dort vertreten sind, dann werden sie mit Sicherheit auch etwas "veranstalten".
Auffallend, dass ausgerechnet die "Juristen-Vereinigung Lebensrecht" nicht auftaucht.

Beim Katholikentag 1980 in Berlin standen "Ungeborene" auch nicht im Programm - jedenfalls nicht so, dass es mir irgendwie aufgefallen wäre. Aber sie wurden zum Thema: Bei all ihren Reden und Diskussionsbeiträgen sprach Mutter Theresa von ihnen, rief sie ins Gedächtnis und machte sie zum Thema. Und so, wie ich "meinen" heutigen Bischof Friedhelm Hofmann kenne, wird er das Gleiche tun.

Bleibt die Frage an die "Juristen-Vereinigung Lebensrecht" und an kath.net, warum sie nicht selber eine Veranstaltung zum ÖKT anbieten?

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